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Acht Nürnberger Bäckereien gehören zu besten Deutschlands

Zeitschrift "Die Feinschmecker" bat wissende Leser um Tipps - 23.11.2012 07:00 Uhr

Acht Nürnberger Bäckereien haben es in diesem Jahr in die Zeitschrift "Die Feinschmecker" geschafft. © Kerstin Joswig


Die Zeitschrift hatte ihre wissenden Leser um Tipps gebeten: Wo gibt es unabhängige Familienbäckereien, die nach Hausrezepten backen? In welchen Betrieben gönnt man dem Teig viele Stunden, damit er richtig gehen kann? Wer pfeift auf künstliche Beschleuniger wie Säuerungsmittel und Emulgatoren? Und vor allem: Wo schmeckt es richtig gut?

Zu diesen Könnern gehört „“, ein Lädchen in Steinbühl, dessen Frankenlaib „perfekt zu Nürnberger Rostbratwürstchen passt“, wie die anonymen Tester befanden. Begeistert zeigten sie sich auch vom „knusprigen, mildsäuerlichen Roggenmischbrot“ und von Bäckermeister Bauers Spezialität, dem rustikalen Connybrot: Koriander, Kümmel und Sesam geben ihm den Pfiff.

In der Sulzbacherstraße empfiehlt sich die „Bäckerei Frank Böhmer“ – ebenfalls klein, aber fein. Zum Besten, so die weitgereisten „Feinschmecker“-Redakteure, gehöre der würzige, „grobporige kleine Roggenlaib mit dicker und langanhaltend knuspriger Kruste“. In der „Bäckerei Drexler“ in Fischbach sollten genussfreudige Kunden nach dem hellen Weizenbrot verlangen. Es sei feinporiger und mit vollerem Körper als Ciabatta, so die Tester – „die perfekte Unterlage für Mortadella und Kochschinken“. Zweifach geführter Sauerteig findet Verwendung beim hochgelobten „Logalmadador“, einem rustikalen Holzofenbrot aus Roggen und Weizen.

Drei ausgezeichnete Bäcker setzen auf Bio. Die „Bäckerei Gstatter“ in Altenfurt bevorzugt für ihre Brote Mehl aus Biogetreide, dazu kommt eigener Sauerteig. Das Roggenbrot fand höchste Anerkennung: die dunkle Kruste zeige eine „feucht-elastische, herzhafte Krume“. „Hildes Backwut“ in St.Peter verkauft Brot mit dem Geschmack, „der früher in Nürnberg üblich war“ – verantwortlich dafür: traditioneller Essigsauerteig. Wem der kräftige, lange gebackene Frankenlaib zu säurebetont sein sollte, wähle einfach die mildereVariante. Die „olivenölwürzigen“ Foccaccia-Brötchen verströmen einen Hauch Italien, lobten die Tester.

Auch die bekannte Vollkornbäckerei „Imhof“ verwendet Bio-Qualität, seit 33 Jahren. Das Getreide für die Backwaren – alle ökologisch produziert, viele aus Vollkorn – wird sogar im Haus selbst geschrotet. Die Experten befanden das Baguette als herrlich leicht und „flaumig“. Das altfränkische Bauernbrot besitzt einen hohen Roggenanteil und überrascht mit zarter Kräuternote. „Noch saftiger“, so die Tester, sei das Nürnberger Körnla, ein Dinkelvollkornbrot mit einem Aroma von Gerstenmalz.

In der Meuschelstraße verkauft die „“ saftiges Roggenbrot, mit „kräftigem Aroma und knuspriger Rinde“. Wer die Würze von Dinkel mag, dem empfiehlt sich hier das Bikerbrot. Auf der Suche nach extradicker Kruste? Fündig wird man bei der „“ im Ortsteil Leyh – allerdings nur freitags. Denn Opas reines Natursauerteigbrot ist doppelt gebacken und benötigt wegen der vierstufigen Teigführung viel Zeit. Das Kartoffelbrot aus Weizenmehl und gestampften Kartoffeln wird an Samstagen auf Trödelmärkten in der Rothenburger- und Witschelstraße verkauft. Den Roggenlaib „mit Knusperrinde“ gibt es an jedem Tag.

Mehr Informationen in unserer Rubrik Essen und Trinken! 

Ngoc Nguyen

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