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Gemeinsamer Alltag, verschiedene Religionen

Woche des christlich-islamischen Dialogs - 21.05.2008

Rund 30 000 Moslems leben in Nürnberg. Die Kontakte zwischen den christlichen Kirchen und den islamischen Einrichtungen der Stadt sind gut, der Austausch ist rege. Doch nicht nur die Offiziellen, die Würdenträger sollen sich begegnen, sondern auch Nachbarn, Gemeindemitglieder, junge und alte Menschen.

Um theologische, gesellschaftliche und kulturelle Themen werde es in diesem Jahr in den Dialogwochen vom 26. Mai bis zum 8. Juni gehen, sagt Pfarrer Hans-Martin Gloël vom Begegnungszentrum «Die Brücke-Köprü». Das Programm haben Muslime und Christen aus verschiedenen Kirchen und Gemeinschaften erarbeitet.

Die Auftaktveranstaltung findet am Montag, 26. Mai, um 19 Uhr im Haus Eckstein statt (Burstraße 1-3) - in Form einer Podiumsdiskussion mit einem «sehr theologischen Thema», wie Gloël sagt. «Liebe deinen Nächsten wie Dich selbst . . . Ein ,common word’ der 138 Islamgelehrten an die Christenheit» lautet der Titel. Es geht um die Reaktion der muslimischen Religionsführer auf die umstrittene Regensburger Papst-Rede aus dem Jahr 2006. Darin hatte Benedikt XVI. die Aussage eines byzantinischen Kaisers zur Rolle der Gewalt im Islam zitiert - und heftigen Protest ausgelöst.

Einem Thema, das mehr und mehr Alltag wird, ist eine Veranstaltung am Mittwoch, 28. Mai gewidmet: «Wenn Christen und Muslime heiraten», heißt es ab 19 Uhr im (Gemeindezentrum Gustav-Adolf-Gedächnis-Kirche, Allersberger Straße 114). Die Begegnung der Jugend steht am Donnerstag, 29. Mai, im Vordergrund: «Ist dein Gott auch mein Gott? Christliche und muslimische Jugendliche im Gespräch.» (Eyüp Sultan Moschee, Kurfürstenstraße 19, 18.30 Uhr). Um das Thema «Moscheebau in Deutschland» geht es am Freitag, 6. Juni, 19 Uhr (Eyüp Sultan Moschee). Zum Abschluss findet am Sonntag, 8. Juni, eine Lesung mit dem Titel «Lyrik der Mystik in Christentum und Islam» statt. (St. Klara Kirche, Königstraße 64, 17 Uhr).

«Wir wollen den Dialog fördern, aber nichts vermischen», sagt Hans-Martin Gloël. «Die verschiedenen Identitäten sind uns sehr wichtig.» Das Interesse an der jeweils anderen Religion sei in den letzten Jahren sehr gestiegen. «Das Bedürfnis nach Informationen ist groß, das Wissen der Menschen wächst. Man merkt das auch an der Qualität der Diskussionen. Das Niveau ist deutlich gestiegen.» gs

www.dialogwochen.de 

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