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Donnerstag, 18.10.2018

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300 Schüler verstärken die Symphoniker

Beeindruckender Auftritt in der Kongresshalle - 18.07.2012 18:42 Uhr

Chefdirigent Alexander Shelley ist begeistert: Die Nürnberger Symphoniker bekommen Verstärkung von rund 300 Schülern aus ganz Bayern – und das Zusammenspiel klappt ganz hervorragend. © Uwe Niklas


In seiner Begrüßungsrede wies der Initiator des Projektes Prof. Wolfgang Pfeiffer (Musikpädagogik der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) erfreut auf inzwischen drei erfolgreiche Jahre „klasse.im.puls“ hin.

Unter den zahlreichen Zuschauern, die sich aus ganz Bayern eingefunden hatten, waren natürlich viele stolze Familienangehörige, Lehrer und Schuldirektoren. Darüber hinaus konnte Prof. Pfeiffer hochrangige Unterstützer des Projektes begrüßen, darunter Stadträtin Barbara Regitz, Dr. Klaus Hielmeyer vom Bezirk Mittelfranken, Tina Ehrhardt (ISB München), Konrad Huber und Birgit Huber vom Bayerischen Kultusministerium in München, den Komponisten der „klasse.im.puls“-Hymne Heinrich Hartl sowie viele Sponsoren und Beiräte aus Wirtschaft und Politik.

Flamme im Herzen

Pfeiffer betonte den Anspruch des Musikprojektes, weswegen auch beim diesjährigen Konzert mit der Auswahl von Stücken aus der Oper „Carmen“ von Georges Bizet die Schüler gefordert sein sollten. Im Anschluss sprach Lucius Hemmer, der Intendant der Nürnberger Symphoniker von der „Flamme im Herzen“ der jungen Sänger, die entfacht und in Begeisterung weiter getragen werden sollte.

Nachdem die Symphoniker das Publikum mit einer temperamentvollen Interpretation von Georges Bizets „L’Arlésienne“ mitgerissen hatten, übernahm Projektmanagerin Evelyn Beißel die Moderation und stellte die 167 jungen Sangestalente der fünften Jahrgangsstufe aus sieben bayerischen Mittel- und Realschulen vor, darunter Schulen aus Nürnberg, Treuchtlingen, Ebrach, Neu-Ulm und anderen Städten.

Unter dem Motto „gemeinsam, nicht einsam“ gaben die Chorklassen mit den Symphonikern die eigens vom renommierten Nürnberger Komponisten Heinrich Hartl verfasste „klasse.im.puls“-Hymne zum Besten. Eine moderne Komposition mit jazzigen Elementen, deren Text aus Schülerzitaten zusammengesetzt ist und das Gemeinschaftsgefühl ausdrücken soll – „miteinander, füreinander, das ist unser Ziel!“ Dafür ernteten die Jugendlichen begeisterten Applaus, nicht nur von ihren Angehörigen.

Für die folgenden Suiten aus der Oper „Carmen“ wechselten die Chorsänger, nun durften die sechsten Jahrgangsstufen – auch sie in einheitlichem Schwarz gekleidet – ihr Können unter Beweis stellen. Anmoderiert wurden sie vom Musikwissenschaftler und Projektleiter Tobias Fichte, der die Stücke eigens für den Jugendchor umarrangiert hatte.

Angespornt von der Dynamik des Dirigenten Alexander Shelley, der mit ganzem Körpereinsatz agierte, interpretierten die Symphoniker die bekannten Stücke aus „Carmen“ ausgesprochen temperamentvoll und mitreißend. Davon offenbar angefeuert, lieferte der jugendliche Laienchor eine beachtliche Leistung, noch dazu sangen alle Kinder ihre Texte auswendig. So endete das Konzert mit einem grandiosen Paukenschlagfinale und großem Applaus eines begeisterten Publikums. Während der abschließenden Danksagung von Prof. Pfeiffer verteilten Blumenkinder Blümchen an alle Beteiligten – eine sympathische Geste!

Erschöpft, aber glücklich und stolz waren die jungen Gesangstalente nach zwei Vorstellungen. So auch Laura und Verena aus Ebrach, die seit einem halben Jahr für ihren ersten großen Auftritt geprobt hatten. Aber Spaß habe es gemacht und auf jeden Fall wollen sie weiter singen, versicherten die beiden Mädchen. Das dürfte kein Problem sein, denn zukünftig sei geplant, das Förderprojekt „klasse.im.puls“ auf ganz Bayern auszuweiten, so dass auch in anderen Städten Events stattfinden werden, verriet Prof. Wolfgang Pfeiffer anschließend im Foyer.

Als Initiator werde er mit seinem Team gerne das gesammelte Knowhow zur Verfügung stellen. Weiterhin seien Auftritte mit den instrumentalen Musikklassen eine Perspektive. Nach den Sommerferien wird die Fakultät an den neuen Ideen feilen und versuchen, weitere Schulen für das Projekt zu gewinnen. Denn die musikpädagogische Vision lautet: „Jedes Kind hat sein Instrument – miteinander – füreinander!“ 

Silke Hillegeist

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