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Bei der ersten Veranstaltung im neuen Jahr mit Kabarettist Mathias Tretter dankten sie zudem ihren langjährigen Mitarbeitenden für ihren treuen Einsatz hinter den Kulissen. Auch Inge Jabs, Fraktionsvorsitzende des SPD-Ortsvereins, überreichte Gertrud Schall einen großen Blumenstrauß, denn traditionell feiert die SPD an diesem Tag ihren Neujahrsempfang. Herzlich bedankte sie sich bei beiden für ihren enormen Einsatz für das „Gemeindewohl mit Kultur“.
Zusammen hätten sie vor vielen Jahren in Feucht begonnen, ein echtes Kulturprogramm aufzubauen, das nun schon seit langem kontinuierlich ein fester Bestand im Feuchter Kulturleben ist. Jabs erinnerte an die ersten Schritte, die sie damals mit einem Kulturfest gemacht hatten. Die Arbeit von Schall & Rauch habe das Kulturleben seit mehr als 25 Jahren ausgefüllt und zu einer guten Lebensqualität beigetragen, betonte sie. Sie sei sehr dankbar und könnte nicht genug betonen, wie sehr sie Schalls Entschluss aufzuhören bedauerte.
Die Spendenübergabe zum Jahresanfang hat ebenfalls eine lange Tradition. Mit ihr unterstützten die Feuchter Kulturmacher die unterschiedlichsten Aktionen, mal die Charkov-Hilfe (Ukraine) von Fritz Körber, mal die Nepalhilfe Beilngries oder vor zwei Jahren „Ärzte ohne Grenzen“ für die Erdbebenopfer in Haiti. Für Chile engagiert sich Müller bereits seit seinem Zivildienst, den er dort in einem von „Brot für die Welt“ finanzierten Kinderhilfsprojekt leistete.
Seit diesen zwei Jahren ist ihm das südamerikanische Land zur zweiten Heimat geworden, vor allem die Mapuche-Indianer, die er für seine musikethnologischen Forschungen mehrmals besuchte. Fünf Prozent der chilenischen Bevölkerung stellen diese Volksgruppe, die von den ursprünglichen Herrschern der Region zu einer aussterbenden Minderheit wurde. Immer wieder sind sie in den Schlagzeilen, kämpfen gegen Repressalien und Landnahme – die beiden größten chilenischen Holzkonzerne besitzen heute mehr Ländereien als alle Mapuche zusammen.
Ihre vom Erdbeben heimgesuchte Region erhält von Seiten der Regierung minimale, wenn nicht gar keine Hilfe zum Wiederaufbau ihrer Häuser und Infrastruktur. Viele hausten vor dem Beben in Armenvierteln, jetzt erwägen einige Gemeinden sogar sie umzusiedeln. Mit Benefizveranstaltungen der Münchner Pestalozzi-Realschule, an der Müller arbeitet, und dem Verkauf einer eigenen Musik-CD sammelt der engagierte Musiklehrer Geld zum Wiederaufbau, vor allem für die Gemeinde Coronel. Wer sich informieren möchte: chilehilfe.blog.de. Dorothée Krätzer
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