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Christian Kirchner schießt Mittelehrenbach zum Sieg

A-Klasse 3 9. Spieltag

Mit einem knappen, aber verdienten Auswärtssieg in Stöckach behält der SV Mittelehrenbach den Kontakt zur Spitzengruppe. Die stark ersatzgeschwächten Gastgeber verschliefen die erste Halbzeit und festigten damit ihren Platz im Niemandsland der Tabelle.

Die Mittelehrenbacher haben sich knapp, aber verdient in Stöckach den Sieg geholt. Nicht zufrieden war Trainer Tobias Meixner mit der Chancenauswertung seines Teams. 

 / © Rudolph Maxbauer

Wie schon in der Vorwoche schaffte Muggendorf nach einem 0:2-Rückstand noch vor der Pause den psychologisch wichtigen Anschlusstreffer. Nach dem schnellen Ausgleich hatten beide Mannschaften noch Möglichkeiten. Der Siegtreffer in der Nachspielzeit sorgt dafür, dass Muggendorf dem Spitzentrio eng auf den Fersen bleibt.

Dass man einen Steffen Staudinger keine Sekunde aus den Augen verlieren darf, merkte der SV Pretzfeld sehr früh. Danach übernahmen die Gastgeber das Kommando und stellten bis zur Pause die Weichen auf Sieg, wobei der Keeper der Gäste seinen Anteil daran hatte. Nach dem Wechsel ließ Pretzfeld deutlich nach, Thuisbrunn kam nochmals auf, es reichte aber nur zu Anschlusstreffer.

Diese Begegnung war ein Auf und Ab. Gleich am Anfang gingen die Gäste mit zwei Toren in Führung durch Thomas Meyer und Johannes Wölfel, doch zur Halbzeit stand es bereits 4:2 für die Gäste. Dominierte der TSV die ersten 30 Minuten, zeigte er 15 Minuten vor dem Seitenwechsel einen Totalausfall. Alle vier Tore für den SV fielen in diesen Minuten und gingen auf das Konto von Stephan Escherich. Doch Elbersberg wollte gut machen, was in den 15 Minuten vor der Halbzeit schlecht gelaufen ist. Es trafen Daniel Ratschker, Wölfel, Meyer und Patrick Eckert. Unglücklich für den SV, dass das 4:4 auf Elbersberger Seite ein Abseitstor war. Dass der TSV nach einer Ampelkarte für den SV in der 52. Minute in Überzahl spielte, machte es dem Gastgeber noch schwieriger.

Insgesamt wäre bei diesem Spiel mehr drin gewesen für die ersatzgeschwächten Bronner, die auf einige Stammspieler verzichten mussten. Die Gäste präsentierten sich recht harmlos und tauchten eher selten vor dem Bronner Tor auf. Doch die Offensive des SV zog daraus zu wenig Nutzen. Das erste Tor fiel in der 10. Minute für die Gäste nach einem individuellen Abwehrfehler der Bronner. Der Ausgleich schließlich glückte dem SV in der 60. Minute, als Tim Haberland nach einer Flanke von Christian Oltean zum Kopfballtor traf.

Mit dem Sieg in einem kampfbetonten Spiel konnte sich Leutenbach etwas von den Abstiegsregionen absetzen, während Pinzberg früh in der Saison höhere Ziele aufgeben muss. Die Schlussoffensive der Gäste kam zu spät.

Es war keine leichte Aufgabe für Stöckachs Spielertrainer Larsen Schubert, für das Heimspiel gegen Mittelehrenbach eine halbwegs funktionierende Mannschaft auf die Beine zu stellen. Unter der Woche bekam er weitere Absagen, was am Ende hieß, „ohne Sechs“ antreten zu müssen. Der 45-jährige Schubert stellte sich ins Tor, wo er seine Sache hervorragend machte und auf dem Spielberichtsbogen standen mit Mehmet Kayaci und Andreas Linzmayer zwei 40-Jährige, die auch zum Einsatz kamen. Der 48-jährige Uwe Forster lief sich zwar warm, musste dann aber nicht aufs Feld. Zum Einmarsch beider Mannschaften tönte aus dem Zirkuszelt, das nebenan gerade abgebaut wurde, der 80er Jahre-Klassiker „Eye of the Tiger“ von Survivor. Wie eine Raubkatze traten die Gastgeber zunächst nicht auf, der Respekt vor der Offensivkraft der Gäste war wohl aufgrund der vielen Ausfälle einfach zu groß. „In der ersten Halbzeit waren wir klar tonangebend“, analysierte Mittelehrenbachs Spielertrainer Tobias Meixner nach der Partie. Auch mit der Chancenauswertung war Meixner alles andere als zufrieden, was nicht nur an den eigenen Stürmern lag, sondern auch am „Aushilfskeeper“ Larsen Schubert. Der riskierte gleich in der ersten Minute Kopf und Kragen, um gegen den durchgebrochenen Christian Kirchner einen frühen Rückstand zu verhindern. Die Gastgeber hatten in Halbzeit eins eine große Möglichkeit durch Max Kirchberger, der nach einer Ecke aus acht Metern das Tor verfehlte. Die strukturiertere Spielweise zeigten die Gäste, was bis fünf Minuten vor der Pause aber ohne Folgen blieb. Dann zeigte Christian Kirchner Mut zum Risiko und jagte das Leder aus 20 Metern unhaltbar in die Maschen. „Zur Halbzeit hätten wir höher führen müssen“, bemängelte Meixner nach dem Spiel.

Im zweiten Abschnitt hätte das Spiel nach wenigen Sekunden entschieden sein können. Der ansonsten stark aufspielende Christian Kirchner kam nach glänzender Vorarbeit von Fabian Fritsch aus sechs Metern frei zum Schuss, der Ball flog jedoch meterhoch über das Tor. „Ebi mach Dich warm. Wir haben keine Chance mehr, wenn Du nicht reinkommst“, rief scherzhaft Stöckachs Mannschaftsverantwortlicher Stefan Gebhardt in Richtung des Mittelehrenbachers Christian Ebenhack, der dieser Aufforderung aber keine Folge leistete. Auch andere Wortwechsel zwischen den Auswechselbänken hatten teilweise durchaus kabarettistischen Unterhaltungswert. Auf dem Platz waren die Gäste weiterhin Herr der Lage, das 2:0 war trotz einiger Paraden Schuberts nur eine Frage der Zeit. Torschütze war abermals Kirchner, der nach schönem Direktspiel von Tobias Meixner über Fabian Fritsch nur noch den Fuß hinhalten musste. „Wenn Du nur 20 Minuten richtig Fußball spielst, dann kannst Du ein Spiel nicht gewinnen“, ärgerte sich Schubert nach dem Spiel über die Tatsache, dass seine Mannschaft erst nach dem 0:2 mutiger nach vorne spielte. Der Anschlusstreffer fiel nach einer Ecke. Martin Dimpfl stieg am höchsten und traf per Kopf flach ins Eck. Die Schlussoffensive, zu der Schubert bei Freistößen und Ecken mit nach vorne ging, kam einfach zu spät. STEFAN BRAUN

Trotz des erwartet hohen Sieges beim chancenlosen Schlusslicht konnte Reuth nicht restlos überzeugen. Zur Pause war Dürrbrunn II, das, bedingt durch einen Fehler des Gästekeepers sogar in Führung gehen konnte, noch gut dabei. Danach folgte der obligatorische Einbruch, das Toreschießen wurde dem Tabellendritten leicht gemacht.

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