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SV Plech: Seit sieben Jahren der A-Klasse treu verbunden

Der Spielertrainer des SV, Bernhard Kelch, glaubt an einen Platz unter Top 5

Der SV Plech spielt mit seiner ersten Herrenmannschaft nun seit sieben Jahren in der A-Klasse. Mit ihrem neuen Spielertrainer Bernhard Kelch hat der etwa 400 Mitglieder zählende Verein einen guten Fang gemacht.

Das Problem ist die „Unkonstante“. Sonst könnte der SV Plech durchaus vorne mitspielen, findet Spielertrainer Bernhard Kelch.

 / © SVP

„Es funktioniert super“, antwortet der in Speikern bei Lauf wohnhafte Kelch auf die Frage, ob er Beruf, Familie und Fußball zeitlich gut koordinieren kann. Bislang hat er keine Trainingseinheit verpasst. Der Kontakt nach Plech kam über seinen Arbeitskollegen Christian Laus zustande, der beim SVP in der ersten Mannschaft spielt. Der Stürmer Kelch stammt vom FSV Schönberg, war zwischenzeitlich bei der SpVgg Neunkirchen/Speikern/Rollhofen aktiv und coachte seit 2010 den FSV Weißenbrunn, 1. FC Hedersdorf, TSV Rückersdorf und SV Altensittenbach als Spielertrainer – inklusive zwei Aufstiege und zwei Abstiege.

Nach drei Monaten beziehungsweise nach zehn Spieltagen fällt sein Zwischenfazit bei seiner neuen Station positiv aus: „Mir gefällt es sehr gut.“ Wobei der 32-jährige auch die menschliche Komponente mit neu entstandenen Freundschaften und den Spaßfaktor meint. Spartenleiter Gerd Schuster hat auch schon erkannt, dass der neue Spielertrainer und die seit Jahren gewachsene Mannschaft zusammenpassen und Bernhard Kelch somit in Plech „angekommen“ sei. Die beim SVP gelebten traditionellen Werte wie Kameradschaft und Zusammenhalt auf und außerhalb des Platzes werden laut Schuster nun „wie in den letzten 100 Jahren“ gepflegt.

21-jähriger Torjäger

Nach dem Abgang von Taner Karaca — er schoss 25 von 69 Toren in der vergangenen Saison — zum Kreisklassisten SV Bieberbach, hat Schuster ein glücklichen Händchen bei einem Transfer bewiesen: Der in Plech wohnende 21-jährige Max Schönleben, der bis zu den D-Junioren beim SVP spielte und danach zum ASV Pegnitz wechselte, ist nach einjähriger Pause wegen eines Kreuzbandrisses nun in seinem Heimatort aktiv. Mit sieben Toren ist der schnelle Techniker derzeit der beste Plecher Torschütze – im Sturm oder offensiv auf der Außenbahn eingesetzt.

Aktuell steht der SV Plech, der bis 2011 in der Kreisklasse kickte und dort oft eine gute Rolle spielte, auf Platz acht in der A-Klasse 5 – mit 14 Punkten derzeit im gesicherten Mittelfeld. Das Saisonziel ist ein einstelliger Tabellenplatz und möglichst besser als letzten Saison (Siebter) abzuschneiden. Kelch sieht bei seiner qualitativ guten Mannschaft das Potenzial für einen Rang unter den ersten vier oder fünf Teams und die Trainingsbeteiligung mit durchschnittlich zwölf Mann bei einem 17-Mann-Kader ohne Reserve wäre auch in Ordnung. Doch das derzeitige Hauptproblem ist, wie er es bezeichnet, die „Unkonstante“: Auf hervorragende Leistungen folgen bei den Plechern oftmals katastrophale.

Kelch, der sich auch taktisch einiges Passendes für sein Team einfallen lässt, spielt derzeit auf der Sechser-Position und ist sehr selbstkritisch: „Ich bin momentan mit der eigenen Leistung unzufrieden“. Zur Winterpause hat er bereits jetzt zwei bis drei Spieler an der Angel, die er gerne zur Verbreitung des Kaders holen würde, wenn sie ins Team passen. Die Plecher Truppe an sich sei „super geil“, jeder habe Bock und Spaß am Fußball und die Sommervorbereitung sei sehr gut gewesen. Bernhard Kelch spart auch nicht mit Lob für die Vereinsführung mit Rita Heckel an der Spitze, Spartenleiter Gerd Schuster („ich komme mit ihm super klar“) und Ronny Marx („ein Super-Spielleiter“).

Gegner ist „Wundertüte“

Für das Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen den Drittletzten SG SV Henfenfeld II/SC Engelthal stehen hinter dem verletzungsbedingt angeschlagenen Quartett Koch, Eichenmüller, Stattelmann und Laus noch Fragezeichen. Kelch schätzt den Gegner als „Wundertüte“ ein, gibt aber als Ziel ganz klar drei Punkte aus.

Der 40-jährige Ex-Torjäger des SVP, der seit 2011 schon zwei Mal als Interims-Trainer einsprang, sieht die Lage mit dem derzeitigen Spielerkader — darunter einige Spieler im Alter jenseits der 30 Jahre — und der Konkurrenzsituation in der Region mit etlichen Vereinen realistisch: „Wir sind nicht blauäuig, dass es noch zehn Jahre so weiter geht“. Im Juniorenbereich arbeiten die Plecher bereits in Spielgemeinschaften mit mehreren umliegenden Vereinen zusammen. Deshalb ist eine SG im Herrenbereich mit Beteiligung des SV Plech in den nächsten Jahren für Schuster vorstellbar. Zumindest in der nächsten Saison, also 2018/2019, bleibt der SV Plech aber mit seiner Herrenmannschaft eigenständig.

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