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Alles außer Klassenverbleib ist für Elbersberg Bonus

Trotz Offensivspieler mit Landesligaerfahrung schielt der TSV lediglich auf den Nichtabstieg

Nach zuletzt zwei Siegen am vergangenen Sonntag und am Dienstag gegen die schwächelnden Gegner aus Hilpoltstein und Wolfsberg konnten die Elbersberger ihre Negativserie beenden. Nun will die Mannschaft um Spielertrainer Helmuth Thudt den Aufwärtstrend im nächsten Spiel gegen die Reserve des SV Weilersbach fortsetzen. Dabei helfen soll Dominik Porsch — er spielt in der A-Klasse 3 (Erlangen/Pegnitzgrund) mit, weil ihm für die Landesliga die Zeit fehlt.

Dominik Porsch (in Rot) gehörte vergangene Saison noch zum Landesligakader des ASV Pegnitz, beispielsweise gegen Kasendorf (in Blau) durfte er spielen. Nun kickt er aus beruflichen Gründen in der A-Klasse.

 / © Monika Limmer

Nach dem 9:0 Kantersieg im Auftaktspiel gegen die derzeitigen Schlusslichter aus Dürrbrunn schwächelte die Mannschaft des TSV in den vergangenen Wochen: Die Elbersberger mussten Niederlagen gegen Stöckach, Pottenstein II, Muggendorf, Pinzberg/Gosberg und Reuth hinnehmen. Nur beim FC Leutenbach, auf Rang 13 der Tabelle notiert, konnte am zweiten Spieltag ein Remis eingefahren werden. Deshalb waren die sechs gewonnen Punkte aus den letzten zwei Spielen laut Spielleiter Klaus Schriefer nötig: „Wir hatten gewusst, dass wir gegen beide Gegner Punkte einfahren mussten, das haben wir gut umgesetzt. In Wolfsberg taten wir uns zeitweise schwer auf dem kleinen Platz. Da verlief das Ende glücklich für uns.“ Auch der im Januar vom ASV Pegnitz neu hinzugekommene Dominik Porsch äußerte sich zum 2:0-Auswärtserfolg gegen Wollfsberg II:„Wir haben endlich den Laden hinten dicht gehalten und das Spiel mit den beiden Toren in der Schlussphase gewonnen.“

Der 20-jährige Porsch war letzte Saison noch im Landesligakader des ASV. Seit Januar kickt der Offensivspieler für die Elbersberger in der A-Klasse — aus beruflichen Gründen: „Weil ich oft auf Montage bin, war der ASV für mich keine Option mehr, da ich unter der Woche keine Zeit zum Trainieren mehr habe.“

In der A-Klasse werden die Qualitäten des talentierten Offensivspielers auch ohne Trainingsbeteiligung mit Einsatzzeiten honoriert. Porsch dankt es mit Toren: Vier Mal in sechs Spielen hat er den Ball bereits in das gegnerische Netz befördert. Nachdem er seit der G-Jugend das Trikot des ASV getragen hatte, ist er nun im neuen Umfeld gut integriert: „Ich bin über meinen Arbeitskollegen und Mitspieler Philipp Windisch zum TSV Elbersberg gewechselt. Ich habe mich schnell eingefunden. Wir sind eine offene Truppe.“ Jedoch keine große Truppe: Den Elbersbergern stehen derzeit 16 Mann zur Verfügung. Spielertrainer Helmuth Thudt: „Der Kader ist relativ dünn, das muss man schon sagen.“ Zu den 16 Leuten gehören zwei Jugendspieler, die mit großem Trainingsfleiß glänzen: Ersatztorwart Daniel Persau und Flügelspieler Fabian Wölfel, beide 18 Jahre jung. Innenverteidiger Daniel Strobel und Stürmer Stefan Schleicher werden der Mannschaft noch die komplette Hinrunde fehlen. „Ich hoffe, dass die beiden der Mannschaft relativ bald wieder zur Verfügung stehen“, sagt Thudt.

Oberste Priorität

Die Trainingsbeteiligung mit elf bis 13 Mann ist jedoch beachtenswert. Das zeigt, dass die Elbersberg an ihr Ziel, den Klassenverbleib, glauben. „Die Stimmung in der Mannschaft ist hervorragend“, sagt Thudt, „auch die Negativserie vor den beiden vergangenen Siegen tat der Stimmung keinen Abbruch, da wir gegen starke Gegner verloren haben.“

Der Klassenverbleib hat für die Elbersberger höchste Priorität: „Wir wollen die Saison auf einem Nichtabstiegsplatz abschließen. Alles darüber ist ein Bonus“, sagen sowohl Spielleiter Klaus Schriefer als auch Dominik Porsch. Nach zehn Punkten aus neun Spielen stehen die Elbersberger auf dem zwölften Platz.

Am Sonntag geht es auf heimischen Rasen gegen die Reserve des SV Weilersbach: Spielleiter Klaus Schriefer erwartet einen Punktgewinn: „Zwar könnte sich Weilersbach mit Spieler aus der ersten Mannschaft verstärken, da deren erste Mannschaft bereits am Samstag spielt, aber ich gehe schwer davon aus, dass wir gewinnen. Wenn wir das Spiel am Sonntag für uns entscheiden, sind wir gut aufgehoben.“ Auch Dominik Porsch denkt an einen Sieg am Sonntag: „Wir wollen den Aufwärtstrend mitnehmen und das Heimspiel gewinnen.“

Das Programm in den darauffolgenden Wochen wird deutlich schwieriger für Thudts Schützlinge werden: In den nächsten Wochen geht es auswärts gegen den Sechstplatzierten Thuisbrunn, daheim gegen Absteiger Gräfenberg, auswärts gegen den Achtplatzierten SV Bronn und die darauffolgende Woche zuhause gegen den derzeitigen Tabellenführer SV Pretzfeld. Deshalb will der 37- jährige Spielertrainer Thudt das Spiel schon frühzeitig entscheiden: „Natürlich werden wir versuchen, nach hinten kompakt zu stehen. Allerdings denke ich, dass es uns der Gegner ermöglichen wird, nach vorne zu spielen. Deshalb werden wir offensiv stehen, um die drei Punkte in Elbersberg zu lassen.“

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