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Heidenreich: "Wir brauchen zehn Siege und zwölf Unentschieden"

Kornburgs Trainer sieht seine Mannschaft auf einem guten Weg

Herbert Heidenreich ist am Sonntagabend gut gelaunt. Den Nachmittag hat er im Max-Morlock-Stadion verbracht, „es war ein hochverdienter Erfolg für den Club“, sagt er. Ein Sieg war seinem TSV Kornburg einen Tag zuvor gegen Schwabmünchen nicht vergönnt – der Trainer sieht seine Mannschaft in der Bayernliga Süd dennoch auf einem guten Weg.

"Ich kann diesen Schmarrn nicht mehr hören." Herbert Heidenreich sieht sein Team auf einem guten Weg,

 / © Wolfgang Zink / OGo

Herr Heidenreich, Sie haben in Whats App den schönen Status „Es geht heiter weiter!“ Trifft das auch auf den TSV Kornburg zu: heiter weiter Unentschieden?

Herbert Heidenreich: Ich kann diesen Schmarrn nicht mehr hören. Wir haben gegen Ismaning, Dachau, Neumarkt und Schwabmünchen, vier wirklich gute Mannschaften, nur ein Spiel verloren, bei den anderen Partien waren wir oft die bessere Mannschaft und hätten einen Sieg verdient gehabt.

Und trotzdem reichte es am Samstag wieder nicht zu eben diesem Sieg ...

Heidenreich: Schwabmünchen bezeichnet sich selbst als Meisterschaftsanwärter, da mache ich mir über ein Unentschieden null Gedanken. Schauen Sie sich doch einmal an, wie Bruck, die mit uns aufgestiegen sind, in der Bayernliga Nord dasteht. Die haben bisher keinen Punkt geholt, glaube ich. (Zum Zeitpunkt des Interviews war das tatsächlich so, A.d.Red.)

Es geht also aufwärts beim TSV?

Heidenreich: Ja, seit wir wieder mit unserer eingespielten Mannschaft spielen, sind wir auf einem guten Weg. Wir hätten auch am Samstag wieder gewinnen können, aber wir liegen trotzdem voll im Soll. Wir brauchen zehn Siege und zwölf Unentschieden. Damit das klappt, werden wir bald noch einen neuen Stürmer holen.

Verraten Sie uns wen?

Heidenreich: Das kann ich noch nicht sagen. Und wenn es in der Winterpause immer noch nicht läuft, holen wir eben noch einen.

Wenn man das Geld hat, kann man das machen...

Heidenreich: Das ist auch ein Schmarrn, das hat mit Geld nichts zu tun. Der TSV Kornburg hat mittlerweile einen guten Namen, die Spieler bieten sich uns an, weil sie hier Bayernliga spielen wollen. Glauben Sie die Märchen, die andere Vereine erzählen? Dass drei Regionalligaspieler nur der Freundschaft wegen nach Kalchreuth in die Bezirksliga wechseln?

Wenn die Verantwortlichen das so sagen, müssen wir es zunächst einmal glauben. Zurück nach Kornburg: Wie geht die Mannschaft mit der ungewohnten Situation um, plötzlich nicht mehr so oft zu gewinnen?

Heidenreich: Das beschäftigt sie nicht. Wir haben in der Landesliga ja fast alles gewonnen, das war manchmal schon langweilig. Das bringt uns auf Dauer auch nicht weiter. Es müssen aber jetzt alle mal verstehen, dass wir eine Liga höher spielen, das muss man eben ein bisschen anders angehen. Aber noch mal: Wir haben von vier Spielen nur eines verloren.

Und jetzt wartet die erste weite Fahrt nach Sonthofen. Freuen Sie sich ein bisschen?

Heidenreich: Ich sehe das mittlerweile entspannt. Das hat uns lange beschäftigt, aber man muss auch sehen, dass gestern fast 300 Zuschauer da waren. Die Leute kommen nach Kornburg, um mal etwas ganz anderes zu sehen – und wir setzen unsere Bayern-Tour fort. Und natürlich wollen wir versuchen, nächsten Sonntag unseren ersten Dreier einzufahren.

Wie gehen Sie den Tag an, damit das auch gelingt?

Heidenreich: Wir essen gemeinsam zu Mittag und fahren dann rechtzeitig mit dem Bus los. Das Spiel ist ja erst um 18 Uhr, das ist für ein Wochenendspiel auch sehr schön. Aber damit muss man sich arrangieren. Und das tun wir.

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