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Nächste Pleite für Schwabach - Feucht macht's in Unterzahl

Landesliga Nordost - 11. Spieltag, Freitag

Der SC 04 Schwabach kassierte gegen den TSV Sonnefeld die zweite Niederlage unter Tobias Ochsenkühn. Der SC Feucht konnte hingegen gegen den FC Lichtenfels einen 2:0-Arbeitssieg verbuchen, obwohl die Zietsch-Elf 45 Minuten in Unterzahl agierte.

Einen Schritt schneller: „Lefty“ Sadikis erzielte zwar noch den Anschlusstreffer, die Punkte nahm trotzdem Sonnefeld mit nach Hause.

 / © Thomas Correll

Boden gut machen, das hatten die Schwabacher im Vorfeld des Heimspiels gegen Sonnefeld als Ziel ausgegeben. Mit einem Sieg hätte man an den Gästen vorbeiziehen und sich in der Tabelle nach oben orientieren können. Doch die Oberfranken entpuppten sich als ein zu starker Gegner und entschieden die Partie mit 1:2 für sich. Gegenüber der Niederlage in Memmelsdorf vorige Woche spielte Schwabach mit Martin Bachner im Tor, die etatmäßige Nummer Eins, Alexander Gebelein, fehlte aus beruflichen Gründen. In der Abwehrkette begann Khaled Agha für Markus Stahl. Ins Spiel ging man mit der Erwartung, einem schweren, aber schlagbaren Gegner gegenüberzustehen. Sonnefeld legte dann aber prompt stark los: Graf spielte auf Rödel, der den Ball am Torhüter, aber um Millimeter auch am Tor vorbei spitzelte (6.). Die Schwabacher hatten in der 16. Minute ihre bis dahin beste Chance. Weiß kam nach Zuspiel von Schillinger halbrechts im Strafraum durch, zog Richtung Tor, doch Sonnefelds Keeper Jauch parierte stark. Danach gingen die Teams hohes Tempo, die Aktionen wirkten aber meist hektisch. Die Trainer versuchten dementsprechend nachzujustieren. Kurz vor der Pause drehten die Nullvierer auf und belagerten mehrere Minuten lang den Sechzehner der Sonnefelder. Zunächst war kein Durchkommen, doch dann legte Weiß ab für Durako – der traf aber nur die Querlatte (41.). Zur Halbzeit stand es 0:0. Nach der Pause das gleiche Bild: Schwabach drängte auf das 1:0. Sonnefeld suchte zunächst seine Ordnung – und erzielte dann aus dem Nichts die Führung (49.). Ein haltbarer Freistoß aus etwa 18 Metern von links aufs kurze Eck landete im Netz. Schwabachs Keeper sah nicht gut aus bei diesem Aufsetzer von Civelek. Drei Minuten später legten die Sonnefelder nach: der SC 04 spielte auf abseits, Scheler kam über links durch und versenkte die Kugel im kurzen Eck. Neuer Spielstand: 0:2 (52.). In der Folge fehlten dem Gastgeber die Ideen, Sonnefeld verteidigte geschickt und konterte gefällig. Durch einen Fehler kam Schwabach aber doch noch einmal ran. Sonnefelds Torwart Jauch konnte einen Flankenball nicht festhalten, Sadikis verwandelte den „Rebound“ zum 1:2 (72.). Jetzt war der SC am Drücker, Chancen für Sadikis und Bozkan brachten aber nicht den gewünschten Erfolg. In der Nachspielzeit rettete schließlich Keeper Jauch mit zwei Glanztaten den Sieg für die Gäste. Ein ärgerliches Spiel für die Schwabacher, die durch individuelle Fehler in Rückstand gerieten und die Partie dann nicht mehr umbiegen konnten. Nächste Woche geht es zum SV Mitterteich, wo ein Sieg herausspringen sollte, wenn man nicht zu tief in den Abstiegskampf geraten will. Richard Nösel / Thomas Correll

Der SC Feucht kam gut ins Spiel und ging bereits nach wenigen Sekunden mit 1:0 in Führung, profitierte dabei aber von gleich mehreren Fehlern der Gäste, die erst unnötigerweise den Ball verloren, anschließend Stephan König ziehen und ihn ungehindert abschließen ließen. Zu allem Überfluss aus Sicht der Lichtenfelser boxte sich FC-Torhüter Rene Schulz das Spielgerät noch ins eigene Gehäuse. Feucht war tonangebend, gefährliche Chancen blieben aber aus, auch weil die Partie etwas an Härte zunahm und einige verletzungsbedingte Unterbrechungen folgen sollten. Gegen Ende des ersten Durchgangs wurden die Oberfranken stärken, ohne aber entscheidend vor das Tor von Andreas Sponsel zu kommen. Aber auch bei der Zietsch-Elf ging nach vorne nichts mehr. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde zu allem Überfluss auch noch Nico Wessner vom Schiedsrichter nach Gerangel mit Pascal Gräf vorzeitig zum Duschen geschickt. In Überzahl agierend kamen die Gäste zunächst druckvoller aus der Kabine und wären nach einer Ecke beinahe zum 1:1 gekommen. Andreas Sponsel mit einer Glanzparade bewahrte sein Team aber vor dem Ausgleich. Nach 52. Minuten schlug der SC Feucht eiskalt zu und beendete die kurze Lichtenfelser Drangphase nach der Pause. Philipp Madelkow steckte auf Ljuban Ivic durch, der alleine vor Keeper Rene Schulz keine Probleme hatte, das Leder im Tor unterzubringen. Feucht konzentrierte sich danach aufs Verteidigen, versuchte aber wenn möglich kleine Nadelstiche zu setzen. Trotz Überzahl fiel dem FC Lichtenfels aber nicht viel ein, um die Feuchter Hintermannschaft ernsthaft zu gefährden. Die beste Chance der Gäste durch Niklas Lulei, der nach Zuspiel von Lukasz Jankowiak am Elferpunkt frei zum Abschluss kam, konnte Andreas Sponsel mit einem Reflex entschärfen (80.). Mehr sollte von den Gästen nicht mehr kommen. Hektisch wurde es aber dennoch einmal. Zwei Minuten vor Abpfiff kassierte Michael Eckert nach Schauspieleinlage eines Lichtenfelsers noch Gelb/Rot. In der Nachspielzeit sah dann auch noch Philipp Madelkow nach einem Wortgefecht mit dem Linienrichter die Rote Karte. dw