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Doppelpacker Yanick Uschold macht Kornburgs ersten Sieg perfekt

Bayernliga Süd - 11. Spieltag

Wieder kein Sieg für den ASV Neumarkt, der gegen den SV Kirchanschöring in den Schlussminuten immerhin noch zu einem Punktgewinn kam. Erleichterung pur hingegen in Kornburg. Der TSV kann doch noch gewinnen. Im Kellerduell gegen den BCF Wolfratshausen gelang der Heidenreich-Elf endlich der erste Saisonsieg.

© Sportfoto Zink - Archiv

Der ASV Neumarkt kommt auch am 11. Spieltag der Bayernliga Süd nicht vom Fleck. Gegen ein biederes und pragmatisches SV Kirchanschöring musste man am Ende sogar noch froh über den Punktgewinn beim 1:1 sein. Über 90 Minuten hinweg war der ASV zwar spielbestimmend, jedoch mangelte es an Einfällen und Kreativität in der Offensive. Darüber hinaus zeigte sich auch die Defensive wieder einmal nicht sattelfest, wie häufiger seit dem Ausfall von Abwehrturm Philipp Stephan. Wenn man doch einmal einen Weg durch die keineswegs undurchdringbare SVK Abwehr fand, waren die Abschlüsse von Schrödl, Grunner oder Tiefel an Harmlosigkeit nicht zu überbieten. Die Gäste trauten sich nicht immer besonders viel, aber wenn sie einmal den Weg nach vorne suchten, dann spielten sie zielstrebig über die Neumarkter Schwachstellen in den Strafraum von Keeper Schmidt. Vor allem Opara auf der linken Außenbahn schickte sich ein ums andere mal an, den "Notaußenverteidiger" Ammon zu umlaufen, obwohl der auch nicht gerade zu den langsamsten in der Liga zählt, sich aber immer wieder zu ungeschickt anstellte und vernaschen ließ. Glück für den ASV, dass die Gäste 80 Minuten lang vorne mindestens genau so harmlos agierten wie der Neumarkter Sturm. Aber eben in jener 80. Spielminute hätten die Gäste um ein Haar sogar die Partie für sich entschieden, was unter dem Strich zwar nicht unbedingt dem Spielverlauf entsprechend gewesen wäre, aber nach dem disziplinierten Auftritt bei 250 km Anfahrt auch nicht ungerecht gewesen wäre. Spielertrainer Yunus Karayün drosch die Pille nämlich aus 20 Metern zur Führung in den Kasten von Kevin Schmidt. Dass das Punktegepäck dann doch nicht so schwer für die Gäste wurde, dafür sorgte fünf Minuten vor dem Ende ASV-Kapitän Bindner höchstpersönlich, als er einen Schrödl-Freistoß aus der linken Außenbahn freistehend am Gästekeeper vorbei köpfte. Unter dem Strich steht ein Punktgewinn nach der wahrscheinlich schlechtesten Saisonleistung, wobei man aber auch das miserable Wetter - 90 Minuten Dauernieselregen waren am Deininger Weg angesagt - anführen muss und auch die personelle Situation mit erwähnen darf, denn mit dem oben erwähnten Stephan, Mittelfeldmotor Bernhard Neumayer, Dauerbrenner Alex Pfindel, den Neuzugängen Alex Lang und Sven Becker, dem im Ausland weilenden Christoph Bellmann, den Dauerinvaliden Jan Mazanec und Christian Bulinger und den Youngstern Flo Hausner und Max Hirschmann fehlte bald eine komplette Mannschaft. Daher musste sowohl Jonas Marx, dessen Verletzung noch nicht komplett ausgeheilt war und der nach 75 intensiven Minuten mit erneuten Problemen raus musste sowie Mark Eger, der nach einer Grippe ebenfalls noch nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war, notgedrungen aushelfen. Dennoch hatte man das Gefühl, dass man gegen diese Elf aus dem Kreis Traunstein durchaus einen Heimdreier einfahren hätte können, was auch Coach Haußner auf der Pressekonferenz so anführte. "Wir waren in der ersten Hälfte mal wieder nicht vom Schiedsrichterglück verfolgt, als der Armin den Standard reinköpft und der Referee auf Handspiel entscheidet. Unser Ziel ist es, uns in dieser starken und ausgeglichenen Liga weiterzuentwickeln und die richtigen Ideen zu finden, um solche Partien bald wieder für uns zu entscheiden, dann bin ich guten Mutes, dass wir am Ende wieder zu den vier, fünf besten Mannschaften diese Saison gehören werden." Aktuell muss man aber aufpassen, dass man nicht durchgereicht wird, durch das fünfte Remis im zehnten Spiel ist der Rest der Liga wieder näher zusammen gerückt, auf den ersten Abstiegsrelegationsplatz, der mit weiterhin solchen Leistungen nicht weit entfernt scheint, hat man lediglich fünf Punkte Vorsprung. Und die Aufgaben in den nächsten Wochen werden mit den Partien in Rain/Lech und gegen Heimstetten nicht wirklich einfacher. Christian Konrad

Die Heidenreich-Elf geriet Mitte der ersten Hälfte in Rückstand. In der Folge versäumten es die Gäste zu erhöhen und hielten die bis dato unterlegenen Kornburger so am Leben. Nach der Pause fand der TSV dann endlich in die Spur und stellte innerhalb von sieben Minuten auf den Kopf. Bozic traf zunächst zum Ausgleich, ehe Uschold mit seinem Doppelpack die Hoffnung auf drei Punkte im Kellerduell ins Unermessliche steigerte. Dabei blieb es am Ende auch.

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