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Eltersdorf enteilt Ansbach - Bruck nach Uluca-Rot hilflos

Bayernliga Nord 12. Spieltag, Freitag

Der SC Eltersdorf konnte sich mit einem knappen 3:2-Erfolg von der SpVgg Ansbach distanzieren. Für den FSV Erlangen-Bruck hagelte es derweil nach zuletzt vier Siegen eine 1:4-Pleite bei der SpVgg SV Weiden.

© Klaus-Dieter Schreiter

Beide Teams waren zu Beginn auf Sicherheit bedacht. Darunter litt vor allem die Vorwärtsbewegung beider. Nach zwölf Minuten hätte der Gastgeber dennoch in Führung gehen müssen. Nach schönem Doppelpass vergab Florian Rupprecht alleine vor Brucks Keeper Mathias Beck aber kläglich. Weiden wurde stärker und hatte nach 19 Minuten die nächste dicke Gelegenheit, Benjamin Werners Flugkopfball strich jedoch am Brucker Gehäuse knapp vorbei. Nur vier Minuten später war es dann aber passiert. Bruck schaffte es nicht den Ball zu klären, das Spielgerät landete bei Weidens Kapitän Thomas Wildenauer, der zentral zehn Metern vor Beck kein Problem damit hatte, das Leder im Tor unterzubringen. Bruck fand bis dato offensiv kaum statt. Hektisch wurde es in der 37. Minuten, als Brucks Emre Uluca nach einem fairen Tackling von Johannes Scherm zu Boden ging und anschließend gegen den am Boden liegenden Scherm nachtrat. Schiedsrichter Sebastian Wieber blieb nach Rudelbildung und kurzer Beratung mit seinem Assistenten nur der Griff in die rechte Hosentasch - Rot für Uluca. Und es kam vor der Pause noch dicker für die Gäste. Eine unglückliche Kopfballverlängerung von Hayri Özdemir landete bei Niklas Lang, der für Weiden mit dem Halbzeitpfiff auf 2:0 erhöhte. Der Gastgeber kam besser aus der Kabine und nutzte die Räume, die ihm der FSV Bruck anbot. Benjamin Werner hatte kurz nach Wiederanpfiff die Chance zum 3:0. Sein Schuss aus 16 Metern klatschte aber an den rechten Außenpfosten - Glück für die Wagner-Truppe. Bruck versuchte in Durchgang zwei trotz Unterzahl mehr nach vorne zu machen, wurde dafür aber von Michael Busch postwendend doppelt bestraft (57.,62.), der erst mit einer Bogenlampe aus 30 Metern Beck keine Abwehrmöglichkeit ließ und wenig später nach einem Konter das 4:0 für Weiden markierte. Die Oberpfälzer nahmen daraufhin das Tempo aus der Partie, blieben aber in Überzahl freilich tonangebend. Der schönste Treffer des Tages gelang aber dem FSV Bruck. Tim Basener, der in der 58. Minute für Timur Zenginer kam, krönte in der Schlussminute einen Sololauf über das komplette Spielfeld mit einem gefühlvollen Heber zum 1:4-Endstand. dw

Der SC Eltersdorf ist mit einem 3:2- Heimsieg über die SpVgg Ansbach in die „Wochen der Wahrheit“ gestartet. Wieder einmal machten dabei die Brüder Herzner den Unterschied. Sollten zuletzt irgendwelche Zweifel aufgekommen sein, seit gestern Abend sind sie an der Langenaustraße wieder verflogen: „Spitzenreiter, Spitzenreiter“, feierte sich der SC Eltersdorf nach dem überzeugenden 3:2-Heimsieg über Verfolger SpVgg Ansbach und bleibt damit an der Spitze der Tabelle. Nach acht Siegen aus den ersten neun Spielen hatte es zuletzt ja nur noch einen Zähler aus zwei Partien gegeben. Doch verunsichert hatte diese Situation offenbar keinen. Im Gegenteil: Im ersten Spiel der selbst erklärten „Wochen der Wahrheit“ schenkte Eltersdorf den Gästen gleich zwei Treffer ein, ehe die wussten, dass Eltersdorf ein Stadttel von Erlangen ist. Einmal Bastian Herzner mit einem Flachschuss vom Strafraumeck (11.), dann sein Zwillingsbruder Tobias mit einem Traumtor aus 25 Metern in den rechten oberen Torwinkel (14.) besorgen die frühe Führung. „Das waren überragende 20 Minuten von uns“, freute sich Bernd Eigner, der Trainer. Der sah seine Mannschaft souverän und dominant auftreten, Ansbach lauerte auf Konter – und kam wie aus dem Nichts zum Anschlusstor. Hasselmeier verwandelte einen Strafstoß (27.) und Ansbach hatte urplötzlich all den Mut zurück. Eltersdorf benötigte ein paar Minuten, beherrscht aber bereits vor dem Wechsel wieder das Geschehen. Einen Fernschuss von Kapitän Thomas Dotterweich entschärfte der Gästetorwart stark. Aus der Kabine kam gleich der SCE besser, nur zwei Minuten waren gespielt, als Bastian Herzner einen Eckball per Kopf verwertete. „Nun müssen wir eigentlich 4:1 oder 5:1 führen“, ärgerte sich Eigner, denn Maximilian Göbhardt und Herzner vergaben Großchancen leichtfertig. Es sah lange nicht danach aus, als würde es noch einmal spannend werden, zu souverän verwaltete Eltersdorf die Partie – bis erneut Ansbach aus dem Nichts traf: Sebastian Mechnik nutzte einen Abpraller von SCE-Keeper Akbala zum 2:3 (67.). Doch um Eltersdorf ernsthaft gefährlich zu werden, fehlten den Gästen einige Prozent. So stand am Ende ein verdienter Heimsieg – und das Ende aller Zweifel. Micha Schneider / Christoph Benesch

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