Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Peter Schulze-Zachau: "Wir werden noch genug Punkte holen"

Nürnbergs Futsaler verlieren gegen die Regensburger Brasilianer nur mit 1:4

Vor dem ersten Spiel der Nürnberger Futsaler in der Regionalliga war nur darüber spekuliert worden, wie hoch der mit Brasilianern gespickte SSV Jahn Regensburg gewinnen würde. Nach 40 Minuten stand ein 1:4 auf der Anzeigetafel der Uhlandschule – ein Erfolg, meint der neue Spielertrainer Peter Schulze-Zachau.

Peter Schulze-Zachau (Mitte) läuft einem Regensburger hinterher, „da geht dann die Kraft drauf“, sagt der Spielertrainer der Nürnberger Futsaler.

 / © Ralf Rödel

Es lief doch eigentlich ganz gut für Sie, Herr Schulze-Zachau. Dennoch wirkte es kurz vor Schluss, als ob Sie mindestens 180 Puls gehabt hätten?


Peter Schulze-Zachau:
Es gibt immer Dinge, die man verbessern kann. Wir haben ja mit flying goalkeeper gespielt, ich war der Torwart, der (im Angriff, d. Red.) mit Leibchen reinkam. Das braucht noch etwas Abstimmung, weil nicht jeder weiß, wo er hinläuft. Das ärgert mich dann, vor allem, wenn man es schon trainiert hat. Aber ich glaube, dass wir insgesamt echt zufrieden sein können. Im vergangenen Jahr haben wir gegen Regensburg 25 Gegentore kassiert.

25?


Schulze-Zachau:
25. Regensburg ist immerhin amtierender deutscher Meister und spielt erfolgreich im Uefa-Cup. Zur Pause stand es 1:1, das haben sich die Regensburger so sicher nicht vorgestellt.

Durchaus. Man hat gemerkt, wie die vielen Brasilianer im Laufe des Spiels unruhig wurden...


Schulze-Zachau:
Genau. Die hatten dann irgendwann Stockfehler drin, sind unkonzentriert geworden und haben taktisch umgestellt. Sie haben dann nicht mehr so gepresst, haben uns spielen lassen, womit wir Probleme hatten, weil wir viel Kraft in der Defensive gelassen hatten und uns deshalb die Präzision gefehlt hat.

Wie geht man überhaupt in ein Spiel, vor dem sich alle nur fragen, wie hoch man es verlieren wird?


Schulze-Zachau:
Das ist Fluch und Segen zu gleich. Ich habe von Anfang an gesagt, dass es das letzte Testspiel vor der Runde ist, weil von uns niemand etwas erwartet. Ich glaube aber, dass wir echt eine gute Performance geliefert haben – und auch, dass Regensburg richtig stark war.

Wenn sie einmal ins Spielen kamen, sah das wirklich gut aus.


Schulze-Zachau:
Man muss schon ehrlich sein, die hatten wahrscheinlich 53:3 Torschüsse, wir hatten dafür einen starken Torwart.

Auch der Ballbesitz lag wohl bei 95:5 Prozent.


Schulze-Zachau:
Ja, die sind alle schnell und wieselflink am Ball. Da gibt es keine Zufallsprodukte, das ist alles einstudiert. Du weißt nie: Schießt er rechts, spielt er links, man muss dauernd beides abdecken, da geht dann die Kraft drauf.

Aber ein Spiel gegen Regensburg ist ja sicher kein Maßstab für die restliche Saison in der Regionalliga, oder?


Schulze-Zachau:
Nein, ich glaube sogar, dass wir defensiv einen ordentlichen Schritt gemacht haben, wir haben vergangene Saison über 100 Gegentore bekommen in 18 Spielen. Wenn wir so weiter verteidigen, so aggressiv spielen und der Kader beisammen bleibt, dann werden wir noch genug Punkte holen.

Es hat fast neun Minuten gedauert, bis Regensburg das erste Mal traf. War das ein Ziel, möglichst lange ohne Gegentor zu bleiben?


Schulze-Zachau:
Unser Ziel war, nach dem Spiel in den Spiegel schauen und sagen zu können: Jawoll, wir haben alles gegeben. Und ich glaube, das ist auch der Fall.

Es ist die Rede davon, dass Futsal Nürnberg die beste Mannschaft seiner noch jungen Geschichte hat. Wie sieht das der Trainer?


Schulze-Zachau:
Das ist so. Wir hatten zehn Feldspieler dabei, die wir aber auch gebraucht haben, weil es so intensiv war. Ich musste im Abschlusstraining allerdings drei Spielern sagen, dass sie nicht im Kader sein werden, was eine schwierige Entscheidung ist. Für mich als Trainer ist das natürlich ein Luxusproblem. Ich glaube, dass wir uns mit diesem Kader nicht verstecken brauchen, wir haben eine gute Mannschaft und werden unsere Punkte holen.