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ASV Fürth schießt Hüttenbach ab - "Pumas" zeigen Moral

Bezirksliga Nord 13. Spieltag

Weil der FC Herzogenaurach auch gegen Kalchreuth das bessere Ende für sich hatte (4:2), kann der Tabellenführer seinen Vorsprung an der Spitze auf fünf Zähler ausbauen: Verfolger SpVgg Hüttenbach-Simmelsdorf nämlich kassierte gegen den ASV Fürth eine ordentliche 0:5-Packung. Auf den Plätzen hielten sich alle Teams schadlos: Hersbruck gewann in Stadeln (2:1), Türkspor gegen die SG 83 (2:1) und Schwaig setzte sich in Adelsdorf (3:1) durch. Die Adelsdorfer bilden gemeinsam mit Pegnitz (0:3 gegen TV 48) und Kirchehrenbach (0:2 gegen Weisendorf) weiter das etwas abgeschlagene Trio am Tabellenende. Der SK Lauf gewann das Duell der Tabellennachbarn gegen den ASV Zirndorf mit 4:2. Die Partie BaKi gegen Cagri wurde abgesagt.

In Halbzeit eins war der Tabellenführer dem FC Kalchreuth unterlegen - dann drehten die Pumas auf. 

 / © Berny Meyer

Interimscoach Michael Rolzing konnte wieder auf Sven Eheim, Ralf Stiefler und Sebastian Haas zurückgreifen. Für das Trio mussten Michael Kuhn, Lucas Steger und Manuel Meyer weichen und nahmen auf der Ersatzbank Platz. Am Tag der Deutschen Einheit präsentierten sich beide Mannschaften in der Anfangsviertelstunde sehr zuvorkommend und neutralisierten sich mehr oder weniger. Torwart Alexander Kohl musste nach einer Ecke zum ersten Mal eingreifen, Lars Stachowski klärte wenig später auf der Linie. Tim Spielmann versierte nur den Pfosten des Pegnitzer Tores an und beendete starke 15 Minuten der Gäste. Allmählich konnte sich Pegnitz von dem Druck der Erlanger befreien und näherte sich dem Gästetor. Der Abschluss von Alexander Wölfel aus Mittelstürmerposition war allerdings zu harmlos, und Ralf Stiefler kam bei einer Hereingabe zu spät. Kurz vor der Halbzeit dann die kalte Dusche. Andreas Bammler spielte einen Fehlpass und fälschte im Anschluss den Schuss von Andre Baum (42.) auch noch unglücklich und unhaltbar für Kohl ins eigene Tor ab. Mit 0:1 für die Gäste ging es vor rund 70 Zuschauern in die Halbzeit. Gleich nach der Halbzeit die vorentscheidenden Szenen. Beim 0:2 waren sich Torwart Kohl und Rene Schuster nicht einig, Tim Spielmann (51.) bedankte sich mit dem 0:2. Im Anschluss wurde der schon gelb vorbelastete Alexander Wölfel (56.) wegen Reklamierens mit Gelb/Rot vom Platz gestellt. Danach viel Leerlauf im Spiel. Mit dem 3:0 durch Christopher Zemelka (73.) war das Spiel endgültig entschieden. Pegnitz eröffnete sich kurz vor Schluss noch die Chance zum Ehrentreffer. Eine verunglückte Rückgabe der Erlanger konnte Florian Kretschmer nicht ausnutzen und scheiterte zweimal am Torwart Efa. Danach war Schluss. Die Gäste gewannen am Ende verdient. für Pegnitz geht die Hoffnung weiter. Werner Neuner

Nur mit neun Mann stand die Heimmannschaft am Ende der 90 Minuten auf dem Platz, dennoch buchte sich Türkspor drei Zähler auf sein Konto. Die Türken kamen besser in die Begegnung, doch ließen beste Chancen aus. Basoglu schoss über das leere Tor und Caglar vergab einen Foulelfmeter. Die SG zeigte sich effektiver und ging mit der ersten Möglichkeit in Front. Nach einem schönen Konter netzte Sabsiz ein. Im zweiten Abschnitt blieb Türkspor am Drücker und kam zum verdienten Ausgleich. In der Schlussphase schwächten sich die Hausherren selbst, da Yilmaz vom Platz flog. Die Gäste übernahmen die Kontrolle und setzten alles auf eine Karte. Türkspor konzentrierte sich indes auf Konter. Einen dieser Gegenzüge nutzten sie auch zum 2:1-Siegtreffer. Am Ende ein verdienter Erfolg für die Gastgeber.

Die Gäste aus Kalchreuth präsentierten sich überraschend offensiv, versteckten sich nicht und versuchten mitzuspielen. Dies gelang vor allem in der Anfangsphase. Nach neun Minuten musste Heimkeeper Peter mit einem Reflex retten, als Christian Held in Folge eines Freistoßes zum Kopfball gekommen war. Die Gästeführung schob er aber nur für wenige Sekunden auf. Pascal Worst schlug die folgende Ecke in den Rückraum, wo Kapitän Markus Giering lauerte und ins rechte untere Eck traf (9.). Die „Pumas“ fanden kaum in die Partie, blieben in ihren Offensivbemühungen meist zu ungenau und konnten nur Halbchancen generieren. Lediglich Dörrich schnupperte am Ausgleich (22.). Anders die effektiven Gäste. Nach einem Freistoß samt Kopfball-Ablage kam Held aus kurzer Distanz zum Abschluss, diesmal musste Torwart Peter den Ball passieren lassen, obwohl er diesen noch berührte – 0:2 (24.). Nun verschanzte sich Kalchreuth in der eigenen Hälfte, stand aber zumeist exzellent. So ging es ohne weitere Torszenen in die Halbzeitpause. Mit Scheller für Nahr und viel mehr Entschlossenheit kam der Tabellenführer aus der Kabine, spielte nun schneller und setzte die Ideen besser um. Kratz zielte per Kopf noch zu ungenau (50.), sodass es Stübing war, der den Anschlusstreffer erzielte. Nach einem weiten Ball von Thomann war Gästekeeper Pogner unnötigerweise aus seinem Tor gekommen, Stübing legte den Ball per Kopf am Torwart vorbei und verkürzte mühelos (55.). Nun standen die Gäste unter Dauerdruck. Thomann (57.) und Kratz (59.) hätten bereits ausgleichen können, es war aber erneut Stübing, der das 2:2 erzielte. Dieses Mal hatte Dörrich per Kopf in den Lauf des Goalgetters verlängert (60.). Staniszewski hatte gar das 3:2 auf dem Fuß, sein abgefälschter Flachschuss zischte rechts vorbei (62.). Herzogenaurach dominierte das Geschehen nun komplett und so war die Führung nur eine Frage der Zeit. Es sollte ein spektakulärer Treffer sein. Thomann spielte den Ball mit dem Rücken zum Tor hoch links in den Sechzehner, wo Rockwell einlief und das Spielgerät volley unter die Latte knallte – ein Treffer der Kategorie „Tor des Jahres“ (74.). Kalchreuth wurde nun etwas aktiver, die „Pumas“ hielten die Gäste aber zumeist vom eigenen Tor weg. In der 84. Minute kam ein weiter Schlag von Peter bis zu Thomann durch, der auf Pogner zusteuerte, mit Glück an diesem vorbei kam und ins leere Tor einschob (84.). In der Schlussminute wurde das 4:3 wegen eines Fouls zu Recht nicht anerkannt, kurz darauf war der Sieg in trockenen Tüchern. Damit baut Herzogenaurach den Vorsprung auf Platz Zwei auf fünf Zähler aus. Maxi Hubert

Die erste Chance der Partie gehörte dem Sportklub. Den Knaller von Cittadini aus 16 Metern konnte Hofmann aber parieren. Wenig später setzte sich Zehmeister auf der rechten Seite durch und legte zurück auf Marcus Schmitt, der freihstehend zum 1:0 einschießen konnte. Dann scheiterten Vornehm und Schmitt am Laufer Keeper Enzensberger, ehe Daniel Bergler nach einer Ecke freihstehend zum 1:1 einköpfen konnte. Kurz vor der Pause erfolgte der doppelte Nackenschlag für Zirndorf. Erst gewann Marc Schober einen Zweikampf an der Grundlinie und bediente Simon Kreisel zum 1:2, ehe Schober nach einem Ballgewinn im Mittelfeld selbst erfolgreich war. Zwar gelang dem ASV nach Wiederanpfiff der schnelle Anschlusstreffer als Schmitt auf Zehmeister querlegte, doch der Ausgleich wollte nicht mehr fallen. Weil auch die Gäste weiter nach vorne spielten gelang dem SK sogar noch das 2:4 nach einem Konter.

Im ersten Durchgang behakten sich die Kontrahenten vor allem über Standards. Trotz der zahlreichen Freistöße kam der Unparteiische aber ohne Verwarnung aus. Nach einer guten Stunde war es dann soweit. Gerhard Strobel markierte das 1:0 für den FSV. Hersbruck stemmte sich gegen die Niederlage und kam durch Alexander Brüx zum verdienten Ausgleich. Nur vier Minuten später drehte Jens Ertel die Partie komplett. Das 1:2 war dann auch der Endstand.

Es war ein gebrauchter Tag für die Hüttenbacher, die bei einem engagiert auftretenden ASV Fürth verdient verloren - auch wenn das Resultat am Ende wohl etwas zu hoch ausfiel: Hüttenbach-Keeper Sebastian Hartmann verletzte sich nach 30 Minuten. Weil der Gast aber keinen Ersatz auf der Bank hatte, spielte er die Partie zu Ende, konnte dabei aber nicht mehr seine übliche Leistungsfähigkeit abrufen. So hielten die Hüttenbacher auf dem Fürther Kunstrasen trotz mäßigen Auftritts bis zur Pause zwar das Remis, mit der ersten Aktion nach Wiederanpfiff aber traf Celal Ünal nach einer Flanke zur Führung für die Heimelf. Binnen zehn Minuten war die Begegnung dann entschieden: Daniel Geissler und Marcel Pfortner erhöhten auf 3:0, bevor Celal Ünal nach 64 Minuten das 4:0 nachlegte. Zu allem Überfluss verletzte sich für die Hüttenbacher in dieser Partie auch noch Kapitän Timm Loch und droht auszufallen. "Man darf das Ergebnis nicht zu hoch hängen", so Hüttenbach-Coach Trauner nach der Partie, "aber es war heute einfach auch keine gute Leistung von uns." Für den Schlusspunkt sorgte noch Geissler mit seinem zweiten Treffer des Tages. Der umsichtige Schiedsrichter Michael Emmert leitete die Partie unaufgeregt und kam mit einer einzigen gelben Karte aus. Beim ASV hoffen die Verantwortlichen, dass der Knoten nach der langen Durststrecke nun wieder geplatzt ist.

Neues Spiel, altes Lied beim SC Adelsdorf: Auch gegen den SV Schwaig gab es keine Punkte, sondern eine 1:3-Niederlage. Nach der fünften Pleite in Serie wächst der Abstand auf das rettende Ufer damit auf acht Zähler. Schwaig war dabei in der ersten Halbzeit das klar bessere Team und schlug nach einer knappen halben Stunde doppelt zu. Erst stand die linke Abwehrseite des SC offen, sodass Sebastian Riese die Gäste in Front bringen konnte (27.), dann bekam Kapitän Fabian Waldmann bei seinem 12-Meter-Schuss die Unterstützung eines Adelsdorfer Abwehrspielers (30.). „Ein halbes Eigentor“, meinte auch Fußball-Abteilungsleiter Helmut Wölfel. Waldmann war es auch, der kurz nach Wiederanpfiff die letzte Station eines gut herausgespielten Angriffes war und mit dem 0:3 die Vorentscheidung herbeiführte (53.). Immerhin: Anstatt weitere Treffer zuzulassen, steigerte sich der SC in der verbliebenen Zeit, suchte den Weg nach vorne und belohnte sich mit dem Ehrentreffer. Nach einem Konter gab Johannes Markus den Ball von rechts in die Mitte, der aufgerückte Patrick Kluge schob ein (72.). Mehr war allerdings nicht mehr drin, zudem sah Jugendspieler Alieu Camara in der 83. Minute auch noch Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels. Für Adelsdorf war es bereits der sechste Platzverweis in dieser Spielzeit (fünf Gelb-Rote, eine Rote Karte). „Über 90 Minuten ist das Ergebnis absolut gerecht. Der Druck nach vorne hat heute gefehlt, im Mittelfeld waren wir zu schwach und hinten fehlt uns durch Verletzungen quasi eine ganze Viererkette. Da machen wir zu viele Fehler und das wird natürlich bestraft“, so Wölfel. Maxi Hubert

Talfahrt gestoppt: Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie hat der ASV Weisendorf in der Bezirksliga wieder drei Punkte einfahren können. Ausschlaggebend beim 2:0 über Schlusslicht TSV Kirchehrenbach war dabei ein Doppelschlag nach einer halben Stunde. „Wir waren gerade in der ersten Halbzeit klar besser, müssen aber mehr Tore machen“, meinte Fußball-Abteilungsleiter Norbert Kreiner. Bereits beim 0:4 in Schwaig hatte der ASV Chancenwucher betrieben. Dieses Mal klingelte es immerhin zweimal. In der 30. Minute trat Tobias Geyer zum Freistoß an und setzte das Spielgerät aus 20 Metern halblinker Position rechts oben ins Torwarteck. Keine zwei Minuten später drang Tim Schmidt auf der rechten Außenbahn vor, seinen Pass setzte Oliver Maier ins linke untere Eck (32.). Für Kirchehrenbach gab es vor der Halbzeit noch einen Schock: Kapitän Dominik Postler musste nach einer Verletzung ohne Fremdeinwirkung mit dem Krankenwagen abtransportiert werden. Dennoch war der TSV nach der Pause besser im Spiel und traf die Latte. Weisendorf spielte dagegen die Konter zu unsauber aus und verpasste die vorzeitige Entscheidung. So musste der in die Startelf zurückgekehrte Kapitän Christian Janoušek einmal in höchster Not retten. Nach 83 Minuten gab es zudem eine Gelb-Rote Karte gegen den Kirchehrenbacher Philipp Eismann. In Überzahl brannte für Weisendorf nichts mehr an. „Der Sieg ist insgesamt absolut verdient“, resümierte Kreiner, der sich über das Ende der Talfahrt freute. Maxi Hubert

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