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Wird Baiersdorf die "Rote Laterne" wieder los?

Vorschau Landesliga Nordost 15. Spieltag, Wochenende

Der BSV steht erstmals in der Saison ganz unten und trifft nun auf Sonnefeld. An der Spitze hat der ATSV Erkabgen den FC Lichtenfels zu Gast. Zuletzt kassierte die SG Quelle zweimal vier Treffer auswärts, das soll sich gegen den FSV Bayreuth wieder ändern. Nachdem am Dienstag die Partie gegen Mitterteich erneut abgesagt werden musste, trifft der ASV Veitsbronn nun auf den SV Friesen. Der SC 04 Schwabach tritt bei der SpVgg Bayreuth II an.

Baiersdorf trifft auf Sonnefeld, die SG Quelle kämpft um Auswärtspunkte in Bayreuth.

 / © Sportfoto Zink

Die Bilanz gegen die SpVgg Bayreuth II, die vor der vergangenen Saison gemeinsam mit dem SC 04 den Aufstieg in die Landesliga Nordost geschafft hat, ist ausgeglichen. "Leider", muss man aus Schwabacher Sicht anführen. Denn das Hinspiel zu Hause hatten die Nullvierer nach einer überzeugenden Vorstellung mit 6:0 gewonnen. Damals stimmte die Richtung noch an der Nördlinger Straße. Die Vorrunde der vergangenen Saison war überragend. Die Rückrunde indes war zum Vergessen — das 2:1 der Bayreuther Regionalliga-Reserve am vorletzten Spieltag gegen Schwabach war sinnbildlich. Acht der letzten 13 Saisonspiele des SC 04 gingen verloren. Eine Entwicklung, die letztlich Trainer Alexander Maul den Kopf kostete. Am achten Spieltag der aktuellen Saison zogen die Verantwortlichen an der Nördlinger Straße die Reißleine. Wohlgemerkt nach einem Spiel (bei der SG Quelle), das nicht einmal ausgetragen werden konnte. Da lag also einiges im Argen beim SC 04. Der neue Trainer Tobias Ochsenkühn war angetreten, die Schwabacher wieder in ruhigeres Gewässer zu manövrieren. Keine einfache Aufgabe, wie die vergangenen Wochen zeigten. Drei Siege standen drei Niederlagen gegenüber. Wenigstens wurden die Spiele gegen die direkten Konkurrenten in der unteren Tabellenhälfte — gegen Veitsbronn, in Mitterteich und zuletzt gegen die SpVgg Erlangen — gewonnen. Gerade das letzte 2:0 über Erlangen löste beim Aufsteiger eine Reaktion aus. Trainer Stefan Steiner, der die Mannschaft vor wenigen Monaten noch in die Landesliga geführt hatte, hat sein Amt niedergelegt und wurde durch Bernd Fuchsbauer ersetzt. Beim SC 04 wurde zuletzt vieles richtig gemacht. Durch Siege in Mitterteich und zuletzt gegen Erlangen konnten die Schwabacher den Kontakt zu den Mannschaften im Tabellenmittelfeld herstellen. Auch in Buch hatte man bei einer 2:0-Führung lange Zeit den Dreier vor Augen, um am Ende doch mit leeren Händen dazustehen. Engagiert an der Außenlinie, trieb SC-04-Trainer Tobias Ochsenkühn seine Mannschaft im Spiel gegen Erlangen an. Und er hatte Glück, dass sein Torjäger Okzan Tekdemir im richtigen Moment zwei Mal traf. Samstagnachmittag geht es zur SpVgg Bayreuth II. Auch eine Mannschaft aus dem unteren Tabellendrittel. Können die Schwabacher den Schwung der letzten Heimsiege diesmal mit in die Oberfranken-Metropole retten, dann sollte es erneut mit einem Dreier klappen. Ein Sieg, der den Abstand zum Tabellenkeller doch spürbar wachsen ließe. Vor dem letzten Vorrunden-Heimspiel gegen Selbitz wäre dies sicherlich ratsam. Zumal die folgenden drei Auswärtsspiele am Stück — in Baiersdorf, zum Rückrundenstart in Feucht und das Nachholspiel bei der SG Quelle Fürth — kein Zuckerschlecken werden dürften. Roland Jainta

Auch der Nachholtermin des ASV-Heimspiels gegen die Oberpfälzer aus Mitterteich mündete nicht, wie allenthalben erhofft, in einem regulären Fußballspiel. Die ergiebigen Regenfälle in der Nacht auf Dienstag ließen keine Austragung der Partie im Hamesbuck zu, weshalb die Begegnung schließlich abgesagt wurde. Beim Erstversuch Mitte August hatten sich beide Teams zumindest bereits auf dem Rasen befunden, wurden aber bereits nach zwei Minuten wegen aufziehender Unwetter wieder zurück in die Kabinen geschickt. Wenig später brach das Gespann die Partie dann endgültig ab. Wann ein dritter Anlauf gewagt werden soll, steht derzeit noch nicht fest. Zunächst aber muss der ASV Veitsbronn in Friesen ran. Zuletzt gelang es der Green-Elf ja, den Baiersdorfer SV beim 1:1 auf Distanz zu halten, immerhin vier Partien ohne Niederlage bilden die aktuelle Positivserie der Fürther. Gegner Friesen hingegen erlebt durchwachsene Wochen, zuletzt gab es gegen die Quelle mit 0:5 auf die Mütze, dennoch rangiert der Aufsteiger in der engen Liga auf einem guten achten Rang.

Sie wankten, aber sie fielen nicht: Spitzenreiter ATSV hat Verfolger TSV Buch beim 3:3 zuletzt getrotzt und steuert weiter fest in Richtung Bayernliga. „Das Wichtigste ist: Unsere Serie ist nicht gerissen“, fasste Vignon Amegan für den ATSV hinterher zusammen. Es wäre auch zu schade, denn die Serie liest sich wie folgt: 14 Spiele in der Liga in Folge ohne Niederlage. Dass der FC Lichtenfels darunter nun einen Schlussstrich ziehen kann, ist schwer vorstellbar - dennoch sollte der ATSV den Gegner tunlichst nicht unterschätzen. Zwar sind die Oberfranken seit sechs Partien ohne Dreier, sie besiegten in dieser Saison aber bereits den SC 04 Schwabach mit 4:1.

Zuletzt lief es ja auswärst so gar nicht für die Quelle: Die beiden vergangenen Partien in Feucht und Selbitz gingen verloren, man kassierte jeweils vier Gegentore - das soll bei Kellerkind FSV Bayreuth freilich anders werden. Mit einem 5:0-Heimsieg gegen Friesen im Rücken trifft die Frühwald-Elf auf einen Gegner, der aus den vergangenen zehn Partien nur einen einzigen Sieg mitnahm und ein wenig vom starken Saisonauftakt zehrt (aus den ersten vier Partien nahm der FSV neun Zähler mit). Das Polster aber ist aufgebraucht, den Bayreuthern droht das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz. In die andere Richtung freilich orientieren sich die Fürther, schließlich beträgt bei einer Partie weniger auf dem Konto der Rückstand auf Rang zwei aktuell nur drei Zähler.

Jetzt hat's den Baiersdorfer SV erwischt: Erstmals in der Saison steht die Elf von Thomas Luckner in der Tabelle ganz unten. Das 3:3 zuletzt gegen Memmelsdorf war zwar die zweite Partie in Folge ohne Niederlage, letztlich aber doch zu wenig - weil Konkurrent Frohnlach in Lichtenfels gewann. Noch aber besteht der direkte Kontakt zu den Relegationsrängen, mit einem Sieg am Sonntag gegen Sonnefeld könnte der BSV die Rote Laterne weiterreichen. Der Aufsteiger aus dem Landkreis Coburg aber spielt eine gute Saison und mausert sich nach schwerem Start (fünf der ersten sechs Partien gingen verloren) zum fleißigen Punktesammler. Nur eine Niederlage aus den letzten acht Spielen zeigt, dass das Team in der Liga angekommen ist. Der Lohn für den TSV Sonnefeld: Aktuell Rang sieben.

Bereits am Freitagabend treffen der TSV Nürnberg-Buch und die SpVgg Erlangen aufeinander, derzeit ein Aufeinandertreffen der Gegensätze. Denn während Buch jüngst den souveränen Primus ATSV Erlangen einen Punkt abluchste (Adler: "Wir haben gezeigt, dass wir mithalten können.“) und dank der "Feuchter Pause" den zweiten Platz erklimmen konnte, läuft es bei der "Spieli" nicht wirklich rund. Nur 14 Zähler aus 14 Spielen, am Mittwochabend trat zudem Trainer Stefan Steiner überraschend zurück. Die Vorzeichen für die Erlanger könnten kaum ungünstiger sein.

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