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Kornburg will heimschwache Kirchanschöringer kitzeln

Bayernliga Süd - Vorschau 16. Spieltag

Der TSV Kornburg hat am Samstag die weiteste Reise der Saison vor sich. Doch die Fahrt zum heimschwachen SV Kirchanschöring könnte sich lohnen. Neumarkt kämpft derweil darum, aus dem Negativstrudel herauszukommen.

Der TSV Kornburg hat eine realistische Chance, am Samstag drei Punkte nahe der österreichischen Grenze bejubeln zu können.

 / © Sportfoto Zink

Der ASV Neumarkt beendet seine englische Woche, die bislang mit dem Spielabbruch und der Niederlage gegen Ismaning kaum schlechter hätte laufen können, mit einem Auswärtsspiel beim TSV Dachau 65. Bei der Premiere des Duells dieser beiden Mannschaften treffen zwei Teams aufeinander, für die aktuell die Tendenz ziemlich ähnlich aussieht. Doch während die Kicker aus dem Münchener Norden, die in der vierten Saison in Folge in der Bayernliga spielen, gerade am Wochenende ihre sechs Spiele andauernde Warteschleife auf einen Sieg mit einem fulminanten 4:0 Sieg bei der SpVgg Hankofen, dem nächsten ASV-Gegner, beendet hat, wartet die Truppe von Dominik Haußner mittlerweile ihrerseits seit sechs Partien auf einen Dreifacherfolg. Womöglich ist das aber ein gutes Omen für das Wochenende, dass die Neumarkter Serie vielleicht am gleichen Punkt endet wie die des Gegners. Um 14.00 Uhr machen sich die Jurakicker daran, dieses Omen dann auch umzusetzen, zuvor warten die Verantwortlichen noch auf das Ergebnis des Sportgerichtes hinsichtlich der Wertung beziehungsweise Neuansetzung der Partie in Landsberg. Sollte diese im Oktober nachgeholt werden, erwarten den ASV in den nächsten sechs Partien fünf Auswärtsspiele, unter anderem die Mega-Trips innerhalb von drei Tagen nach Sonthofen und Kottern Ende des Monats, die man fast mit einem Kurztrainingslager verbinden könnte. Verzichten muss der Neumarkter Coach bei dem Unterfangen am Wochenende nur auf die Langzeitausfälle Philipp Stephan, Sven Becker, Christoph Bellmann und Jan Mazanec. Letzterer befindet sich bereits wieder im Aufbautraining, ist aber nach seinem Muskelbündelriss noch nicht wieder soweit, der Mannschaft entscheidend weiterhelfen zu können. Die Gastgeber von Coach Fabian Lamotte müssen nur auf den vor wenigen Jahren kurzzeitig beim ASV-Lokalrivalen SV Seligenporten weilenden Qendrim Beqiri verzichten. Besonders aufpassen muss die ASV-Defensive um Kapitän Armin Bindner in der Partie auf Top-Stürmer Christian Doll, der am Wochenende mit einem Dreierpack fast seinen Viererpack vom zweiten Spieltag wiederholt hätte und mit 14 Scorerpunkten bei neun Buden auf Rang zwei der aktuellen Torjägerliste steht. Die aktuelle Formkurve zeigt beim ASV klar nach unten, da wird es nun endlich Zeit, den Bock wieder umzustoßen und in die Erfolgsspur zurückzukehren. Christian Konrad

Wie eng es zugeht in der Bayernliga Süd, das wurde in den beiden Spielen der vergangenen Woche wieder absolut deutlich. Hatten die Kornburger in Holzkirchen in vier magischen Minuten drei wichtige Punkte eingefahren, so ging das Heimspiel am Dienstag gegen die DJK Vilzing innerhalb von elf Minuten mit 0:4 verloren. Eine Niederlage, die auf den ersten Blick einen Klassenunterschied vermuten lässt. "So war es aber überhaupt nicht", resümierte Herbert Heidenreich. Vielmehr musste der Trainer nach Spielschluss seiner Mannschaft ein großes Lob attestieren: "So, wie wir uns 70 Minuten lang gegen einen der Topfavoriten präsentierten, der gespickt ist mit Spielern aus der 3. Liga, hätte wir durchaus Zählbares verdient — zumal wir bis zu diesem Zeitpunkt die klar besseren Torchancen hatten!" Aber Bayernliga ist kein Wunschkonzert — da wird es solche Erfahrungen immer wieder geben. Mal sehen, was die Kornburger am Samstag beim SV Kirchanschöring erwartet. Die weiteste Auswärtsfahrt (299 Kilometer) bis an die österreichische Grenze am Waginger See beginnt Samstagfrüh bereits um Viertel vor Sieben. Mit seinem früheren Weggefährten aus Nürnberger Club-Zeiten, Peter Stocker, der in der Gegend um Kirchanschöring lebt, hat sich Herbert Heidenreich in einem Lokal verabredet. Dort wird die Mannschaft Rast machen, noch ein wenig essen, um schließlich gut vorbereitet in das Spiel gehen zu können. Die Bilanz des SV Kirchanschöring, der vor heimischer Kulisse in dieser Saison noch kein Spiel gewonnen hat, mag sich auch bis nach Kornburg herumgesprochen haben. "Wir rechnen uns sicherlich dort etwas aus — aber nicht, weil der Gegner zu Hause noch nicht gewonnen hat, sondern weil wir uns überall etwas ausrechnen", so der Kornburger Coach. Allerdings weiß er um die Schwere der Aufgabe beim Tabellenelften, auch wenn der 15 seiner insgesamt 17 Punkte in der Fremde eingefahren hat und damit in der Auswärtstabelle hinter Vilzing den zweiten Platz einnimmt. Zu Hause reichte es gerade mal zu zwei Unentschieden, was die Kornburger Delegation aber nicht weiter beunruhigen sollte. Die personelle Situation um so mehr, denn nun droht auch Firat Kaya auszufallen. Roland Jainta

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