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Adem Selmani verlässt Forchheim in Richtung Bruck

Offensivmann geht, nachdem namhafte Zugänge ausbleiben

Ein unerwarteter Abgang sorgt zum Vorbereitungsstart für Aufregung bei der SpVgg Jahn Forchheim: Trotz vermeldeter Vertragsverlängerung verlässt Offensiv-Techniker Adem Selmani nach fünf Spielzeiten Forchheim.

Wechselt innerhalb der Bayernliga Nord: Forchheims Adem Selmani (links)

 / © Sportfoto Zink

Für die Vereinsverantwortlichen kam die Entscheidung, telefonisch mitgeteilt am Sonntag, nach einem Gespräch am vergangenen Donnerstag nicht mehr überraschend. Unverständnis löst sie bei Teammanager Mesut Kimiz dennoch aus, schließlich war man nach der Einigung zu verbesserten Konditionen vom Verbleib Selmanis ausgegangen.

Der Spieler, dessen jüngerer Bruder Artan ebenfalls eine neue Herausforderung sucht, aber erklärt auf die Frage nach seinem kurzfristigen Sinneswandel: "Ich habe schon länger über einem Tapetenwechsel gegrübelt, wie der Jahn wusste hatte ich ein Angebot des ATSV Erlangen. Als ich dann meine Zusage für die neue Saison in Forchheim gegeben habe, bin ich von namhaften Verstärkungen ausgegangen." Allein, die angedachten Top-Transfers scheiterten. Selmani betont, er wolle dem nun zusammengestellten Jahn-Kader nicht die Qualität für eine gute Bayernliga-Runde absprechen, verspüre jedoch unter den veränderten Bedingungen einen Motivationsverlust. "Ich habe gemerkt, dass ich dafür etwas Neues machen muss."

Was den finalen Ausschlag gab: Prompt stand nicht zufällig als Interessent der FSV Bruck auf der Matte, der dem Erlanger die Rückkehr zu seinem Jugendverein schmackhaft unterbreiten konnte. Fünf Minuten hat er mit dem Rad zum Sportplatz und trifft bekannte Freunde wie Hayri Özdemir und Förderer Normann Wagner wieder. "Ich habe nie einen Hehl daraus gemacht. Das Kapitel dort war für mich nie abgeschlossen", sagt Selmani, der 2009 in seiner ersten Herren-Saison in der Bayernliga debütierte. Zum kompletten Kicker reifte das mitunter launige Talent nach dem Entwicklungsschritt beim Landesligisten SV Buckenhofen beim Jahn. In beinahe 150 Partien behauptete sich der 28-Jährige in der Stammelf und erzielte 34 Tore.

Kritischen Stimmen zu seinem Absprung entgegnet der wendige Dribbler: "Mir fällt der Abschied sehr, sehr schwer. Ich habe das noch gar nicht ganz realisiert, will aber schnell nach vorne schauen. Ich war immer mit dem Herzen beim Jahn und habe mehrere Umbrüche in der Mannschaft erlebt, als andere Leistungsträger gegangen sind. Ich werde viele Menschen und Freunde vermissen." So geriet der freitägliche Ausstand von Dennis Weiler, Andi Mönius und Sebastian Schäferlein gleichzeitig zum letzten Auftritt von Adem Selmani im Mannschaftskreis. "Mit einigen der Jungs werde ich ja aber privat sowieso verbunden bleiben."

Spannung verspricht die Personalie nun weiterhin, wenn um einen Ersatz für die entstandene Lücke spekuliert wird. Mit Sturm-Tank Tom Jäckel, der sich wiederum erst Ende letzter Woche in Bruck verabschiedete, wäre ein langjähriger Weggefährte Selmanis auf dem Markt. Doch wie heiß der Draht nach Forchheim glüht, wollte noch niemand verraten.

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