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Neuer U23-Coach: Ruman kehrt nach Fürth zurück

Kleeblatt besetzt auch weitere Posten im U-Bereich neu

Die SpVgg Greuther Fürth hat ihre Planungen für die Neuausrichtung des Nachwuchsleistungszentrums so gut wie abgeschlossen. Mit Petr Ruman kehrt ein alter Bekannter an den Laubenweg zurück. Der Ex-Profi wird neuer Trainer bei der U23.

© Sportfoto Zink

Von 1999 bis 2005 war Ruman nicht nur Publikumsliebling, sondern auch treffsicherer Stürmer in Reihen des Kleeblatts. Mit seinem Wechsel zu Mainz 05 ging es der Karriere bergab, weil der heute 41-Jährige immer wieder von hartnäckigen Rückenproblemen geplagt wurde. Ruman beendete im Juli 2009 seine Profikarriere und entschied sich für eine Trainerlaufbahn, betrieb auch eine eigene Fußballschule. Seine Stationen als Trainer führten in von Mainz, zum FSV Frankfurt, nach Offenbach und zu Darmstadt 98. Bei den Lilien betreute er zuletzt die U19-Junioren.

"Neben dem Cheftrainerposten bei der U23 wird Petr auch als weiterer Co-Trainer im Team von Trainer Damir Buric agieren. Wir streben damit eine engere Verzahnung mit der Profimannschaft an", sagt Sportdirektor Rachid Azzouzi. Ruman, der die Fußballlehrer-Lizenz besitzt, soll in Fürth die Erfahrungen aus seinen zahlreichen Stationen im Jugendfußball gewinnbringend einbringen. "Die Verantwortlichen wollen neue Wege gehen. Das ist extrem spannend und ich finde, dass der Weg genau richtig ist", sagt Ruman.

Björn Schlicke, zuletzt Co-Trainer unter Timo Rost und zuvor unter Thomas Kleine, bekommt den Posten des Teammanagers bei der U23. Er übernimmt die Kaderplanung und die Organisation der Regionalligamannschaft. "Unser künftiges Konzept mit der U23 sieht eine sehr große Abstimmung mit den Verantwortlichen der Profis, aber auch mit der Durchlässigkeit von unseren Jugendteams in die U23 vor. Neben der Tätigkeit um die U23 wird er auch eine Gruppe an Talenten unterschiedlicher Altersstufen individuell betreuen", erklärt NLZ-Leiter Mirko Reichel die neuen Aufgaben von Schlicke. Bereits am Mittwoch um 16 Uhr bittet Ruman die U23 zur ersten Trainingseinheit in der Vorbereitung auf die im Juli startende Saison 2018/2019 in der Regionalliga Bayern.

Eine Stufe tiefer, in der U19, hat die SpVgg nun auch die Neubesetzung des Trainerpostens verkündet. Wie berichtet rückt Marco Ried von der U19 nach oben auf, um den nach einer Saison entlassenen Josef Steinberger zu ersetzen. "Marco ist ein junger Trainer, dessen Arbeit uns bei der U15 sehr gefallen hat", sagt Reichel. "Wir trauen ihm zu, dass er unsere kleeblatteigene Spielphilosophie, die wir noch stärker herausarbeiten müssen, auf die Mannschaft überträgt."

Das Kleeblatt sieht sich mit der Neubesetzung der Trainerposten und der Verteilung von Verantwortlichkeiten gut gerüstet, um einen Neuanfang zu starten. Der Verein soll wieder zur Talentschmiede werden. "Identifikation, Fachkompetenz und Inhalte sind bei all unseren Personalentscheidungen ausschlaggebend. Wir wissen, dass wir im Nachwuchsbereich über Prozesse reden und damit nicht alle Maßnahmen vom einen auf den anderen Tag Ergebnisse auf dem Papier zeigen werden. Wir haben aber vieles auf den Weg gebracht, um teilweise kurzfristig, vor allem aber perspektivisch erfolgreich zu arbeiten. Und erfolgreich bedeutet für die Spielvereinigung immer: Talente aus dem eigenen Nachwuchs in die Profimannschaft zu integrieren", erläutert Azzouzi.

Die Ziele sind ambitioniert. U17 und U19 sollen aus der Bayernliga zurück in die Junioren-Bundesliga, die U23 wieder das Sprungbrett zur Bundesliga-Mannschaft werden. Ob sich die in den letzten Jahren entstandene Lücke überhaupt noch schließen lässt, müssen die neuen Protagonisten jetzt beweisen. Spannend wird auch sein, mit welchem Spielerpersonal in den einzelnen Teams in die neue Saison gestartet wird. Hierzu gab es öffentlich bislang keinerlei Informationen.

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