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Philipp Harlaß: Durchstarten ins Profigeschäft

Der derzeit überragende Club-Amateur hat ein großes Ziel

„Ich will unbedingt ins Profigeschäft!“ Gefragt nach seinem Ziel, hält Philipp Harlaß nicht hinter dem Berg. In der wahrscheinlich entscheidenden Saison für seine Karriere will der gerade 20-Jährige „durchstarten und schauen, was passiert.“ Seit 2007 ist er beim 1.FC Nürnberg und damit tatsächlich der dienstälteste Spieler im gesamten Verein. Dabei hatte der gebürtige Schwabacher die F-Jugend noch beim Erzrivalen in Fürth verbracht.

Beim 4:0-Sieg am Samstag über 1860 Rosenheim war Philipp Harlaß (rechts, gegen Pius Krätschmer) bester Mann auf dem Platz. 

 / © Zink

Behält Harlaß seine Form und seine Leistungen der noch jungen Regionalligasaison bei, dürfte er tatsächlich ein Kandidat für die erste Mannschaft sein. Drei Tore und eine Vorlage stehen nach vier Spielen zu Buche, und in allen Partien war Harlaß einer der Leistungsträger. Immer wieder riss er mit Läufen in die Zwischenräume und genauen Pässen Lücken in die gegnerischen Abwehrreihen. Genau diese Qualitäten lobte sein Trainer Reiner Geyer auch nach dem 4:0-Sieg am Samstag gegen Rosenheim, bei dem Harlaß bester Mann auf dem Platz war. Natürlich nicht ohne – wie er es immer macht – das Lob zu qualifizieren und nachzuschieben, dass er sogar noch Torchancen liegengelassen hat.

Es ist seine zweite Saison in der „U21“ des FCN; und er hat etwas gebraucht, um anzukommen im Herrenfußball, im Vorjahr kam er vor allem zu Kurzeinsätzen. „Ich brauche Spielpraxis, dann komme ich auch in Fahrt“, sagt er. Die bekam Harlaß im Vorjahr nur selten, spielte nur dreimal über die vollen 90 Minuten und musste oft auf dem Flügel, teilweise sogar als Rechtsverteidiger aushelfen. Doch seit dieser Saison ist er im 3-5-2 von Geyer auf der „Zehn“ gesetzt und bringt dort seine Stärken zum Tragen: „Ich fühle mich auf der Zehn einfach total wohl und spiele gern hinter den Spitzen“, erklärt er und fügt hinzu, dass der Wohlfühlfaktor in der Mannschaft in dieser Saison auch ganz besonders hoch ist.

Dass es bei den hohen Temperaturen der vergangenen Wochen nicht immer einfach ist, sich auf dem Platz wohlzufühlen, gibt Harlaß zu, aber „da muss man einfach den Kopf ausschalten und dann spielen“. Ob er die Taktik, mit der Hitze umzugehen, von seiner andalusischen Großmutter auf den Weg bekommen hat, ist nicht überliefert, wohl aber, dass sein madrilenischer Großvater ihn zum Fan von Real Madrid erzogen hat. „Dank meines Opas bin ich in eine Familie von Real-Fans hineingeboren. Mein Lieblingsspieler ist daher auch Isco. Der ist schon ein ähnlicher Spielertyp wie ich. Klein, wendig, passsicher.“ Bevor Isco bei Real Madrid spielte, spielte er beim FC Malaga, Harlaß’ zweitem Herzensverein in Spanien. Nach elf Jahren beim Club ist der FCN natürlich der Herzensverein in Deutschland, und nichts würde Harlaß besser gefallen, als sein Ziel Profigeschäft beim Club zu erreichen. 

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