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TSG Roth erholt sich gut von der Testspiel-Packung

Bezirksliga Süd 8. Spieltag, Samstag

Nach der 1:17-Abreibung gegen die Profis des 1. FC Nürnberg hat die TSG Roth im Tagesgeschäft "Bezirksliga" eine eindrucksvolle Reaktion gezeigt. Eindrucksvoll waren auch die deutlichen Siege des STV Deutenbach und insbesondere der SG Herrieden, die sage und schreibe 6:0 in Dinkelsbühl gewann.

Die TSG Roth (schwarze Trikots) mischt in einer engen Bezirksliga Süd derzeit oben mit.

 / © Salvatore Giurdanella

1:2 gegen Ansbach/Eyb, 0:2 gegen Woffenbach und jetzt 0:3 gegen Deutenbach. "Es läuft einfach nicht zu Hause", stellte Weißenburgs Trainer Markus Vierke nach dem Schlusspfiff treffend fest. Auch wenn dazwischen der 7:0-Kantersieg gegen Ornbau lag, kann er mit den Heimleistungen – und vor allem mit den Ergebnissen – seiner Truppe alles andere als zufrieden sein. "Die Cleverness hat diesmal gesiegt", befand der TSV-1860-Coach. Seine eigene Mannschaft habe zwar mehr Ballbesitz und optischen Vorteile gehabt. "Wir waren aber nicht effektiv." Das frühe 0:1 durch Lucas Leigeber habe Deutenbach "in die Karten gespielt". Der Gästespieler traf bereits nach 70 Sekunden als die Weißenburger Defensive noch Orientierung suchte. Danach nahm der TSV 1860 das Heft zwar in die Hand und drängte den STV zurück, doch heraus kam unterm Strich nur eine Chance für Max Pfann, der in der 35. Minute nach einem Dribbling am langen Eck vorbeizielte. Deutenbach war körperlich sehr präsent und bremste die Weißenburger Kombinationen im Zweifelsfall einfach mit Fouls. Nach dem Seitenwechsel waren die Hausherren vor allem nach Standards gefährlich. Dabei kam Tim Lotter zweimal in aussichtsreicher Position nicht richtig zum Abschluss, und auch ein Freistoß von Benjamin Weichselbaum verpuffte. In der 61. Minute dann schon die Vorentscheidung: Ein Rückpass brachte Jonas Herter unter Druck, der Keeper verlor den Ball an Timo Schwarz, der nur noch zum 0:2 einschieben musste. Der TSV 1860 wirkte konsterniert, hätte aber noch einmal für Spannung sorgen können: Nach Zuspiel von Markus Lehner feuerte der eingewechselte Robin Renner den Ball über die Latte (71.). Drei Minuten später machte Deutenbach alles klar: Nach einem Freistoß verlor Patrick Weglöhner den Zweikampf gegen seinen Kontrahenten, der den Ball nach innen spielte, wo Matthias Lödel frei und mühelos zum 0:3 eindrückte. Die von Markus Vierke erhoffte "Wiedergutmachung" für die treuen TSV-Zuschauer blieb also auf ganzer Linie aus. Die Weißenburger waren defensiv zu wacklig, luden förmlich zum Toreschießen ein und agierten offensiv ohne die nötige Durchschlagskraft – gerade bei den vielen Standards. Das war zu wenig, um eine kompakt stehende Deutenbacher Elf in Schwierigkeiten zu bringen. "Sie waren einfach abgebrühter als wir", sagte der TSV-Trainer auch mit Blick auf die Tatsache, dass bei seiner Mannschaft am Ende fünf Spieler auf dem Feld standen, die vorige Saison noch in der Kreisklasse oder in der U19-BOL gespielt haben. Uwe Mühling

Ohne sechs Stammspieler wollten die Sportfreunde durch eine kompakte Defensive zum Erfolg kommen. Die frühen Gegentore durch Holzschuh und Chalupnik machten den Plan prompt zunichte. Herrieden agierte durchweg mit Kontrolle und schraubte das Ergebnis gemächlich in die Höhe. Schiedsrichter Hegwein brachte durch einige diskutable Entscheidungen unnötig Unruhe auf den Platz, was den Ausgang der Partie aber kaum beeinflusste.

Nur zwei Tage nach dem Highlight gegen den 1. FC Nürnberg vor 2500 Zuschauern hieß es für Kicker der TSG an gleicher Stelle, wieder zur Normalität zurückzukehren. Doch wer vermutet hatte, dass die heftige 1:17-Packung gegen die Profis bei der jungen Truppe Nachwirkungen zeigen würde, wurde eines Besseren belehrt. Ebenso wie ihr Gegner hielt sie sich nicht lange mit Abtasten auf, sondern schaltete von Beginn an in den Angriffsmodus. In der sechsten Minute landete das Leder nach einem schönen Angriff zum ersten Mal im Ansbacher Netz, doch Schiedsrichter Tobias Müller, der mit der ausgeprochen fairen Partie überhaupt keine Probleme hatte, sah Torschütze Batuhan Tuluk im Abseits. Praktisch im Gegenzug köpfte Dominik Boden eine feine Flanke völlig freistehend zum 1:0 ein. Die Gastgeber zeigten sich nicht im geringsten beeindruckt und ließen postwendend das 1:1 folgen. Michi Böhm hatte sich, wie so oft in diesem Spiel, auf rechten Seite energisch durchgesetzt. Seine flache Hereingabe brauchte Patrick Trost, der nach langer Verletzungspause zum ersten Mal in dieser Saison in der Startformation stand und eine überzeugende Leistung ablieferte, nur noch einschieben. Es blieb für die nur rund 100 Zuschauer unterhaltsam. Die TSG-Kicker legten permanent den Vorwärtsgang ein, Ansbach setzte Nadelstiche. Bis zur Pause erspielten sich die Hausherren ein klares Chancenplus, unter anderem scheiterte Philipp Spießl mit einem Kopfball am Innenpfosten (34.). Unmittelbar vor dem Wechsel verhinderte Schlussmann Philipp Kellner gegen den frei vor ihm auftauchenden Boden den erneuten Rückstand für die TSG. In der 56. Minute brachte Kapitän Andreas Sejans den TSG-Anhang erneut zum jubeln. Nach einem gelungenen Freistoßtrick jagte er das Leder aus 16 Metern knallhart unter die Latte. Danach ging es wieder rauf und runter, wobei die Rother mehrmals die vorzeitige Entscheidung verpassten. Ihr Gegner brachte seine Möglichkeiten allerdings auch nicht erfolgreich zu Ende, so dass es bis in die Nachspielzeit hinein spannend blieb. Dann zog Böhm eine traumhafte Flanke an den langen Pfosten, wo Ibrahim Hassan das Leder volley mit der Innenseite ins lange Eck setzte. Der dritte Assist in diesem Spiel für den überragenden Böhm, und wie schon eine Woche zuvor in Berching sorgte Hassan in der Nachspielzeit für die Entscheidung. Insgesamt ein verdienter Sieg für Roth aufgrund der Mehrzahl an Torchancen in einem tollen Duell zweier spielstarker Mannschaften.

Marienstein erwischte einen Blitzstart und führte nach nur einer Minute dank dem Treffer von Steib mit 1:0, ehe Streller kurz darauf das zweite Tor nachlegte. Dann schlug die Stunde des Franz Geyer, der mit seinem lupenreinen Hattrick noch vor der Pause die Partie auf den Kopf stellte. Nach einer Stunde besorgte Schmelz gegen dezimierte Gäste noch den Ausgleich.

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