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Quelle Fürth mit glücklichem Dreier gegen starke Coburger

Landesliga Nordost 11. Spieltag, Samstag

Die SG Quelle Fürth ist mit dem glücklichen Heimsieg gegen den FC Coburg ins obere Mittelfeld der Liga geklettert. Für Großschwarzenlohe war indes Spitzenreiter Bamberg eine Nummer zu groß. Jubelschreie aus dem Tabellenkeller gab es dennoch, weil der TSV Kornburg sein Heimspiel gegen Selbitz gewann.

Dreier für Dambach: Die SG Quelle (in Blau) hat Coburg knapp mit 1:0 besiegt.

 / © Sportfoto Zink

SC Großschwarzenlohe gegen Tobias Ulbricht - so knapp könnte man den Vergleich der beiden Neulinge in der Landesliga Nordost zwischen dem FC Eintracht Bamberg und dem SC Großschwarzenlohe zusammenfassen. Ulbricht, in der Vorsaison noch in Diensten des Regionalligisten SpVgg Bayreuth und inzwischen Co-Trainer der Bamberger, sorgte im Alleingang für die Bamberger 3:0-Pausenführung. Am Ende stand es 4:0, was ein Stück weit auch den Tabellenstand der beiden Aufsteiger dokumentiert. Während die Bamberger die Tabelle anführen, rutschte des SCG nach dieser Niederlage auf den vorletzten Platz zurück. Doch die Gäste versteckten sich in den 90 Minuten beileibe nicht. Soner Uluca spielte den Ball in die Spitze auf Philip Spindler, der behauptete sich gut und zog aus 16 Metern ab - der Schlussmann lenkte das Leder aber um den Pfosten (2.). Der SCG spielte weiter mutig nach vorne. Wäre Spindler nicht am Trikot gehalten worden, es hätte eine gute Chance geben können. Markus Nerreter stand bei seinem Pfostentreffer aber knapp im Abseits. Dazwischen auch eine gute Chance für den Bamberger Renner, der Ball ging aber in die Wolken (16.). Zwei Minuten später bereits das 1:0: Nach einem Passe in die Gasse traf Ulbricht das erste Mal. Torwart Dominik Brunnhübner war noch dran, auch Lukas Urban konnte den Ball nicht mehr von der Linie kratzen. In der 29. Minute wehrte Brunnhübner gegen Großmann aus zehn Metern bravourös ab. Auch bei dessen zweiten Versuch in der 35. Minute war Brunnhübner dran, doch Ulbricht verwertete den Abstauber zum 2:0 (35.). In der Folgezeit hatten die Bamberger weitere Möglichkeiten, früh auf 3:0 zu stellen. Der Kopfball von Jessen ging über das Tor, dann verhinderte Brunnhübner gegen Jessen das Gegentor. In der 43. Minute wurde Spindler auf der rechten Seite geschickt, nach dessen flacher Hereingabe brachte Nerreter den Ball aus wenigen Metern gleich zwei Mal nicht im Tor unter. Das rächte sich prompt: Nachdem das Leder von der Grundlinie zurückgelegt worden war, brauchte Ulbricht nurmehr einzuschieben (44.). In der zweiten Hälfte war die Luft dann heraus aus dem Spiel. Dennoch war es Dominik Brunnhübner zu verdanken, dass es nicht zum Debakel wurde für die Gäste. Erst klärte er gegen Großmann (61.), dann gegen Schmittschmitt (65.). Ein Freistoß von Lahr aus 25 Metern strich auf der anderen Seite knapp am Tor vorbei. Dann wieder Brunnhübner im Mittelpunkt, der mehrfach weitere Gegentore verhindern musste. Am Bamberger 4:0 traf ihn keine Schuld. Nach krassem Fehlpass tauchte Großmann alleine vor ihm auf (81.). Schneider nach Zuspiel von Koricic scheiterte am Eintracht-Keeper (88.), ehe Scheuenstuhl gegen Hofmann klärte und so das sicher 0:5 verhindert (89.). Roland Jainta / Stefan Klopfer

Die SG Quelle Fürth kann einen knappen Sieg gegen den FC Coburg feiern, der aber aufgrund der zweiten Hälfte glücklich ist. In den ersten 45 Minuten allerdings war die Quelle das bestimmende Team und hätte das Spiel schon auf ihre Seite ziehen müssen. Da aber beste Chancen ausgelassen wurden, blieb es lange spannend. Die größte hatte Emre Uluca als er einen Nachschuss nicht im Tor unterbringen konnte. Zuvor hatten die Fürther gut über die linke Seite kombiniert, den scharfen Ball hatte Kevin Meyer durchgelassen und Christian Haag hätte schon diesen Ball verwerten können. Der Treffer war folgerichtig durch einen Standard gefallen. Dennis Reinholz hatte einen Freistoß auf Haag gebracht, der ins lange Eck einköpfte. Die zweite Halbzeit gehörte klar den Gästen, die beste Chancen liegen ließen. "Es lag an unserem unkonzentrieten und schlampigen Passspiel", sagte Quelle-Trainer Serdal Gündogan. Diesmal hatte die Quelle das nötige Quäntchen Glück, um den Dreier einzufahren.

Einen ganz wichtigen Sieg konnte der TSV Kornburg im Kampf um den Klassenerhalt gegen die SpVgg Selbitz feiern. Das goldene Tor erzielte Yanick Uschold erst zehn Minuten vor Schluss. Vor allem in der ersten Halbzeit hatten die Hausherren Glück, dass sie nicht in Rückstand geraten sind. Marcel Gebhardt schlug in der 11. Minute einen Freistoß gefährlich vors Tor. Der Kopfball ging knapp vorbei. Kurz darauf brachen die Gäste auf der rechten Seite durch. Im Durcheinander vor dem Tor konnten die Kornburger aber gerade noch klären. Die Selbitzer traten sehr aggressiv auf und versuchten den Spielaufbau des TSV zu verhindern, was über weite Strecken auch gelang. Dann allerdings war Uschold zur Stelle und erlöste seinen TSV, der damit wichtige Zähler im Abstiegskampf sammeln konnte.

Mit dem SV Friesen war der Baiersdorfer SV bei einem starken Gegner zu Gast. Die erste Hälfte war sehr ausgeglichen, ohne große Torgelegenheiten auf beiden Seiten. In den Durchgang zwei kam der BSV dann aber besser ins Spiel und hätte in der 52. Minute durch Kenan Ramic in Führung gehen können, der die Chance aber ausließ. Danach kam für die Baiersdorfer alles Negative zusammen. Zuerst spielte Philipp Eismann den Ball im Strafraum mit der Hand. Christian Brandt brachte den SV Friesen mit 1:0 in Führung. In der 71. Minute sah Nicolas Schwab nach einer Notbremse die Rote Karte. Die Baiersdorfer kämpften danach, um noch den Ausgleich zu erzielen. In der 77. Minute machte Robin Tögel dann den Deckel für die Friesener drauf. "Das war so ein Spiel, das der gewinnt der das erste Tor schießt", sagte Baiersdorfs Sportlicher Leiter Frank Ortloff, "und das war heute der SV Friesen".

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