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SpVgg Erlangen bringt Spitzenreiter Veitsbronn zu Fall

Bezirksliga Nord 8. Spieltag, Sonntag

Die SpVgg Erlangen surft derzeit auf einer Erfolgswelle. Am Sonntag musste sich sogar der ungeschlagene Spitzenreiter aus Veitsbronn der "Spieli" beugen. Einen richtig spektakulären Schlagabtausch lieferten sich Hüttenbach und Türkspor Nürnberg.

Enges Duell: Am Ende musste Veitsbronn (in Grün) die Punkte an die SpVgg Erlangen übergeben.

 / © Harald Sippel

Das Spiel begann sehr verhalten. Der ASV Fürth wirkte in der Anfangsphase ein bisschen aggressiver und man merkte, dass sie gewillt waren mindestens einen Zähler aus Gutenstetten zu entführen. In den ersten 30 Minuten spielte sich das Geschehen jedoch hauptsächlich im Mittelfeld ab. Dann verlor Gallo 35 Meter vor dem eigenen Tor an der Außenlinie das Leder an Dominik Wolf, der sofort sah, das Himmrich zu weit vorm Gehäuse stand und diesen sensationell aus dieser Entfernung überwand. Mit dem plötzlichen Rückstand tat sich der SVG noch schwerer gegen einen tiefstehenden ASV. Allerdings wurde es für die Fürther noch zweimal brenzlig, aber Lunz scheiterte am Außenpfosten und Schubert am guten Torhüter Manuel Döllfelder. Somit ging es in einer niveauarmen ersten Hälfte mit einem 1:0 für den ASV Fürth in die Kabinen. In der zweiten Hälfte hatte der SVG in der 49. Minuten die erste Möglichkeit, aber Reichel scheiterte wieder an Döllfelder. Im Gegenzug verlor wieder Gallo unnötig den Ball und der Pressschlag landete bei Melih Gecim, der plötzlich allein vor Himmrich stand und das Leder zum 2:0 einschob. In der 53. Minute erreichte ein langer Ball Dustin Lunz, der in den Strafraum eindrang und von Thorsten Klaski nur noch per Foul gestoppt werden konnte. Der hervorragende Leiter der Partie, Matthias Rehm (Seinsheim), entschied sofort auf Strafstoß und Wellhöfer verwandelte sicher zum Anschlusstreffer. In der 70. Minute fast das 3:1. Melih Gecim setze sich schön über links durch und zog ab. Himmrich konnte den scharfen Schuss nur abklatschen lassen, aber dann behinderten sich die ASV'ler selbst, so dass Büyüknisan nicht einschieben konnte. Der schönste Spielzug des Spiels in der 73. Minute: Reichel verlagerte schnell die Seite auf Brütting und dessen maßgenaue Flanke erreichte Zagorcic, der das Spielgerät zum Ausgleich in die Maschen wuchtete. Der SVG drückte weiter aufs Tempo und wurde in der 85. Minute belohnt. Der eingewechselte Tobias Guter kam im Strafraum an den Ball, brachte ihn hoch ins Zentrum und Fabian Schubert, umringt von drei Mann, schraubte sich giraffenartig hoch und nickte zur vielumjubelten Führung ins kurze Eck ein. Der ASV probierte es zum Schluss mit der Brechstange, aber die Moral des SVG siegte am heutigen Tage.

Die wiedererstarkte "Spieli" bringt dem ASV Veitsbronn die erste Saisonniederlage bei. Die SpVgg begann überlegen, die Gäste beschränkten sich auf die Defensive. Nach einer Viertelstunde mussten die Gastgeber verletzungsbedingt wechseln. Spielmacher Dominik Beier wurde durch Andre Karius ersetzt. Die "Spieli" beherrschte weitestgehend die Partie, konnte aber einige Torchancen nicht nutzen. Yannick Diederichs scheiterte am glänzend reagierenden Keeper Christian Krause. Kay Zollhöfer zielte mit seinem Schuss etwas zu hoch. Einen Konter über Daniel Benkert konnte die Verteidigung bereinigen. Somit ging es torlos in die Pause. Nach dem Seitenwechsel wurde Veitsbronn aktiver. Dies wurde von den Gastgebern sofort bestraft. Julian Frommherz fasste sich aus 30 Metern ein Herz und hämmerte den Ball in den Winkel zum 1:0. Ein Traumtor. Nach einer Stunde hatte Daniel Diller die Chance auf 2:0, schoss aber den auf der Linie stehenden Verteidiger an. Wenige Minuten später rächte sich das. Eine Unachtsamkeit in der Defensive nutzte Christian Niedermeier zum 1:1 Ausgleich. Als sich Veitsbronn schon mit dem Punkt schon zufrieden zu geben schien, schlug die "Spieli" noch einmal zu. Nach einem Eckball wuchtete Marius Döhler das Spielgerät in den Winkel zum umjubelten 2:1. Während die Müller-Elf den dritten Sieg in Folge feiern konnte, musste der ASV erstmals Punkte abgeben.

Die Jungs von Turgay Karali begannen gewohnt ballsicher. Im ersten Durchgang konnte sich Cagri zwei hundertprozentige Torchancen erarbeiten, diese aber nicht nutzen. Der Gast aus Neunkirchen beschränkte sich zunächst auf eine gute Defensive, was in Halbzeit eins auch meist gelang. Die Heimelf drückte mit Zunahme der Spielzeit weiter auf die Führung, konnte diese aber nicht erzielen. Der TSV verteidigte mit Mann und Maus und somit ging es ohne Tore in die Halbzeitpause. Auch im zweiten Abschnitt beherrschte Cagrispor das Geschehen, fand nach vorne aber keine Lösung. Eine Flanke von der rechten Seite bescherte den Gastgebern den lang ersehnten Erfolg. Vor dem einschussbereiten Joel Teukam Noumessi grätschte der Verteidiger den Ball ins eigene Gehäuse zum 1:0. Neunkirchen versuchte noch einmal in die Partie zurück zu finden, doch die Cagri-Defensive hielt bis zum Schluss stand.

Effiziente Weisendorfer entführen aus Buckenhofen drei Punkte. Während sich die Heimelf mit dem Kopf noch in den Katakomben befand, schlug der Gast aus Weisendorf eiskalt zu. Bereits nach zwei Minuten konnte Manuel Wild die Führung für den ASV besorgen. Fünf Minuten waren gespielt, als Julian Hendel auf 2:0 stellte. Doch damit nicht genug. Erneut Wild war es, der nach sieben gespielten Minuten auf 3:0 für seine Farben erhöhte. Drei Möglichkeiten, drei Tore. Der ASV nutzte ihre Chance eiskalt. Die "Buckis" mussten sich erstmal schütteln, bevor sie aktiv wurden. Doch ein Torerfolg war ihnen erstmal nicht vergönnt. So waren es wieder die Gäste, die ihre wenigen Gelegenheiten nutzten. Nach 25 Minuten erzielte Wild seinen dritten Treffer des Tages und stellte auf 4:0. Das Spiel war nun bereits entschieden. Weisendorf stand hinten gewohnt sicher und ließ nur wenig zu. So dauerte es über eine Stunde bis die Wolff-Elf zum Torerfolg kommen konnte. Philipp Hoffmann stellte auf 1:4. Mehr war an diesen Tag für den SVB aber nicht mehr drin. Somit schließt Weisendorf nach Punkten zu Buckenhofen auf.

Die rund 200 Zuschauer in Hüttenbach bekamen ein torreiches Spiel zu sehen. Zwanzig Minuten waren es auf der Uhr, als Sezer Bantak nach Balleroberung aus spitzem Winkel zum 1:0 für Türkspor traf. Kurz vor der Pause konnten die Gastgeber ausgleichen. Der aktive Julius Reutter bediente Torjäger Matthias Gruner, der den Ausgleich besorgte. Als alle mit einem Unentschieden zur Pause rechneten, schlugen die Gäste nochmal zu. Ein traumhafter Freistoß von Osman Güngor schlug in den Maschen zum 2:1 für Türkspor ein. Der Schiedsrichter pfiff die Partie erst gar nicht mehr an. Hüttenbach hatte in der Pause Zeit, um sich zu schütteln und das tat scheinbar auch. In der 50. Minute war es erneut Reutter, der den Ausgleich einleitete. Er bediente Julian Schramm, der vor dem Tor cool blieb und das 2:2 erzielte. Nur drei Minuten später war es Torjäger Gruner der das Spiel zum 3:2 drehte. Mehmet Sögütlü erzielte nach einer Stunde vom Elfmeterpunkt den 3:3-Ausgleich. Vorausgegangen war ein zumindest fragwürdiges Foul im Sechzehner. Im direkten Gegenzug zeigte der Schiedsrichter erneut auf den Punkt. Auch hierbei schien die Sache nicht ganz klar. Matthias Gruner nahm sich der Sache an, scheiterte jedoch am starken Reflex von Keeper Fatih Özcan. Zehn Minuten später machte Gruner es aus dem Spiel heraus besser und erzielte das 4:3. Julius Reutter belohnte sich für sein starkes Spiel dann noch selbst, als er die Vorentscheidung zum 5:3 herstellte. Den Schlusspunkt einer starken zweiten Hälfte der Hüttenbacher setzte Stefan Gruner zum 6:3. Eine starke zweite Halbzeit bescherte Hüttenbach die erst drei Punkte zu Hause.

Einen souveränen Sieg mit 4:1 konnte der FC Kalchreuth auf der heimischen Alm gegen Diepersdorf einfahren. Dabei verpasste es der FCK sowohl in Halbzeit eins wie auch im zweiten Durchgang einen Kantersieg zu verbuchen. Ungewöhnlich für die Heimelf war lediglich der erste Treffer nach zehn Minuten, welcher nach einem Diepersdorfer Eckball blitzsauber per Konter über Lars Mehlig eingeleitet und von Ermin Kojic vollstreckt wurde. Das 2:0 per Kopf durch Leon Siefert nach einem Giering-Freistoß war nach 20 Minuten hochverdient. Leon Siefert hätte drei Minuten später schon alles klar machen können, schob den Ball jedoch am Tor vorbei. Daniel Arapoglu zögerte 16 Meter frei vor dem Gästegehäuse einen Moment zu lange und konnte noch geblockt werden. Völlig überraschend dann der Diepersdorfer Anschlusstreffer. Daniel Wolf verlängert mit dem Hinterkopf einen Eckball ins Netz des FCK. Aber die Almkicker ließen sich an diesem Tag nicht beirren und nutzten wieder und wieder die Freiräume in der gegnerischen Defensive. Lars Mehlig donnerte seinen Abschluss frei vor dem Tor noch deutlich drüber. Tobias Gressel machte es kurz darauf besser als er nach einem Einwurf plötzlich unbedrängt zum 3:1 einnetzen konnte. Sofort nach Wiederanpfiff sorgte erneut Tobias Gressel mit einem abgefälschten Schuss für die Entscheidung. Dem FCK fehlte in der Folge die notwendige Konzentration um das Ergebnis in die Höhe zu schrauben. Die einzige Gästechance durch den eingewechselten Philip Lahner vereitelte Keeper Lukas Mehlig stark im Eins-gegen-eins. Für die Dörsch-Elf, der den abwesenden Joao Oliveira vertrat, vergaben Leon Siefert, Daniel Arapoglu und Markus Giering noch erstklassige Chancen. So reist der FCK mit breiter Brust am kommenden Samstag zum Tabellennachbarn Hersbruck, wo es aus der Vorsaison noch etwas gutzumachen gilt.

Eine starke Hersbrucker-Elf holt die drei Punkte im Nürnberger Norden. Michael Mertel brachte die Gäste nach 20 Minuten in Führung. BaKi-Stürmer Patrick Polster konnte wenige Augenblicke später den Ausgleich erzielen. Doch dieses Ergebnis hielt ebenfalls nicht lange, da Alexander Brüx den Ball in die Maschen zum 2:1 für Hersbruck drosch. Nach einer halben Stunde musste BaKi-Kapitän Mike Meyer verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Wegen des Sanitätsdienst verzögerte sich der Anpfiff zur zweiten Hälfte. Hersbruck zeigte sich kampfstark und aggressiv und drängte auf den nächsten Treffer. Rene Bongers verwandelte einen Strafstoß zum 3:1. BaKi warf alles in die Waagschale, konnte gegen einen starken Gegner aber nicht mehr zum Torerfolg kommen. So war es der eingewechselte Daniel Leitenbacher, der den 4:1 Endstand besorgte. BaKi muss seine Punkte gegen andere Teams holen. Die Top-Drei haben sie nun hinter sich.

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