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Die Topteams schwächeln: Eigentor besiegelt erste Woffenbach-Pleite in Dittenheim

Bezirksliga Süd 8. Spieltag, Sonntag

Der BSC Woffenbach musste in Dittenheim die erste Saisonniederlage einstecken, bleibt jedoch Spitzenreiter, weil auch die Verfolger nur remis spielten. Der TSV Burgfarrnbach teilte sich die Punkte im Derby mit dem ASV Zirndorf. Der SV Wettelsheim erkämpfte sich nach 0:2-Rückstand in Holzheim noch einen Zähler. Komplett leer ging der TSV Greding aus, der sein Heimspiel gegen den SV Ornbau in den Sand setzte. Zwischen dem SV Mosbach und dem TSV Freystadt gab es ebenfalls keinen Sieger - 3:3.

Burgfarrnbachs Luca Schlump (links) landet einen Volltreffer - aber leider nicht ins Zirndorfer Tor, sondern in Christian Schleupners Gesicht.

 / © Sportfoto Zink / W.Zink

Weder der TSV Burgfarrnbach noch der ASV Zirndorf konnte drei Punkte aus dem rassigen Derby mit nach Hause nehmen. Nachdem die Gäste aus Zirndorf besser in das Spiel gekommen waren, war es Dominik Cortus, der die Zirndorfer in Führung brachte. Sie beherrschten nun das Spiel und drängten die Hausherren tiefer in ihre eigene Hälfte. Doch zehn Minuten nach der Führung stellte Oliver Brauner den Spielstand auf 1:1. So blieb es bis zur Pause. Im Gegensatz zur ersten Hälfte waren die Hausherren nun spielbestimmend. Sie kassierten aber in der 56. Minute eine berechtigte Gelb-Rote Karte. Tobias Dorsch war wegen wiederholten Foulspiels in die Kabine geschickt worden. Da die Partie von da an sehr zerfahren war, konnte keine der beiden Mannschaften noch ein Tor erzielen. Jan Schmidt

Der FV Dittenheim bleibt auf heimischem Geläuf in der Erfolgsspur. Vor zwei Wochen stürzte die Mannschaft von Trainer Martin Huber den ESV Ansbach/Eyb von der Tabellenspitze (2:1), es folgte ein 2:0-Erfolg gegen Marienstein in der Englischen Woche und am Sonntag musste der Spitzenreiter aus Woffenbach seine erste Saisonniederlage in „Dittna“ hinnehmen. Zwar ließ der Aufsteiger schon erkennen, warum er bislang so erfolgreich durch die Saison gekommen war, doch der FV gewann am Ende ob seiner gesunden Einstellung nicht unverdient. Die Gastgeber bestimmten zunächst die Partie, doch die großen Möglichkeiten blieben aus. Der ersatzgeschwächte BSC fand nach einer halben Stunde ins Geschehen und hätte auch in Führung gehen können. Zweimal trat Leon Gümpelein zum Freistoß aus rund 20 Metern an, zweimal parierte André Ballenberger sehenswert (42., 49.). Kurz darauf schoss Manuel Wastl nur knapp drüber (53.). Die große Gelegenheit zur Führung bot sich Dittenheim nach einer Stunde, Thomas Selz eilte alleine auf das Woffenbacher Tor zu, überlupfte Torhüter Lukas Rackl, doch ein BSC’ler kratzte den Ball noch von der Torlinie (63.). Die Hausherren waren nun am Drücker und wurden für ihr Engagement belohnt, wenngleich sie die Hilfe der Oberpfälzer benötigten. Der kurz zuvor eingewechselte Sascha Nebert brachte den Ball von der Grundlinie aus scharf nach innen, wo ihn Jan Lugert unglücklich über die eigene Torlinie bugsierte. Woffenbach probierte es in der Schlussphase noch einmal, doch Dittenheim stemmte sich erfolgreich dagegen.

Holzheim stach schon Sekunden nach Anpfiff, als FCH-Stürmer Atakan Aksoy den Wettelsheimer Torwart Christoph Zwar zur Führung überwand (1.). Bis zur Pause sollten keine weiteren Tore mehr fallen. Ebenfalls früh nach der Pause zeigte Holzheims Kapitän Sebastian Schön sein fußballerisches Können und erzielte das umjubelte 2:0 für die Kicker vom Kanal (55.). Nach den beiden letzten Niederlagen, in denen der FC Holzheim jeweils ohne eigenes Tor vom Feld trabte, war dies schon ein wenig Balsam auf die Seele. Das Spiel war jedoch noch lange nicht entschieden, Wettelsheim hatte noch Zeit für ein Comeback in dem interessantem Duell. Keine zwei Minuten nach dem Schön-Treffer erzielte Julian Dürnberger den Anschluss für den SVW. Holzheim wankte, man zitterte sich durch die Partie, denn die Gäste wurden immer stärker. Auch die Selbsteinwechslung des Spielertrainers Vahan Yelegen half den Holzheimern nicht, die in der 87. Minute noch den Ausgleich von Florian Bunz schlucken mussten. fha

Mit Rückenwind aus dem Heimsieg gegen Dinkelsbühl reisten die Freystädter zum Schlusslicht nach Mosbach. Es sollte kein Spaziergang für die Elf von Trainer Jürgen Schmid werden. Zwar gingen die Freystädter durch Andreas Forster früh in Führung (7.), jedoch drehten die Mosbacher Torjäger Marcus Baumann (8.) und Tom Wassermann (18.) mit ihren Treffern die Partie in lediglich zehn Minuten. Ein flotter Beginn der Partie, die mit dem Stafstoßtor durch Mario Forster (27.) gleich noch das vierte Tor und den Ausgleich für Freystadt bereithielt. Dann sollte die Partie ein wenig abflachen, die Heimelf war jedoch die etwas gefährlichere Mannschaft. In der 70. Minute erzielte Mosbachs Joker Waldemar Prizkau die erneute Führung für den SV Mosbach, doch auch diese hatte nicht lange Bestand. Wieder glich Mario Forster für seine Farben vom Elfmeterpunkt aus (77.). In einer hitzigen Schlussphase flog dann der Freystädter Doppeltorschütze Mario Forster vom Platz, nachdem er sich zwei Gelbe Karten in den letzten zehn Minuten einhandelte. Die letzten Bemühungen der Hausherren blieben umsonst, Freystadt entführte etwas glücklich einen Punkt aus Mittelfranken. fha

Ornbau verschlief die Anfangsphase und lag deshalb nach neun Minuten durch ein Gegentor von TSV-Spielertrainer Christoph Biedermann mit 0:1 zurück. Was wohl ein Weckruf für die Gäste war, fortan waren sie die bessere Mannschaft, gingen aber zu großzügig mit ihren vorhandenen Chancen um. Lediglich Torjäger Andreas Engelhardt traf zum 1:1. Mit dem Pausenpfiff schätzte U19-Torwart Lukas Halt einen Flanke falsch ein, Fabian Wolfsteiner bedankte sich mit dem 2:1 für Greding. Nach Wiederanpfiff fand der SVO besser ins Geschehen und traf zur Freude von Trainer Marco Meier nach einstudierten Standards zum 2:2 und 3:2. Abwehrspieler Raul Crisan war jeweils erfolgreich (48., 60.), einmal per Kopf, einmal nach einem Abpraller. Die Gastgeber drängten in der verbleibenden Spielzeit auf den Ausgleich und drückten die Altmühlstädter in die Defensive, aus der sich diese kaum noch befreien konnten. So hatte Ornbau Glück bei einem Pfostenschuss. Doch die Meier-Elf hielt mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung dagegen und gewann deshalb nicht unverdient.

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