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Der SV Seligenporten sucht händeringend einen Abteilungsleiter

Jahresversammlung der Fußballabteilung

Die Fußballer des SV Seligenporten bleiben ohne Abteilungsleiter. Auch sonst lief nicht alles rund im vergangenen Jahr, wie der scheidende Abteilungsleiter Horst Rödel auf der Jahresversammlung berichtete.

Karl-Heinz Tischer (links) übernimmt kommissarisch das Amt von Horst Rödel.

 / © Hable

Die Wahl eines neuen Abteilungsleiters wurde im Einvernehmen auf ungewisse Zeit vertagt. Denn von den potenziellen Kandidaten waren nicht alle anwesend im Sportheim der Klosterer. Man einigte sich auf einen externen Infoabend für die möglichen Nachfolger in den nächsten Wochen, um diese in die Aufgaben des Amtes einzuweisen. Bis dahin führt der bisherige Stellvertreter Karl-Heinz Tischer das vakante Amt kommissarisch fort.

„Ich habe das Amt im letzten Sommer übernommen und wollte Ruhe in die Fußballabteilung bringen, dies ist mir nicht gelungen“, sagte der scheidende Fußballabteilungsleiter Horst Rödel. Und noch ein negativer Punkt prägte das abgelaufene Sportjahr: Die Abmeldung der zweiten Mannschaft. „Nun fehlt der Unterbau für die erste Mannschaft“, bedauerte Rödel.

Dann kam er auf die erste Mannschaft zu sprechen. „Da lief es auch nicht gut“, unterstrich Rödel, zwar habe man sich vor mehr als einem Jahr noch dank zweier starken Leistungen in der Relegation in der Liga halten können, doch trotzdem habe man das „Pech gehabt, dass die meisten Spieler den Verein verlassen haben, die wir nicht ersetzen konnten“.

Ab diesem Sommer spielt der SV Seligenporten in der Bayernliga Nord, wofür wir „einen totalen Neuaufbau machen mussten“, so Rödel. Über 14 Spieler haben den Klub verlassen und auch Trainer Roger Prinzen habe man „schweren Herzens gehen lassen“. So wie es momentan aussieht, hat sich die Mannschaft gefunden. Seit acht Spielen ist die Mannschaft nun nicht mehr besiegt worden, befreite sich zuletzt aus den unteren Tabellengefilden.

Regionalliga ist „Wahnsinn“

Der Geschäftsführer der SVS-Fußball- GmbH Walter Eisl betonte nochmals die Wichtigkeit der Ausgliederung der ersten Mannschaft in eine GmbH. „Dies war und ist der richtige Weg“, sagte Eisl, der im Übrigen nicht unfroh darüber ist, den SVS in der Bayernliga zu sehen. „Die Regionalliga ist ein Wahnsinn von den Regularien her. Die zwei, drei Jahre Bayernliga schaden nicht für die Leute hier, die am Anschlag waren.“ Auch in der GmbH wolle Eisl „zeitig reagieren“, und nannte mit dem kommissarischen Abteilungsleiter Karl-Heinz Tischer einen möglichen zukünftigen zweiten Geschäftsführer.

„Um zu versuchen, die Sachen aufzuteilen“, so Walter Eisl. Nicht in der GmbH, sondern im Verein sieht Eisl ein leidiges Problem: „Die Aufgaben müssen generell auf mehr Schultern verteilt werden, es seien immer die gleichen Leute, die sich engagieren.“ Er appellierte an die Jugend, Aufgaben und Ämter zu übernehmen.

Zweite macht dem SVS Spaß

Bei all dieser Negativität ließ Rödel auch Positives verlauten: „Recht herzlich möchte ich mich für die gute Zusammenarbeit mit dem STV Deutenbach bedanken“, was der anwesende B-Jugend Trainer Udo Mönius an die Vorstandschaft des STV ausrichten solle. Ebenfalls positiv hob Rödel die vereinseigene Jugendarbeit hervor. Heuer gibt es laut Jugendleiter Herbert Lauterkorn wieder einen G-Jugend-Betrieb, eine F-Jugend, zwei E-Jugenden, eine D-Jugendmannschaft, sowie eine C-Jugendmannschaft. Die letzte Saison habe man ein D-Jugend-Turnier im Rahmen der Hallenmasters in der Pyrbaumer Mehrzweckhalle organisiert, mit Eund F-Jugend wieder beim verregneten „Ägdschn-Fest“ des SVS teilgenommen und natürlich vorher organisiert. Im Zusammenhang mit der Jugendarbeit durfte natürlich auch nicht eine kurze Rückschau von der Leiterin des SVS-Torwartcamps Ela Matei fehlen. 2017/18 habe sie 16 Torhüter in drei, vier Einheiten pro Woche trainiert. Beim Torwart-Camp am zu Ende gegangenen Wochenende haben 19 Kinder teilgenommen. „Das Camp wird in der Umgebung gut angenommen und der SVS dadurch publik gemacht“, verkündete Matei.

„Top trainiert und fit gemacht“ hat der neue Trainer laut Horst Rödel die neu formierte zweite Herrenmannschaft in der B-Klasse Neumarkt/Jura 2, Daniel Oberprieler. Zur aktuellen Saison äußerte sich Tischer kurz und bündig: „Es macht Spaß die Zweite kicken zu sehen, weiter so.“ Die mit einigen Jugendspielern und Rückkehrer Oberprieler verstärkte Elf steht an der Tabellenspitze der B-Klasse, mit vier Siegen aus vier Spielen, in denen man 20 Tore erzielte.

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