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Es ist vollbracht: Aufkirchen feiert seinen ersten Sieg

Landesliga Nordwest 12. Spieltag

Nach wochenlangem Warten hat der SC Aufkirchen am Sonntag in Röllbach seinen ersten Landesliga-Sieg in der Vereinsgeschichte gefeiert. Für Feuchtwangen gab es beim Tabellenführer SV Euerbach/Kützberg hingegen nichts zu holen.

Kleiner Wermutstropfen eines erfolgreichen Aufkirchener Nachmittags: Stefan Herzog musste mit einer Oberschenkelverletzung raus.

 / © Sportfoto Zink

Gleich nach wenigen Sekunden brannte es lichterloh bei Aufkirchen. Ein weiter Ball aus der Röllbacher Hälfte landete im Strafraum, wo Joseph Thompson die Kugel auf die Oberkante der Latte hob. Auch danach legten die Hausherren den Vorwärtsgang ein und kamen in aussichtsreiche Schusspositionen. Nach rund zehn Minuten schaffte es der SCA seine Reihen zu schließen. Nach einigen schwungvollen Entlastungsangriffen, die aber nicht die richtig große Gefahr brachten, war es in der 22. Minute soweit: Nach einer Ecke kam Sebastian Beck an den Ball und brachte Aufkirchen mit 1:0 in Führung. Der Treffer gab dem Tabellenletzten Auftrieb, nach gut einer halben Stunde strich ein Schuss von Jochen Egner nur Zentimeter am Tor vorbei, Simon Babel hatte vorher den Ball gut im Mittelfeld erobert und sofort den Tempogegenstoß eingeleitet. Doch einen Rückschlag gab es auch für Aufkirchen: Stefan Herzog fasste sich nach einem Konter an den Oberschenkel und musste verletzt ausgewechselt werden. Nach dem Seitenwechsel schlug Röllbach mit gleichen Mitteln zurück: Im Anschluss an eine Ecke glich Nicolai Kuhn für die Unterfranken aus (51.). Aber der nicht gerade von Erfolgserlebnissen gesegnete SCA bewies erstaunliche Nehmerqualitäten: Kurz nach dem Ausgleich wurde Simon Babel mit einem Flachpass am linken Strafraumeck schön freigespielt und Babel setzte die Kugel mit einem platzierten Linksschuss zur erneuten Gästeführung ins Netz (54.). Die Hoffnung auf den ersten Sieg in der Landesliga-Geschichte bekam im Aufkirchener Lager weitere Nahrung, als Röllbachs Björn Erhart in Minute 66 nach einem überharten Einsteigen im Mittelfeld die Gelb-Rote Karte sah. Der Ball lief jetzt gut durch die Reihen der Gäste, Röllbach wirkte ratlos. Ab Beginn der Schlussviertelstunde schien sich bei Aufkirchen ein wenig das Gefühl breitzumachen, jetzt doch etwas verlieren zu können. Die Mannen von Josef Pelczer ließen sich trotz Überzahl manches Mal in die Defensive drängen. Aber dann wurde doch noch alles gut: Einen Konter verwandelte Steffen Schöllhammer frei vor TuS-Keeper Tarik Hurem zum 3:1 (85.). Aufkirchen hätte in der 89. Minute sogar noch einen draufsetzen können, Hurem hielt allerdings einen Foulelfmeter der Hesselberger. Kurz danach war er nach wochenlangem Warten dennoch perfekt, der erste Landesliga-Sieg in der Geschichte des SC Aufkirchen. stw

Der TuS versteckte sich beim Tabellenführer nicht und suchte durchaus die Offensivaktionen. Auch wenn die Heimelf in Durchgang eins mehr vom Spiel hatte, boten sich dem TuS in Umschaltsituationen immer wieder Räume und damit Gelegenheiten. Im geordneten Spielaufbau tat sich Feuchtwangen aber schwer, da die Heimelf konsequent presste. Aber auch Euerbach fiel gegen ordentlich stehende Gäste nichts Zwingendes ein. Selbst einen Strafstoß konnte die Heimelf nicht nutzen: Beck kam im Strafraum gegen seinen Gegenspieler zu spät, Deeg aber bügelte den Fehler seines Kapitäns wieder aus und fischte den Elfmeter von Popa aus dem Eck. Weil ein weiterer Euerbacher Versuch von Pitter aus guter Position kurz vor der Pause geblockt wurde, ging es torlos in die Kabine. Nach Wiederanpfiff zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild, die Heimelf war aktiver und ballsicherer, der Gast lauerte auf Konter, agierte aber zu ungenau bei selbigen. Es musste eine Ecke her, um der Heimelf die Führung zu bescheren. Heinisch war vor Beck am Ball und nickte aus kurzer Distanz zum 1:0 ein. Der TuS aber reagierte, hatte im Anschluss erst noch Pech bei einer Doppelchance, kurz darauf jubelte Feuchtwangen aber doch über den Ausgleich von Goalgetter Reichert: Er traf aus der Drehung. Es folgte die stärkste Phase der Gäste, die bei einem Seyler-Freistoß und einem weiteren Konter durchaus in Führung hätten gehen können, aber auch die Heimelf bekam nun mehr Räume und dadurch Gelegenheiten. So wog die Partie hin und her, bis die Heimelf den Lucky-Punch setzen konnte: Pitter zog in die Mitte, sein ohne viel Wucht geschossener Ball landete abgefälscht am etwas verdutzt wirkenden Deeg vorbei im Eck. In der Restzeit mühte sich Feuchtwangen vergeblich um den Ausgleich – Chancen dazu waren da, weil auch die Heimelf auf den dritten Treffer ging und selbst gute Gelegenheiten liegenließ. Dennoch: Ein Punkt wäre an diesem Tag nicht unverdient gewesen für die Meier-Elf. jam

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