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SV Seligenporten
FC Memmingen
15.
30.
45.
60.
75.
90.

 Kareth-Lappersdorf, FC Augsburg II und Würzburger FV. So hießen die Gegner im Pokalwettbewerb in der Saison 2006/07. Jeweils ohne Gegen­tor schaltete man diese Kontrahenten aus und sicherte sich am Ende als Lan­desligist mit einem 1:0-Sieg gegen den Würzburger FV schon fast sensatio­nell den Totopokal. Belohnung für diese Energieleis­tung war das DFB-Pokalspiel des SV Seligenporten gegen die Arminia Bie­lefeld. Dieses ging zwar damals mit 0:2 verloren, doch vergessen ist dieses Ereignis beim SV Seligenporten sicherlich nicht. Wieder träumen darf man im Klos­ter auch dieses Jahr, da der SVS in die­ser Spielzeit bereits unter die besten acht Mannschaften Bayerns eingezo­gen ist. Der heutige Kontrahent Mem­mingen musste schon den ambitionier­ten Bayernligisten TSV Schwabmün­chen und den spielstarken Regionalli­garivalen FV Illertissen aus dem Ren­nen kegeln. SVS-Übungsleiter Roger Prinzen sieht das als Bestätigung für eine star­ke Regionalliga Bayern: „Das zeigt, wie gut und ausgeglichen die Liga ist. Die Siege gegen die Drittligissten spre­chen für die Liga, aber auch für uns. Wir haben ja auch gegen Bayreuth, Nürnberg II, Sechzig und Schwein­furt unsere Punkte geholt.“ Memmingen steht in der Regionalli­gatabelle hinter dem SV Seligenpor­ten. Vor noch nicht allzu langer Zeit, Ende September, wechselte man beim FCM den Trainer und entließ den bis­herigen Erfolgscoach Stefan Anderl – mit ihm war der Schwung irgendwie raus. Der bisherige sportliche Leiter Bernd Kunze erklärte sich bereit, das Amt bis zur Winterpause interimsweise zu übernehmen und die Mannschaft des FC Memmingen wie­der in die richtige Spur zu manö­vrieren.


„Memmingen hat eine weitere Aus­wärtsreise, die uns Gott sei Dank erspart geblieben ist. Wir müssen vor allem robust dagegenhalten und einen Mittelweg zwischen konstruktivem Fußball und Zweikämpfe annehmen, finden“, sagt Prinzen, der vor seiner Mannschaft den Hut zieht nach dem Spiel in Eichstätt. „Wie die Mannschaft die Aufgabe angenommen hat, das zeigt die Moral des Teams eindrucksvoll. Unser Matchplan ist nach drei Minuten zunichte gegangen. Trotzdem hat die Mannschaft das Notwendigste gemacht und sich einen Punkt erkämpft.“ Im Zusammenhang mit dem Gast­spiel in Eichstätt sprach Prinzen auch von einer „bitteren Fehlentschei­dung“, als SVS-Verteidiger Pascal Schärtel den Ball in der dritten Minu­te anscheinend per Hand abgewehrt hatte. Prinzen klärte auf: „Pascal hat den Ball nicht an die Hand bekom­men. Er hat mir sogar den Abdruck auf dem Oberkörper gezeigt. Nicht der Schiedsrichter, sondern der Lini­enrichter hat die Entscheidung aus einer großen Distanz getroffen“, hegte Prinzen Zweifel an der Szenenbewer­tung des Assistenten.


Sei‘s drum. Die englische Woche inklusive der Doppelbelastung kommt vielleicht nicht zum günstigs­ten Zeitpunkt für die Hausherren, doch jammern hilft nichts. Spannend wird sein, welche Elf SVS-Coach Roger Prinzen aufs Feld schickt und ob die Kraft bei den Akteuren für wei­tere 90 Minuten hält. Für den SVS offenbar kein Problem, spricht Prin­zen doch von einem „sehr gutem Kon­kurrenzkampf, bei dem sich alle gegenseitig fordern und zu Hochleis­tungen pushen“. Die Bilanz spricht für den FC Mem­mingen. Vierzehn Duelle gab es bis­her, neun davon gewannen die Allgäu­er, der SVS nur vier. Im Pokal maßen sich die beiden Teams erst einmal, als der FC Memmingen im Elfmeterschie­ßen gewann. In der Regionalliga gab es bereits das Duell in dieser Saison, der FCM siegte mit 4:2. Roger Prinzen sinnt nicht nach Revanche, stellt jedoch fest: „Von damals bis jetzt haben wir uns weiterentwickelt und es hat sich viel verändert.“ Ausfälle hat er keine zu beklagen. Es bleibt abzuwarten, ob sich der SVS dem FC Memmingen mit den rich­tigen Mitteln zurechtlegt. Eins ist sicher: Der Traum vom erneuten Pokalsieg lebt wieder auf.