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Schwabach holt spätes Derby-Remis

Kreisliga Nord 8. Spieltag

Die Wechselspiele in der Spitzengruppe der Kreisliga NM/Jura Nord gehen in eine neue Runde. Lediglich Tabellenführer 1. FC Deining blieb konstant. Dahinter wurden die Plätze wieder ordentlich gemischt. Während den „Hembis“ im Duell bei der DJK Schwabach in den Schlussminuten noch zwei Punkte durch die Lappen gingen, war das Gastspiel der Katzwanger in Rasch trotz ohne Punkte zu Ende gegangen. Überhaupt fielen die entscheidenden Treffer an diesem Spieltag erst in der Schlussphase. So auch bei Spitzenreiter FC Deining, der den 4:3-Siegtreffer in Postbauer in der 89. Minute erzielte. Entspannter liefen dafür die Begegnungen am Samstag: Der FC Wendelstein bezwang den BSC Woffenbach mit 4:1. Das 0:2 der Kornburger „Zweiten“ in Winkelhaid stand nach knapp einer Stunde fest.

Schwabach (am Boden) holte ein spätes Remis.

 / © Schmitt

Der FC Wendelstein setzte gegen den Bezirksligaabsteiger aus Woffenbach seinen Aufwärtstrend fort. Bereits in der vierten Minute gelang Sekulic nach Vorarbeit von Jonas Hammel die Führung. Der FC hatte das Spiel voll im Griff und ließ nichts zu. In der 25. Minute steckte Felix Hammel für Behdjeti durch, der trocken vom Sechzehner abzog und zum 2:0 traf. Die Gäste kamen nur einmal gefährlich vor das Tor, doch Tschinkel war auf dem Posten. Kurz vor der Pause köpfte Dennis Schwalb auf Flanke von Schepl zum beruhigenden 3:0 ein. In der zweiten Hälfte wollten es die Gäste noch einmal wissen und kamen nach einem individuellen Fehler prompt zum Anschluss. (50.). In den folgenden zehn Minuten machten die Oberpfälzer gehörig Druck, doch die Speer-Elf überstand diese Drangphase und befreite sich langsam wieder. In der 65. Minute gelang dem eingewechselten Wagner nach Doppelpass mit Behdjeti das vorentscheidende 4:1. Die Gastgeber waren jetzt wieder spielbestimmend und hatten einige hochkarätige Chancen, doch ein weiterer Treffer wollte nicht mehr fallen. Unrühmlicher Höhepunkt waren die roten Karten gegen Gäste-Kapitän Fink nach Notbremse und Sekulic bei der anschließenden Rudelbildung.

Die Kornburger Bayernliga-Reserve zog sich bei den favorisierten Winkelhaidern gut aus der Affäre, stand am Ende aber mit leeren Händen da. In der ersten Hälfte agierten die Gäste durchaus auf Augenhöhe, forderten aber in einer Szene vergeblich einen Handelfmeter. Ein Doppelschlag unmittelbar nach der Pause — Rico Neubert in der 47. und Marcel Diaco in der 52. Minute — reichte dann den routinierten Gastgeber für ihren unterm Strich verdienten „Dreier“. Zwar versuchten die Kornburger noch einmal alles und trafen in der Schlussphase auch ins Schwarze, aber wegen einer angeblichen Abseitsstellung von Tullius fand dieses Tor keine Anerkennung. So blieb es beim Winkelhaider 2:0-Sieg.

Es geht mühsam bergaufwärts, aber es ist zugleich wieder Land in Sicht für den Bezirksligaabstieger Henger SV. Mit dem 2:1 über den TSV Wolfstein fuhr der HSV den zweiten Sieg hintereinander ein. Für die Siedler aus Wolfstein ging der Wunsch nicht in Erfüllung, beim alten Rivalen wenigstens einen Zähler zu ergattern. Dabei ging der TSV sogar in Führung: Alle Spieler waren mit den Gedanken bereits beim Pausentee, als dem Henger Tobias Hampe ein Missgeschick unterlief und der Ball im eigenen Netz lag. Knapp eine Viertelstunde war in der Partie noch zu gehen, als die „HSV-Lebensversicherung“ Kevin Hupfer auch in diesem Spiel wieder in Erscheinung trat und den Ausgleich markierte. Dennis Ivanjuk wurde dann mit seinem Treffer in der 85. Minute zum Matchwinner. gh

Wieder ein Thriller am Aicha. Und wieder bestätigte sich, dass Mannschaften im Tabellenkeller trotz ihrer ohnehin schon prekären Lage zusätzlich bestraft werden. Die Schwarzweißen bewiesen im ersten Abschnitt eine anerkennenswerte Moral, weil sie durch Sascha Enigk zwei Mal in Rückstand gerieten (12., 28.), durch Timo Heilmann zwischenzeitlich das 1:1 erzielten (26.). Der Zehner aus Postbauer war es auch, dem der 2:2-Ausgleich glückte und Torjäger Jürgen Bayer das Tabellenschlusslicht sogar in Front brachte (37., 44.). Dass der Deininger Stefan Neidl in der 59. Minute das 3:3 gelang, wäre für den SVP noch erträglich gewesen. Doch der Knockout kam in der 89. Minute, als Christian Neumayer die Niederlage besiegelte. gh

Kein Angriff auf die Tabellenspitze aus dem Rednitzgrund. Im Duell der Verfolger sah es einige Zeit nach einer durchaus gerechten Punkteteilung aus. Gegen die angriffsstarken Hausherren verstanden es die Gäste lange Zeit, ihr Tor erfolgreich zu verteidigen. Vor allem die kompakte Defensive der Nullfünfer ließ nur wenige Aktionen um der Hausherren zu. Und mit etwas Glück hätte die Elf von Michael Scherbel zur Pause sogar führen können. Doch der Rascher Keeper wehrte zweimal reaktionsschnell gegen Thiem und Hermel ab. Kurz nach der Pause hatte die Hintermannschaft der Gäste dann aber ein kleines Aufmerksamkeitsdefizit, das Christoph Müller schließlich zur etwas überraschenden 1:0-Führung nutzte. Doch die rund 100 Zuschauer an der Altdorfer Schleifmühle sahen keineswegs die Entscheidung, sondern eine trotzige Reaktion der Katzwanger, die spät, aber nicht unverdient ausgleichen konnten. Stefan Bielke netzte elf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit zum 1:1 ein. Die Freude darüber währte aber nicht lange, denn nur vier Minuten später war es Alex Vöge nach Pass von Firlus der den SV Rasch wieder in Führung brachte. Diese hielt dann trotz inten-siver Versuche der Gäste, den Ausgleich zu erzielen, bis zum Schlusspiff.

In einem zweikampfintensiven, aber fairen Spiel belohnte sich die DJK für eine engagierte Leistung mit dem Ausgleich in letzter Minute. Ein ärgerlicher Treffer aus Hembacher Sieg, die zuvor gleich mehrmals die Entscheidung verpasst hatten. In der ersten Hälfte sahen die Zuschauer einen Gast mit leichtem Oberwasser, die zwei Mal an Schlussmann Christian Hufnagel scheiterten und alles in allem überlegener agierten. Die DJK probierte es vermehrt über Konter, bei denen es jedoch jedes Mal an der Präzision mangelte. Doch sie gaben sich nicht auf und waren in der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff die bessere Mannschaft. Wirkliche Torgelegenheiten wurden aber erneut durch einen überhasteten letzten Pass vereitelt. In der 68. Minute gingen die „Hembis“ in Führung. Nach einem Freistoß in der eigenen Hälfte war der Gast einfach gedankenschneller, und der Ball kam über zwei Stationen zu Andreas Janetzky, der ins ins lange Eck schoss und den SVR in Führung brachte. Ein Schock für die Schwabacher, die nun etwas unruhig wurden und Rednitzhembach das Heft überließ. Gleich mehrmals kamen die Gäste nun gefährlich vor das Tor der DJK, die Entscheidung lag in der Luft. Doch an diesem Nachmittag schien das Glück auf Seiten der DJK zu sein. Es blieb bis zur 90. Minute beim 0:1-Rückstand. Der Schiedsrichter entschied auf Eckball, Sven Wenig trat den Ball in die Mitte, und Florian Haas köpfte zum Ausgleich ein. So retteten sich die Schwabacher in letzter Minute zu einem 1:1-Unentschieden. Ein Punkt für die Moral. Hembach verpasste dadurch den Anschluss an die Spitze. bli

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