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14:2! Kammerstein vermöbelt die SG Mühlhof - "Urus" verschenken beinahe 3:0-Führung

Kreisklasse Nord 23. Spieltag

Die SpVgg Roth hat den zweiten Platz dank eines deutlichen 6:2 beim TSV Spalt verteidigt und hat nun 42 Punkte auf dem Konto. Doch die Konkurrenz schläft nicht. Die DJK Veitsaurach (3:1 gegen Obererlbach) folgt mit 41 Zählern in Schlagdistanz auf Rang drei. Zwei Punkte hinter den Rothern liegt die Reserve des SC 04 Schwabach, die Büchenbach II mit 4:0 schlug und noch ein Nachholspiel in der Hinterhand hat. Das gleiche gilt für den SV Pfaffenhofen, der mit der 3:4-Niederlage gegen den bereits feststehenden Meister aus Unterreichenbach bei 37 Punkten stehen bleibt. Die größte Gefahr droht der „Spieli“ aber vom Tabellensechsten SV Kammerstein. Dieser hat zwar derzeit nur 36 Punkte, aber zwei Spiele weniger als die Rother absolviert. Und ist zudem extrem torhungrig. Frag nach bei der SG Mühlhof/Schwabach, die mit 2:14 in Kammerstein unter die Räder kam.

Der SV Pfaffenhofen (blau) und Meister SV Unterreichenbach lieferten sich ein torreiches Spiel.

 / © Salvatore Giurdanella

Ein solches Spiel wird es so bald in einem Pflichtspielrahmen für den SVK wohl nicht mehr geben. Bereits nach zehn Minuten war das Spiel entschieden, das führte die Heimelf bereits mit 4:0. Marin sorgte in der 2. Minute für das 1:0 nach Zuspiel von Domi Spachmüller. Letzterer bereitete auch das 2:0 von Beyer vor (6.). Nach einer Freistoßflanke von Ditzig hielt der Gäste-Keeper den Kopfball von Domi Spachmüller zunächst noch, doch Beyer staubte zum 3:0 ab (9.). Für das 4:0 sorgte Ditzig, der einen an Marin verübten Foulelfmeter im Tor unterbrachte (12.). Die SG kam nach einer Ecke durch Djipro zum 1:4 (14.). Doch die Hausherren drückten weiter aufs Tempo und erhöhten bis zur 25. Minute auf 8:1. Die Toschützen waren Stefan Ringel (18.), Marin (21.), Sven Ringel (23.) und Beyer (25.). Kurz vor dem Wechsel das 9:1 durch Marin (39.). Nach der Pause schaltete der SVK ein bis zwei Gänge zurück. Die Gäste konnten durch Plendl ihr zweites Tor erzielen (55.). Etwa nach einer Stunde nahm die Heimelf das Toreschießen wieder auf. Einen Schuss von Marc Spachmüller konnte der Torwart nicht festhalten, Nutznießer war Domi Spachmüller (10:2, 65.). Kurz darauf erzielte Marin auf Zuspiel von Scharinger das 11:2 (68.). In der 73. Minute legte Stefan Ringel für Marin auf (12:2). Ein schönes Zuspiel von Schmidt verwertete Stefan Ringel mit einem Heber zum nächsten Treffer (85.). Für den Endstand sorgte in der 87. Minute Marin mit seinem sechsten Treffer in diesem Spiel.

Nach 50 Minuten schien die Messe für die Rother Reserve gelesen. 1:3 lag sie beim Abstiegskandidaten im Hintertreffen, doch mit Moral und einer geschlossenen Mannschaftsleistung drehte sie das Spiel noch zu ihren Gunsten. Die frühe Führung der Gäste durch Egemen Cengiz nach zehn Minuten wirkte auf die Hausherren wie eine Art „Hallo wach“. Innerhalb von fünf Minuten drehten sie das Ergebnis. Der Ausgleich war eine verunglückte Flanke (16.), der Führungstreffer resultierte aus einem direkt verwandelten Freistoß (21.). Fünf Minuten nach dem Wiederanpfiff folgte das 3:1. Dann nahmen die Kreisstädter das Heft in die Hand. John Amadi verkürzte mit seinem zwölften Saisontor (62.), Timothy Namakajjo glich aus (75.) und Omed Saado besorgte den Siegtreffer (85.).

Die Gastgeber untermauerten ihre Ambitionen auf Platz zwei mit einem deutlichen Erfolg gegen die Büchenbacher Reserve. Carmelo Schepis sorgte nach elf Minuten für die frühe Führung. Vier Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte Dorin Prelipcean auf 2:0 – die Vorentscheidung. Die Gäste konnten nicht mehr zulegen und fingen sich nach 77 Minuten das dritte Gegentor. Diesmal ein Strafstoß, verwandelt von Emre Aslan. Den Schlusspunkt setzte Salim Ahmed in der 88. Minute.

Der SVP konnte im ersten Durchgang gegen den bereits feststehenden Meister gut mithalten. Nach den torlosen ersten 45 Minuten ging es in Hälfte zwei so richtig ab. Zunächst zogen die Gäste durch Treffer von Jonas Brechtelsbauer, Mario Gsänger und wieder Brechtelsbauer scheinbar uneinholbar auf 3:0 davon. Doch die Hausherren zeigten Moral und kämpften sich zurück. Simon Hoffmann sorgte per Kopfball für den Anschlusstreffer (65.). In der Schlussphase traf Daniel Grauthoff zum 2:3 (81.) und Michael Sperl markierte unter Mithilfe des Unterreichenbacher Keepers den umjubelten Ausgleich (86.). Doch ein weiterer Torwartfehler, diesmal auf der Gegenseite, brachte den nächstjährigen Kreisligisten in der 90. Minute auf die Siegerstraße. Torschütze war Armin Danninger. Am Ende zwar ein glücklicher, aber dennoch verdienter Erfolg für die Gäste, die insgesamt die bessere Mannschaften waren.

In den letzten Wochen war bei Abenberg nichts mehr zusammengelaufen. Der Sturz von Platz zwei auf neun hat Spuren hinterlassen – Abenberg fand erst nach einiger Zeit ins Spiel, war dann überlegen, aber ohne zwingende Chancen. Doch in der 27. Minute köpfte Philipp Bayer nach Ecke Manuel Nißleins wuchtig zur Führung ein. Aber wieder einmal patzte die DJK-Hintermannschaft, Dominik Asam glich aus kurzer Distanz aus (32.) und kurz vor der Pause brachte Maximilian Bauer mit einem Eigentor die Gäste in Führung (45.). Der für ihn in der Pause gekommene Daniel Wolkersdorfer scheiterte in Minute 55 dreimal am Ausgleich, am Ende klärte ein Abwehrspieler auf der Linie. Als Torwart Jochen Böhm berechtigt Gelb-Rot sah (für ihn stellte sich Damian Biburger zwischen die Pfosten), schienen die Abenberger Felle davonzuschwimmen. Doch in der 90. Minute flankte Daniel Schütz und Julian Heubusch traf unglücklich per Kopf ins eigene Tor. hp

Die „Veitsbomber“ kamen im DJK-Duell zwar zwischenzeitlich aus dem Takt, sicherten sich aber die drei wichtigen Punkte. Patrick Heller (21.) und Philipp Schneider (28.) sorgten binnen sieben Minuten für eine 2:0-Führung, doch die Gäste verkürzten in der 40. Minute durch einen von Wolff verwandelten Elfmeter. Dieses Ergebnis hielt dann bis in die Schlussphase hinein. Erst Julian Bittner sorgte mit dem 3:1 in der 86. Minute für die Entscheidung.

Beide Mannschaften spielen nach vorne, die Zuschauer sahen eine unterhaltsame und gute Partie, in der sich aber auf Spalter Seite die derzeitigen Ausfälle bemerkbar machten und der TSV somit nicht auf Augenhöhe agierte. Bei der SpVgg, die mit dem Sieg Platz zwei hält, war Spielertrainer Matthias Hartmann der überragende Mann. In der dritten Minute ging sein Team mit seiner Direktabnahme in Führung. Tim Kellermann vergab für Spalt nach einer Viertelstunde freistehend, doch Marian Regula machte es drei Minuten später aus 18 Metern besser. Auch sein zweites Tor in Minute 35 war unhaltbar, diesmal ein Freistoß aus gut 20 Metern. Doch da führte die SpVgg schon mit drei Toren nach einen schönen Solo Alexander Maas’ (25.) und einem Spalter Abwehrschnitzer (33., Hartmann). Kurz vor der Pause war Roth ein weiteres Mal mit einem schönen Angriff über Außen erfolgreich (Leon-Maurice Bock), nach der Pause erhöhte Hartmann per Kopf nach Ecke auf 5:2 (65). Trotz einer Gelb-Roten Karte für Johannes Weikelmann (73.) blieb Roth das gefährlichere Team. Hartmann schoss in Minute 78 das 6:2, in der 90. hätte Regula allein vor dem Tor nochmal verkürzen können, aber auch Hartmann vergab im Gegenzug.

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