Das Amateurfußballportal für Mittelfranken
Partner im
Amateurfußballnetzwerk
Partner im Amateurfußballnetzwerk

Germania-Trainer Dinc: "Du stehst nicht ganz unten, wenn du alles gibst"

Kreisliga 2 - Vorschau 11. Spieltag + Nachholspiele

Europapokal-Feeling kommt auf. Freitag, Sonntag, Dienstag und Donnerstag wird gespielt. Stetten-Coach Reinhold Fischer kommt zurück in die Heimat zum Landkreisderby.

Alle mal herhören! Germanias Trainer Serdar Dinc richtet klare Worte an seine Spieler.

 / © Sportfoto Zink

Kreisspielleiter Thomas Raßbach terminierte die am vergangenen Dienstag abgesagte Partie kurzerhand auf Freitag, 06.10.2017, um 17:30 Uhr. Da sich die Mannschaft der SpVgg Nürnberg dafür ausgesprochen hat an dem Termin zu spielen, wurde kein Konsens über eine Verlegung gefunden. Der Spitzenreiter aus Gutenstetten hätte aufgrund des anstehenden Landkreisderbys in Markt Erlbach am Sonntag lieber zu einem späteren Zeitpunkt gespielt, fügt sich nun aber der Entscheidung, wie Coach Reinhold Fischer wissen ließ.

12:2 Tore, sechs Punkte: das ist die Bilanz des TSV Burgfarrnbach in den vergangenen beiden Partien. Die Talsohle ist für Coach Uwe Neunsinger deswegen aber noch nicht durchschritten. "Das 6:0 gegen Germania kann man nicht werten. Da war der Gegner einfach zu unterlegen. Gegen Falke sind wir in der ersten Halbzeit in den alten Trott verfallen und wir haben ohne Druck gespielt." In der Halbzeitansprache hat Neunsinger nach dem 0:2-Pausenrückstand dann offensichtlich die richtigen Worte gefunden und mit Gerein und Schmidt das richtige Personal gebracht. Fünf Tore gingen auf das Konto der beiden Joker, womit sie den 6:2-Sieg quasi im Alleingang auf den Weg brachten. "In der zweiten Hälfte gab es von uns mehr Attacke und wir haben aggressiver gespielt. Positiv ist, dass wir das erste Mal in dieser Saison einen Rückstand in einen Sieg gedreht haben." Einen Selbstläufer erwartet er deshalb trotzdem nicht, wenn es gegen die Sultane geht. "Sie stehen nach dem Trainerwechsel kompakter. Allein deshalb sind sie gefährlich, weil sie mit dem Rücken zur Wand stehen. Wir dürfen sie auf jeden Fall nicht in ihr Spiel kommen lassen." Eyüp-Coach Emrah Cetin belegt mit seinen Sultanen den ersten Abstiegsplatz. "Geplant waren nach dem Spiel gegen Johannis 88 vier Punkte in den kommenden drei Spielen, damit wären wir noch im Soll." Gegen Eibach gab es beim 2:0 einen Dreier und gegen Wacker setzte es eine 0:3-Pleite, sodass noch ein Punkt in Burgfarrnbach fehlt, um die Rechnung aufgehen zu lassen. "Aber unsere Situation verschlechtert sich nach jedem Spiel", spielt er auf die steigende Tendenz an verletzten Spielern an. "Dagegen holten die Bären in den letzten zwei Spielen sechs Punkte mit 12:2 Toren. Mit einem Trainerfuchs haben sie die kleine Krise raffiniert hinter sich gebracht. Das wird happig", schiebt Cetin die Favoritenrolle ganz klar in Richtung Burgfarrnbach. "Um dort zu punkten, brauchen wir Kraft, Verstand und ein Quäntchen Glück."

Trotz einer guten Vorstellung unterlag der TSV Markt Erlbach am Tag der deutschen Einheit überraschend mit 3:4 beim vormaligen Tabellenletzten ASC Boxdorf. "Die Niederlage gegen Boxdorf schmerzt schon noch sehr. Es ist schon ärgerlich, wenn man sieht, wie unsere Serie zu Ende gegangen ist. Wir haben uns viele Chancen herausgespielt. Diese musst du einfach nutzen gegen tiefstehende Gegner. Boxdorf hat nur auf Fehler von uns gewartet, diese haben sie letztendlich dankend angenommen. Prinzipiell war die spielerische Leistung aber gut und ich denke wir müssen uns gegen Gutenstetten nicht verstecken", schlägt Sebastian Kamberger den Bogen zum aktuellen Spitzenreiter. "Im Gegenteil, da haben wir nichts zu verlieren. Das wird ein komplett anderes Spiel werden als am Dienstag. Ich kenne die Mannschaft ganz gut, da werden wir uns sicher etwas einfallen lassen, damit wir eventuell für eine Überraschung sorgen können", traut er seiner Mannschaft durchaus etwas zu, vor allem wenn die Kulisse eines Spitzenspiels würdig sein sollte. "Wir freuen uns aber trotz der Niederlage auf das Spitzenspiel und hoffen auf viele Zuschauer. Das hätte sich die Mannschaft nach den letzten Siegen auf jeden Fall verdient." Außerdem ist es ja auch ein Derby und für Stetten-Coach Reinhold Fischer ist es eine Rückkehr. "Auf das Gastspiel in Markt Erlbach freu ich mich, da ich die ersten elf Jahre meines Lebens dort wohnhaft war und ich dort auf dem gepflegten Sandplatz das Fußballspielen angefangen habe", erinnert er sich gerne an seine Anfänge zurück. Der Sandplatz ist längst Geschichte. "Mittlerweile freut es mich, wenn es mich wieder dorthin verschlägt und ich sehe, was die "Erlbacher" für eine schöne Anlage haben." Mit den Begebenheiten anno dazumal hat das nicht mehr viel gemein. "Natürlich habe ich, da unser Spiel ausgefallen war, deren Spiel in Boxdorf angesehen. Zwar mussten sie alle Punkte in Boxdorf lassen, aber so, wie das geschehen ist, war es doch sehr unglücklich. Boxdorf schießt fünfmal aufs Tor, trifft vierfach und die bessere Mannschaft steht mit leeren Händen da", hat er bei seinem Besuch in Boxdorf festgestellt. "Ich bin mir sicher, dass mein Kollege und seine Mannschaft das wieder ausbügeln wollen und ich erwarte eine fokussierte und engagierte Mannschaft, die uns das Leben so schwer als möglich machen wird."

Seit drei Spielen wartet der SV Poppenreuth auf einen Dreier. Nun kommt es zum Duell mit der SpVgg Nürnberg. In der vergangenen Saison waren die Spiele enge Kisten. Im Hinspiel gab es ein 1:1-Remis, das Rückspiel entschied die Heininger-Truppe kurz vor Schluss mit 3:2 für sich. Als Underdog sieht sich SpVgg-Coach Thomas Diem. "Jetzt kommen zwei Spiele, in denen wir bestimmt nicht als Favoriten in die Partie gehen", spielt er mit einem Grinsen auf die Nachholpartie gegen die SpVgg Gutenstetten/Steinachgrund am Freitag und den sonntäglichen Vergleich mit Poppenreuth an. "Steinachgrund ist bestens in der Liga angekommen und Poppenreuth auch eine Mannschaft, die zum Favoritenkreis zählt. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung können wir auch da bestehen. Vielleicht können wir ja für die ein oder andere Überraschung sorgen", geht er die Aufgaben mit Optimismus an.

Durch zwei Sieg in Folge ist der ASC Boxdorf die Rote Laterne losgeworden. Ausgerechnet an den kommenden Gegner reichte die Eberlein-Elf die ungeliebte Auszeichnung weiter. Trotz der kleinen Serie sieht ASC-Coach Alexander "Ali" Eberlein noch Verbesserungspotenzial bei seiner Mannschaft. "Wir müssen weniger Chancen zulassen und dürfen nicht zufrieden sein mit den Siegen." Denn die Abstiegsplätze hat man immer noch dicht vor Augen. Nur aufgrund des besseren Torverhältnisses liegt man auf dem Abstiegsrelegationsrang. "Jetzt dürften wir nicht nachlassen und leichtsinnig werden", gibt er seiner Truppe noch mit auf den Weg. Dass es nicht umsonst Abstiegskampf heißt, worin sich die Germanen befinden, will SCG-Coach Serdar Dinc seinen Jungs eintrichtern. "Boxdorf wird ein heißer Tanz. Das Team von Ali Eberlein hat eine kleine Serie hingelegt: 7 Punkte aus den letzten drei Spielen ist beeindruckend. Sie sind in der Liga definitiv angekommen", nimmt er den ASC freilich nicht auf die leichte Schulter. "Meine Jungs werden mit Sicherheit eine andere Seite von sich am Sonntag präsentieren, denn geredet haben wir genug: was wir für eine gute Mannschaft "eigentlich" haben, hat man uns wochenlang erzählt. Irgendwann glaubst du das. Nein, wir müssen aufwachen! Jeden Tag nach dem Aufstehen die Tabelle vor Augen halten und sich fragen, ob das zufriedenstellend ist." Schließlich belegt der SC Germania den letzten Tabellenplatz. "Denn du stehst nunmal nach acht Spieltagen nicht ganz unten, wenn du alles dafür gibst... und das haben wir nicht... nicht annähernd", findet Dinc klare Worte. "Darum werden wir den Jungs helfen, unterstützen, im Training alles aus sich herauszuholen, die richtige Einstellung, den absoluten Willen wieder abzurufen. Ich glaube an meine Mannschaft, die Jungs müssen aber auch wieder an sich glauben. Dann bin ich überzeugt, dass auch wir eine kleine Serie starten können", um die Rote Laterne schnellstens wieder weiterzugeben.

Auf Rang zwei in Schlagdistanz zum Spitzenreiter aus Gutenstetten liegt Mitaufsteiger SV Wacker, der nun den SV Burggrafenhof zu Gast hat. "Der Auftakt in den Oktober war mit dem Sieg gegen die Sultane ja geglückt. Wir hatten zwar wieder eine andere Startelf und mussten einige Ausfälle kompensieren, allerdings haben die Jungs auch in der neuen Liga mittlerweile gut Fuß gefasst, damit sie solche Veränderungen gut verkraften kann", zeigt sich Wacker-Coach Marco Fuchs zufrieden. "Sultan war defensiv gut organisiert, sie haben uns wenig Raum im Angriffsdrittel gegeben und offensiv immer wieder gefährliche Nadelstiche gesetzt. Ein ähnliches Auftreten erwarten wir auch von unserem nächsten Gegner Burggrafenhof", blickt Fuchs auf die kommende Aufgabe. "Die Hufer haben einen Top-Start hingelegt. Auch wenn die letzten Spiele jetzt nicht so erfolgreich waren, dürfen wir die Mannschaft von Michi Lauth nicht unterschätzen. Offensiv haben sie enorm viel Qualität." Personell wird dabei wieder eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen. "Wir werden wieder eine andere Startelf aufbieten müssen, aber gut: daran haben wir uns mittlerweile ja gewöhnt", verfällt er in Selbstironie. "Gegen Burggrafenhof haben wir bisher zweimal dort in der Vorbereitung gespielt, jetzt dürfen wir sie endlich mal bei uns auf der Alm begrüßen. Wird sicher ein interessantes Spiel werden." Nach einem tollen Lauf ist das Habenkonto des SVB in den vergangenen beiden Spielen nicht weiter angewachsen. "Wir müssen nach den zwei Niederlagen die Köpfe wieder hochnehmen", appelliert Michael Lauth an seine Truppe. "Haben gegen Eibach gut gespielt, nur unsere Chancen nicht genutzt. Nun fahren wir auf die Alm und müssen alles abrufen, um eine Chance zu haben! Wacker hat brutale Qualität im Kader."

Nach dem Last-Minute-Sieg in Burggrafenhof empfängt die DJK Eibach den zuletzt ebenfalls siegreichen Post SV im Waldsportpark. "Die Mannschaft um Trainer Mario Bierbrauer kommt bestimmt mit einer gewissen Portion Selbstvertrauen nach Eibach. Nach einigen Remis und einer Niederlage gegen Gutenstetten konnte das Team um Routinier Stefan Kühnlein am vergangenen Sonntag einen 5:1-Sieg über Johannis 88 einfahren. Besonders dem vierfachen Torschützen Dominique Müller und natürlich auch allen anderen Spielern des Post SV werden wir besondere Aufmerksamkeit bieten", gibt DJK-Coach Christian Hüttl die Richtung vor. "Wir können im Moment sehr zufrieden mit dem Start in die Saison sein und wollen natürlich weiter fleißig Punkte sammeln. Dazu gehört es gegen Post einen weiteren Dreier einzufahren. Ich hoffe doch, dass das Spiel Elf gegen Elf über 90 Minuten geht, da wir letzte Saison gegen sieben Posterer nicht gewinnen konnten." Damals trennten sich beide Teams trotz einer viel diskutierten vierfachen (!) Unterzahl der Jungs vom Ebensee mit einem Remis. "Hinter Daniel Nietzer steht noch ein Fragezeichen, der sich beim Last-Minute-Sieg in Burggrafenhof leider verletzt hatte, sonst dürften zum Glück wieder alle Spieler an Bord sein." Der Post SV scheint langsam in der Saison angekommen zu sein. "Vier Punkte, einen 0:2-Rückstand gegen Poppenreuth aufgeholt und einen souveränen Sieg gegen Johannis eingefahren, so könnte man das Fazit des Doppelspieltags des Post SV ziehen", stellt Post-Coach Mario Bierbrauer seine Bilanz auf. "Natürlich ragte bei dem Sieg Dominique Müller mit seinen vier Toren heraus. Aber auch sein Sturmpartner Burak Ölcer, mit einem Tor und zwei tollen Vorlagen, erbrachte eine starke Leistung, wie eigentlich die gesamte Mannschaft", ist Bierbrauer sichtlich erfreut über die Leistung seiner Truppe am Doppelspieltag. "Nach dem Last-Minute-Sieg gegen Burgrafenhof möchte unser kommender Gegner mit Sicherheit die Tuchfühlung zur Spitzengruppen halten. Chris Hüttl hat für mich die Überraschungsmannschaft der letzten Saison geformt und dass dies keine Eintagsfliege war, zeigt auch die aktuelle Saison. Mit punktuellen Verstärkungen sind sie nun breiter aufgestellt und verfügen über noch mehr Qualität. Wie schon letzte Saison, wird es bestimmt ein enges Spiel mit viel Kampf und Leidenschaft."

"Nachdem in dieser Kreisligasaison anscheinend jeder jeden schlagen kann, wird es für uns wichtig sein, weiterhin zu punkten, damit am Ende der Klassenerhalt erreicht wird", verfolgt TBJ-Trainer Peter Wagner weiter akribisch sein Ziel. Zuletzt wechselten sich Licht und Schatten in Schnepfenreuth ab. Nach dem Sieg gegen Burggrafenhof ("Eines unserer besten Spiele") folgte ein glattes 1:5 beim Post SV ("Eine indiskutable Leistung"). Nun heißt der Gegner FC Stein. "Letztes Jahr hätten sie fast den Aufstieg in die Bezirksliga geschafft und aktuell liegen sie auf dem 11. Tabellenplatz. Der Tabellenplatz ist sicherlich der Fehlzeit einiger Spieler geschuldet und kein Indiz über die Qualität der Mannschaft. Zudem zeigt der Sieg gegen SV Poppenreuth, dass sie zu alter Stärke zurückgefunden haben. Punkte gibt es für uns nur, wenn wir unsere Fehlerquote reduzieren und konsequenter in der Rückwärtsbewegung gegen den Ball arbeiten. Um dies zu erreichen, ist Einsatzwillen gefragt und die Spieler müssen bereit sein, immer einen Schritt mehr zu machen als ihr Gegenspieler. Mal sehen, ob die Jungs nach der letzten Niederlage dazu bereit sind und eine Reaktion zeigen." Nach dem Gesetz der Serie müsste jetzt wieder Licht folgen. Mit dem Sieg gegen Poppenreuth beendete der FC Stein eine Durststrecke von sieben Spielen ohne Dreier. "Egal wie unsere Startelf am Sonntag aussieht, müssen wir an die Leistung der guten ersten Halbzeit gegen Poppenreuth anknüpfen beziehungsweise noch eine Schippe konzentrierter agieren. Sonst wird es schwer bei dem kampfstarken Turnerbund zu punkten", will FC-Interimstrainer Uwe Kroll keine Luftschlösser bauen. "Ich denke die Mannschaften sind in Moment auf Augenhöhe und es werden Nuancen die Partie entscheiden." Neben dem Langzeitverletzten Matthias Lödel kann Kroll auch auf den Siegtorschützen vom Dienstag, Andreas Kolb (Urlaub), und auf Markus Schindler (Arbeit) nicht zurückgreifen.

Ursprünglich wurde die am vergangenen Dienstag abgesagte Partie auf Freitag, 06.10.2017, um 17:30 Uhr verlegt. Zudem wurde das Heimrecht getauscht, da der SC Germania erst nach 10 Uhr am Spieltag abgesagt hatte. Nun einigten sich beide Parteien auf Dienstag, 10.10.2017, um 19:00 Uhr als Nachholtermin.

Am kommenden Donnerstag, 12.10.2017, wird die Nachholpartie des SV Wacker gegen die DJK Falke bestritten. Damit auch richtiges Europapokalfeeling aufkommt, wird das Spiel erst um 19:30 Uhr angepfiffen.

Auf Wunsch der Heimmannschaft wurde die Partie mit Zustimmung der DJK Falke auf Mittwoch, den 25.10.2017 verlegt.

Mehr zum Thema