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Bierbrauer: "Es geht um das Überleben des Vereins"

Der Post SV setzt weiter auf seinen Trainer und kann einen ehemaligen Bayernligaspieler präsentieren

Viel lief beim Post SV bis zum Winter nicht zusammen. Freilich ist die Entwicklung auch den vielen verletzten Leistungsträgern geschuldet. Diese kehren nach der Pause wieder in den Kader zurück. Ziel ist der Klassenerhalt. Dabei mithelfen soll Adrian Wolf, der vom Bayernligisten FSV Erlangen-Bruck an den Ebensee kommt. Außerdem stehen der Sohn des Ex-Trainers und der Sohn eines ehemaligen Bundesligaspielers und -trainers in den Startlöchern.

Adrian Wolf (r.) schlüpft nach dem Winter ins Poster Trikot.

 / © Sportfoto Zink

Vorletzter, drei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer: Das hatte sich der Post SV wahrlich anders vorgestellt. Kein Wunder, dass sich die Verantwortlichen Andreas Niklaus und Michael Luntz mit Coach Mario Bierbrauer zusammensetzten und das bescheidene Abschneiden gründlich analysierten. Das Ergebnis war ein konstruktives Gespräch. Der Inhalt war, dass man den eingeschlagenen Weg zusammen weitergehen will. „Wir verfolgen eine Linie und sie stehen weiter hinter mir“, gibt Post-Coach Mario Bierbrauer zu Protokoll. „An oberster Stelle steht der sportliche Erfolg. Auf einzelne Schicksale kann keine Rücksicht genommen werden.“ Über den Teamgedanken will man am Ebensee zu alter Stärke zurückfinden. „Unserer guten A-Jugend wollen wir eine Perspektive bieten. Es geht letztlich um das Überleben des Vereins“, findet Bierbrauer klare Worte. Mut macht dem Coach die Rückkehr einiger Leistungsträger wie Kapitän Florian Almosdörfer, Oguz Pirdal und Dominique Müller. Außerdem kehrt Mittelfeldmotor Tom Faltermeier von seinem Auslandssemester zurück. In den letzten Spielen vor dem Winter kam auch Wirbelwind Tim Niklaus („Er ist ein wichtiger Baustein“) nach langer Verletzungspause wieder zum Einsatz. 

„Trotzdem wird es kein Selbstläufer“, ist sich Bierbrauer sicher. Deswegen setzt er auf eine harte Vorbereitung, um die Grundlagen zu schaffen. Zu Gute kommt dem Post SV dabei der eigene Kunstrasenplatz, auf dem auch bei schlechterer Witterung trainiert und gespielt werden kann. Auf den 10.02.2018 ist der Start in die Mission Klassenerhalt terminiert. Als Gegner in der Vorbereitung konnten beispielsweise der ASV Veitsbronn, der FC Bayern Kickers, die SpVgg Hüttenbach, der FC Schnaittach, der TSV Falkenheim oder der TSC Neuendettelsau gewonnen werden, ehe es eine Woche vor Rundenbeginn im Pokal gegen Flügelrad geht. „Der Fokus ist aber klar auf die Runde gelegt.“

Mit Wolf, Adler und Wiesinger

Da soll auch ein Youngster mit höherklassiger Erfahrung seinen Teil dazu beitragen, dass der Klassenerhalt sichergestellt wird. Adrian Wolf kommt vom FSV Erlangen-Bruck. Der 19-Jährige spielte sich zu Beginn in die Startelf, musste danach aber kürzertreten. „Er ist ein Allrounder und starker Linksfuß, der auf der Außenbahn oder im Zentrum eingesetzt werden kann. Wir brauchen aber nicht erwarten, dass er alleine die Spiele gewinnen wird“, setzt er die Erwartungshaltung nicht zu hoch. Der Kontakt kam über Felix Mosthaf zustande, der sich den Postern während der Saison anschloss und inzwischen als Abgang gewertet werden muss. „Es ist schade, dass er geht. Er wird ein Auslandssemester antreten.“ 

Dafür werden zwei Talente aus dem eigenen Nachwuchs eingebaut, die das Fußballgen von Geburt an in sich tragen. Dabei handelt es sich um Sebastian Adler, Sohn des ehemaligen langjährigen Post-Trainers Stephan Adler, und Jonas Wiesinger. Er ist der Sohn von Ex-Club-Spieler sowie Trainer Michael Wiesinger. Allein die Namen lassen auf einen positiven Ausgang hoffen.

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