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Der Post SV trennt sich von Mario Bierbrauer

Auch Co-Trainer Oli Angermüller nicht mehr im Amt

Der abstiegsbedrohte Post SV setzt im Saisonendspurt auf einen personellen Neustart auf der Trainerposition. Mario Bierbrauer ist nicht mehr länger Trainer der Elf vom Ebensee. Auch Co-Trainer Oliver Angermüller ist seine Aufgabe los. Die Nachfolge Bierbrauers wurde bereits intern geklärt.

Bierbrauer

Verabschiedet sich nach 14 Jahren beim Post SV: Mario Bierbrauer.

 / © Zink

Es kommt etwas überraschend. Mario Bierbrauer, Urgestein des Post SV, ist nicht mehr länger Coach des Kreisligisten. Zwar ist der PSV weiter stark vom Abstieg bedroht, nach der Winterpause zeigte die Formkurve aber deutlich nach oben. Mit zwölf Punkten aus sieben Spielen holte die Bierbrauer-Elf im Jahr 2018 beinahe genau so viele Punkte wie in 17 Partien vor der Winterpause (14). Vom vorletzten Platz verbesserte sich die Post bislang zumindest auf den Relegationsrang.

Dennoch war es die sportlich anhaltend schwierige Situation, die dem Trainer und seinem Co Oliver Angermüller zum Verhängnis wurden. Letztlich sei es zwar eine gemeinsame Entscheidung zwischen Abteilungsleitung und Trainerteam gewesen, "von mir aus hätte ich aber nicht hingeworfen", sagt Bierbrauer, der vor 14 Jahren als Spieler vom SV 73 Süd an den Ebensee gekommen war und dort zehn Jahre als Kapitän und knapp drei als Trainer verbracht hat.

"Leider hat uns das Verletzungspech in der Hinrunde in Zugzwang gebracht. Trotz der guten Ergebnisse im Jahr 2018 und der Verbesserung in allen Bereichen, hat die Abteilungsleitung vor dem wichtigen Spiel gegen Johannis entschlossen, einen neuen Impuls zu setzen. Ich habe zu Beginn der Rückrunde der Mannschaft immer wieder gesagt, dass es nicht mehr um die Belange der einzelnen Personen geht, sondern darum die Klasse zu halten. Wenn ich dafür geopfert werden muss, um dieses Ziel zu realisieren, soll es mir recht sein. Nun gibt es für einige wenige Spieler kein Alibi mehr", sagt Bierbrauer, der seinen Ex-Schützlingen alles Gute wünscht: "Die gesamte Mannschaft besteht fußballerisch und menschlich aus tollen Jungs und ich bin überzeugt, dass sie mit Birol Pirdal den Klassenerhalt realisieren werden. Sehr schade, dass ich diese Mission nicht mit bis zum Ende begleiten darf. Ich drück ihnen jedenfalls die Daumen."

Spurlos geht die Trennung auch an Andi Niklaus nicht vorbei. Der stellvertretende Abteilungsleiter hat mit Bierbrauer noch zusammengespielt, ihn später auch als Trainer unterstützt: "Es tut mir brutal leid. Mario hat in 14 Jahren immer alles für den Verein gegeben", sagt Niklaus. Und auch Bierbrauer findet zum Abschied warme Worte: "Ich möchte mich ganz herzlich bei allen für die tolle Zeit bedanken. Besonders bei der gesamten Familie Niklaus, der Familie Luntz und Werner Würfel."

Pirdal rückt auf

Wer Nachfolger Bierbrauers wird, hat die Abteilungsleitung des PSV bereits entschieden. Birol Pirdal, Trainer der zweiten Mannschaft und mit ihr A-Klassen-Spitzenreiter, übernimmt nun zusätzlich auch die Kreisligatruppe - zunächst einmal bis Saisonende. Wie es danach weitergeht, weiß Andi Niklaus selbst noch nicht. "Darüber haben wir noch nicht gesprochen." Namen potenzieller Kandidaten wollte er aus diesem Grund gar nicht kommentieren. Auch Bierbrauer hat so kurz nach dem Aus beim Post SV noch keinen Plan für die Zukunft: "Ich weiß erstmal nicht, was ich mit soviel Freizeit anfangen soll, aber vielleicht ändert sich das ja schon zur neuen Saison."

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