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Mögeldorf überspringt Vatan-Hürde souverän

Kreisliga-Relegation Runde 1, Dienstag

Am Dienstagabend startete die Relegation zur Kreisliga im Kreis Nürnberg/Frankenhöhe. Zum Auftakt feierten die SpVgg Mögeldorf, der KSD Hajduk, der SV Losaurach und die Sportfreunde Laubendorf Siege und ziehen dadurch in die zweite Runde ein. Am Mittwoch folgen dann die beiden noch ausstehenden Erstrunden-Begegnungen.

Dickson Abiama (l.) leitete den Mögeldorfer Sieg ein. Geburtstagskind Benjamin Renn (r.) assistierte beim zweiten Treffer und Sven Kiefer machte den Deckel auf den Einzug ins "Finale".

 / © Matthias Janousch

Vor allem im ersten Durchgang boten der SV Losaurach und der TSV Lehrberg den 300 Zuschauern eine Partie auf mäßigem Niveau. Torchancen aus dem Spiel heraus gab es kaum. Wenig verwunderlich, dass es für das 1:0 kurz vor der Pause einen Standard benötigte. Stefan Heinlein traf aus rund 20 Metern per Freistoß zur Losauracher Führung. In der zweiten Halbzeit wurde die Partie besser. Lehrberg hatte zu Beginn einige gute Chancen, scheiterte aber immer wieder am gut aufgelegten Thomas Brunner im Losauracher Tor. Der TSV hatte auch anschließend mehr vom Spiel, schaffte es aber nicht mehr den nötigen Druck auf die gegnerischen Hintermannschaft auszuüben, um noch zum Ausgleich zu kommen. Und so machte der SV Losaurach kurz vor dem Abpfiff nach einem Konter durch Dominic Meyer alles klar.

Von Beginn an zeigten beide Mannschaften ein flottes Spiel. Da aber beide Teams darauf bedacht waren, keine Fehler zu machen, bekam man anfangs nur wenige Torraumszenen zu Gesicht und das Spiel lebte allein von seiner Spannung. Kamen die beiden Mannschaften in die Nähe des gegnerischen Tores, fehlte oft der letzte Pass, um zu einem Abschluss zu kommen. Ein Kopfball Cavallos konnte nach zehn Minuten vom Erzberger Schlussmann Andreas Payer entschärft werden. Auf der anderen Seite musste Andreas Becker sein Können nach einem Abschluss von Benedikt Roll unter Beweis stellen. Nach dem Seitenwechsel erspielten sich die Laubendorfer ein leichtes Übergewicht. Die erste Chance hatte dennoch Erzberg-Wörnitz. Ein Freistoß von Julian Waldmann hätte den Weg ins Tor gefunden, wäre Becker nicht erneut zur Stelle gewesen. Laubendorf bekam danach immer mehr Spielanteile und konnte sich immer wieder Tormöglichkeiten erarbeiten. Wurde der Ball jedoch nicht geblockt so wie bei Daniel Benkerts Versuch in der 88. Minute, war immer Andreas Payer zur Stelle und hielt seinen Kasten sauber. So ging es in die Verlängerung, in der Laubendorf den Druck noch einmal erhöhte. Erzberg-Wörnitz wirkte etwas platt und konnte sich einige Male mit Kontern befreien, die aber im Sand verliefen. In der 95. Minute dann der erlösende Treffer von Benkert. Er ließ zwei Mann stehen und zog trocken ins kurze Eck ab. Kurz danach hatte der SFL noch zwei Möglichkeiten das Ergebnis zu erhöhen, doch wurden diese Chancen vergeben beziehungsweise vom Keeper entschärft. Auch in der zweiten Hälfte der Verlängerung drückte Laubendorf, allerdings wollte das erlösende 2:0 nicht fallen. Kurz vor dem Schlusspfiff mussten die Fans noch einmal bangen, als Erzberg-Wörnitz sich noch einmal aufraffte und zu einer Doppelchance kam. Den Schlusspunkt setzte Cavallo mit einem schönen Solo, doch sein Torschuss ging knapp am Tor vorbei. Jan Wagner

Zum dritten Mal in dieser Spielzeit trafen die SpVgg Mögeldorf und Vatanspor, wo Yavuz Akpinar sein Debüt feierte, aufeinander. In der Liga noch konnte jede Mannschaft jeweils einen Sieg feiern. Zu Beginn merkte man beiden Teams die Unsicherheit, keinen Fehler machen zu wollen, an. Der Großteil des Spielgeschehens fand somit zunächst zwischen den beiden Strafräumen statt. Kein Wunder also, dass es bis zur 18. Minute dauerte, ehe ein Team das erste Mal Torgefahr ausstrahlte. Der Abschluss von Maximilian Pfeifer war jedoch zu harmlos, um Vatan-Keeper Florent Gerxhaliu in Verlegenheit zu bringen. Und auch die nächste Mögeldorfer Torannäherung aus der 27. Minute war nicht wirklich gefährlicher. Arthur Rein, der stärkste Akteur an diesem Abend, setzte das Leder nach Ablage von Dickson Abiama deutlich über das Tor. Danach verflog bei Mögeldorf die Anfangsnervosität und die Truppe von Norbert Frey riss die Partie immer mehr an sich. Von Vatanspor hingegen war nichts zu sehen. Die Führung für Mögeldorf kurz vor dem Seitenwechsel war die logische Konsequenz. Rein versuchte sein Glück erneut, scheiterte jedoch am Querbalken. Abiama schaltete am schnellsten und drückte den Abpraller zum 1:0-Pausenstand ins Netz (40.). Der zweite Durchgang startete, wie der erste endete. Vatanspor war immer noch zu passiv, Mögeldorf bestimmte das Match. Pfeifer hatte nach 52 Minuten Pech, dass sein Freistoß nur die Latte küsste. Besser machte es vier Minuten später Marc Wilhelm. Nach Vorarbeit von Geburtstagkind Benjamin Renn netzte er alleingelassen von der Vatan-Defensive unhaltbar für Gerxhaliu zum 2:0 ein. Wenig später beinahe das 3:0 durch Renn, dessen Volleyschuss Gerxhaliu aber entschärfen konnte. Auch die nächste gute Möglichkeit gehörte Renn, der eine Abiama-Flanke per Kopf knapp rechts am Tor vorbeisetzte. Die einzige nennenswerte Aktion Vatanspors noch einmal ins Spiel zurückzufinden vergab Tolga Toker nach einer Schwalbe von Arcan Yanac im Sechzehner - Maximilian Schmidt konnte den zu unplatziert getretenen Strafstoß aber entschärfen (78.). Bei Vatanspor, das bis auf den Elfer nichts zustande brachte, war die Luft nun endgültig raus. Mögeldorf spielte die Begegnung geschickt zu Ende und hätte noch das ein oder andere Tor nachlegen können. Vor allem aber Abiama nutzte seine zahlreichen guten Chancen nicht konsequent aus. Das 3:0 sollte dennoch fallen. Sven Kiefer belohnte sich in der 83. Minute nach einer Ecke für seine gute Leistung. Und die SpVgg Mögeldorf steht verdient in Runde 2. dw/mj

Es sind keine gute Erinnerungen, die die DJK Oberasbach an die Relegation hat. In der vergangenen Saison stieg das damals von Norbert Winkler trainierte Team im Entscheidungsspiel gegen Boxdorf aus der Kreisliga ab – denkbar knapp mit 0:1, durch einen umstrittenen Elfmeter vier Minuten vor Schluss. In dieser Saison spielt Oberasbach erneut in der Relegation, dieses Mal um den Wiederaufstieg in die Kreisliga. Und dass man überhaupt so weit gekommen ist, sei schon ein großer Erfolg, betont Coach Heiko Thiel, der die DJK zu dieser Spielzeit wieder übernommen hat: „Wir hatten einen großen personellen Aderlass. Das Ziel war nicht aufzusteigen, sondern die Mannschaft zu konsolidieren und eine gute Rolle zu spielen.“ Und nun hatte man als Dritter der Kreisklasse 5 doch noch die Gelegenheit, eine Liga nach oben zu wandern. Das Los des Verbandes wollte es kurioserweise, dass die DJK im ersten Spiel auf einen alten Bekannten aus der gleichen Staffel traf. Der KSD Hajduk Nürnberg war als Zweiter in der Tabelle eigentlich das um sieben Punkte bessere Team gewesen. Dass das eine schwere Aufgabe werden würde, war in Veitsbronn schnell klar. Der gerade aus der A-Klasse aufgestiegene, von Nürnberger Kroaten gegründete Verein, war in der Saison zwischenzeitlich 18 Spiele am Stück ungeschlagen geblieben. Zwar erwischte die DJK einen guten Start, kam durch Daniel Pfaffinger und Eray Yildirim, die jeweils frei vor dem Keeper aus spitzem Winkel über das Tor zielten, in den ersten 25 Minuten zu ordentlichen Gelegenheiten. Doch im Verlauf der ersten Halbzeit setzten sich die schnelleren, technisch stärkeren Hajduk-Spieler besser durch. Oberasbach hatte Glück: Zwei Minuten vor der Pause hatte Dominik Dokic die Wahl: selbst aufs Tor schießen oder auf den ebenfalls freien Jurica Jelec zu spielen. Er entschied sich für ein Mittelding aus Schuss und Vorlage, die schlechteste Variante. Der Ball trudelte am Pfosten vorbei. In der zweiten Halbzeit gewannen die Nürnberger endgültig die Oberhand. Eine Doppelchance in der 65. Minute konnte Oberasbachs Torwart Philipp Dobiasch noch mit starken Reflexen entschärfen. Auf die Verliererstraße brachte sich die DJK selbst: Eine Ecke von Dean Gavran fälschte Andreas Zucker zum 0:1 ins eigene Tor ab (68.). Innerhalb von sechs Minuten brach Oberasbach nun ein. Mihael Papa erhöhte durch zwei clever herausgespielte Treffer auf 3:0 (70., 74.). „Unterm Strich war es eine verdiente Niederlage, aber wie es zustande gekommen ist, war freilich bitter“, sagte Trainer Thiel nach der Partie: „Wir waren vorne etwas zu harmlos.“ Die Partie war entschieden, bei den frustrierten Oberasbachern lief auch bei den sich ergebenden Kontergelegenheiten nicht mehr viel zusammen. Der Trainer hatte nach Schlusspfiff allerdings schnell die Fassung wieder gefunden: „Dass wir Dritter geworden sind, war richtig okay.“ Sein Team wird wohl zusammen bleiben, große Abgänge soll es nicht geben. „Als Erster aufzusteigen ist immer schwer, wir wollen wieder vorne mitspielen“, gibt Thiel als Devise für die kommende Saison aus. Selbst über die nächste Relegation wäre man bei der DJK nicht unglücklich. Alexander Pfähler

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