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Hüttl: "Werden für Norbert Frey keinen Sichtschutz anbringen"

Vorschau Kreisliga 2 2. Spieltag

Mit zwei Kärwaspielen startet der 2. Spieltag. Der SV Burggrafenhof hat den SV Raitersaich zu Gast (Anpfiff 15:30 Uhr) und Tuspo Roßtal bekommt es mit dem SC Germania zu tun. Am Sonntag gastiert dann der aktuelle Spitzenreiter DJK Eibach bei der SpVgg Mögeldorf, wo Fusionself-Coach Norbert Frey auf seinen Ex-Verein trifft (17 Uhr). Zur gewohnten Zeit um 15 Uhr hat die DJK Falke die Turnerschaft Fürth zu Gast. Für den SV Hagenbüchach steht beim KSD Hajduk das zweite Aufsteigerduell in Folge an. Der TSV Fischbach will gegen den Post SV die ersten Punkte einfahren. Gleiches hat die SG Vikoria 1883 vor, die den SV Poppenreuth empfängt. Außerdem erwartet der SV Wacker den FC Stein auf der Alm.

Von ganz oben grüßt Christian Hüttl mit der DJK Eibach.

 / © Matthias Janousch

Das Spitzenspiel, wenn am zweiten Spieltag davon schon die Rede sein kann, steigt in Burggrafenhof passend zur Kärwa, wenn die beiden 3:0-Sieger von Spieltag eins, der SV Burggrafenhof und der SV Raitersaich, direkt aufeinandertreffen. „Wir wollen gegen einen guten Gegner versuchen zu punkten“, gibt SVB-Coach Juri Judt als Ziel für das freundschaftlich wie familiär geprägte Duell aus. Keine Kärwa-Geschenke will derweil SVR-Coach Dietmar Kusnyarik verteilen. „Wir wollen den Schwung vom Sonntag mitnehmen und uns nicht verstecken. Wollen und können in Burggrafenhof was mitnehmen, wenn wir vor dem Tor effektiver werden.“ Dabei sind alle Mann an Bord außer dem Ex-Burggrafenhofer Lindner, der verletzungsbedingt passen muss.

Mit einem 2:1-Sieg über Mögeldorf ist Tuspo Roßtal in die Saison gestartet. Gänzlich zufrieden war Coach Özcan Gündogan mit der gezeigten Leistung allerdings nicht. „Das erste Spiel der Saison hat uns gezeigt, dass wir noch an einigen Stellschrauben drehen müssen. Vor allem im Abschluss müssen wir konsequenter werden.“ Dann könnte auch der angestrebte Kärwasieg Wirklichkeit werden. „Wir sind froh, dass es am Samstag gleich weitergeht und wir die Möglichkeit haben die nächsten Punkte einzufahren. Es wird ein hartes Stück Arbeit werden. Wir hoffen bei unserem Kärwaspiel auf viele Zuschauer, die uns unterstützen werden den nächsten Schritt zu gehen.“ Keinen Kärwaausflug hat derweil der SC Germania vor. Nach dem 0:0 bei Post ist die Elf von Serdar Dinc auf die nächsten Punkte aus. „Als erstes muss ich meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen. Wir haben zum Auftakt phasenweise ein sehr gutes Auswärtsspiel abgeliefert, haben der Hitze und den vielen Ausfällen im Team getrotzt. Schade, dass sich die Jungs dafür nicht mit einem Dreier belohnt haben. Verdient wäre es gewesen, aber in der Summe war es ein gelungener Auftakt“, zeigt sich Dinc zufrieden, der bei Weitem nicht aus dem Vollen schöpfen kann. „Jetzt zum nächsten Auswärtsspiel in Roßtal entspannt sich die personelle Situation nicht wirklich, weitere drei Spieler gegenüber letzter Woche werden leider nicht dabei sein können.“ Das macht die Sache wahrlich nicht leichter. Schließlich mussten die Germanen im Sommer einen gehörigen Aderlass hinnehmen. „Roßtal ist mit einem Dreier der Start gelungen, sie werden nun an ihrer Kärwa noch motivierter sein den Saisonstart vor eigenem Publikum zu vergolden. Wir werden uns bestmöglich vorbereiten, denn wir wollen und können das nicht zulassen“, lässt er sich ein Schmunzeln entlocken. Einen Plan für die Zeit nach dem Spiel gibt es auch schon. „Im Anschluss werden wir aber mit dem Roßtaler Team mit einer Bier- oder Radlermaß anstoßen und den Samstagabend ausklingen lassen.“

Einen ausbaufähigen Start legte der TSV Fischbach beim 0:3 in Raitersaich hin. „Wir brauchen endlich ein Erfolgserlebnis“, spielt Daniel Möller auch auf die durchwachsenen Ergebnisse in der Vorbereitung an. „Die Qualität ist da, wir müssen das als Team abrufen. Außerdem muss die Lauf- und Einsatzbereitschaft verbessert werden.“ Auch Änderungen personeller Natur will er nicht ausschließen. „Bei der Aufstellung kann es Überraschungen geben.“ Nun wartet der Post SV, der gegen den SC Germania am ersten Spieltag nicht über ein torloses Remis hinauskam, was Coach Birol Pirdal nicht groß verwundert. „Wie vorhergesagt waren wir nicht wirklich fit. Dies wird sich die nächsten Wochen sicherlich noch bemerkbar machen. Es darf aber keine Ausrede sein, denn unsere Gegner werden womöglich dieselben Probleme haben. Dennoch hoffen wir auf unseren ersten Dreier in der aktuellen Saison.“

Das nächste Aufsteigerduell steigt am Sigena-Sportplatz, wo der heimische KSD Hajduk die saftige Auftaktniederlage von 1:6 in Eibach vergessen machen will. Auch der SV Hagenbüchach verlor zum Auftakt im Duell mit Mitaufsteiger Turnerschaft Fürth. Nun wollen beide Teams die ersten Punkte auf das Habenkonto verbuchen. „Hajduk ist für mich Neuland da ich bisher noch nie gegen diese Mannschaft gespielt habe. Jedoch habe ich 10 Jahre meiner Kindheit am Sigena-Sportplatz verbracht, viele Stunden sind dort draufgegangen, da ich nebendran gewohnt habe“, freut sich SVH-Coach Ahmet Dönmez auf die Rückkehr in die Heimat. „Die Mannschaft hat super 2-3 Jahre hinter sich und ich denke sie werden sich auch wie einige andere Teams nach der Urlaubswelle finden, wenn der Kader wieder wie bei uns im Normalzustand ist. Freue mich, dass Kapitän Roth wieder an Bord ist, der letzte Woche noch frisch Papa geworden ist. Ansonsten gilt es den ein oder anderen Urlauber noch zu ersetzen“, hat Dönmez keine freie Auswahl bei der Besetzung der Positionen. „Wir wollen weiterhin versuchen Fußball zu spielen, was natürlich auch mit Fehlern verbunden ist, die zu Chancen für den Gegner führen. Ich bin jedoch kein Fan von „hoch und weit“, eher Stationsspiel, sodass alle was vom Spiel haben. An diesen Stellen müssen wir noch arbeiten, dafür kommt uns der Kunstrasen gelegen, um unser Passspiel mal aufziehen zu können. Freue mich auf ein tolles Spiel in der Gegend, wo ich aufgewachsen bin.“

Die DJK Falke zwang an Spieltag eins den favorisierten Bezirksligaabsteiger SG Viktoria 83 in die Knie. Nun wartet mit der Turnerschaft Fürth ein starker Aufsteiger auf die Hulm-Elf. „Wir wollen nach dem Auftaktsieg natürlich nachlegen, sind uns aber der Stärke unseres Gegners mehr als bewusst. Eine Mannschaft gespickt mit sehr guten Einzelspielern, die letztes Jahr eine überragende Saison gespielt hat, schwimmt sicherlich auf einer Euphoriewelle.“ Das bestätigte die Mesek-Elf am ersten Spieltag, als man das Aufsteigerduell in Hagenbüchach siegreich gestalten konnte. „Wir müssen weiterhin auf wichtige Leistungsträger verzichten, weswegen wir um jeden Punkt hart kämpfen müssen. In Summe erwarten wir einen ambitionierten Aufsteiger, der mit seiner Klasse in dieser Liga sicherlich oben mitspielen wird.“ Mit der DJK Falke hat sich Adrian Mesek auseinandergesetzt. Ins offene Messer will er der DJK nicht laufen. „Die DJK Falke ist eine kämpferisch eingespielte Mannschaft. Ich denke nicht, dass Falke über die Einzelspieler, sondern mehr über das Kollektiv kommt. Wir müssen uns darauf vorbereiten und erst recht auswärts vorsichtig sein“, prognostiziert er ein hartes Stück Arbeit. „2016/17 ist der Verein aufgestiegen und hat sich im darauffolgenden Jahr in der Kreisliga etabliert. Ich denke dieses Jahr wollen die etwas reißen. Aber wir ändern unsere Spielweise nicht, sondern ziehen unser Ding wie immer durch.“

Mit einer 3:4-Niederlage in Poppenreuth verlief der Rundenbeginn für den SV Wacker suboptimal. Dabei haderte man nicht nur einmal mit der Leistung des Schiedsrichters. Gleich drei Platzverweise wurden gegen die Elf von Neu-Coach Stefan Sattler ausgesprochen und in allen drei Fällen hätte man durchaus auch anders entscheiden können, wenn nicht gar müssen. „Trotz der ganzen Umstände im Spiel gegen Poppenreuth hat man deutlich gemerkt, dass bei Wacker wieder eine Mannschaft auf dem Platz steht, die Charakter, Moral und Willen hat. Fußballerisch machte sich dies leider erst in Unterzahl bemerkbar, aber der persönliche und kämpferische Einsatz eines jeden einzelnen macht definitiv Lust auf mehr“, hat Sattler auch viel Positives aus der Partie gezogen. „Zum ersten Heimspiel gegen Stein haben wir es selbst in der Hand. Wir müssen genau hier anknüpfen und mit der fußballerischen Komponente können wir es zu elft gemeinsam schaffen am Ende mit den ersten Punkten der Saison vom Platz zu gehen.“ Auch der FC Stein musste eine Niederlage quittieren. Am Ende hieß es gegen Burggrafenhof 0:3. „Äußerst unglücklich verlief das erste Saisonspiel, denn es waren eigentlich unsererseits genügend Chancen vorhanden, um das Spiel auch zu unseren Gunsten zu entscheiden“, resümiert Steins Trainer Thomas Eckert und gibt gleich das Ziel aus. „Es gilt nun vor dem Tor effektiver zu agieren und am Sonntag die ersten drei Punkte einzufahren.“

Mit einer Niederlage ist der Bezirksligaabsteiger SG Viktoria 1883 in die Saison gestartet. Coach Michael Lauth brennt nun auf den ersten Dreier. „Nachdem wir uns im ersten Spiel geschlagen geben mussten, wollen wir im ersten Heimspiel gegen einen starken Gegner aus Poppenreuth die ersten Punkte einfahren.“ Die Poppenreuther Jungs bescherten ihrem neuen Trainer Peter Meier dagegen ein perfektes Debüt, zumindest punktemäßig. Die Leistung ist nach Ansicht Meiers noch ausbaufähig gewesen. „Es waren glückliche drei Punkte gegen Wacker, wir müssen jetzt bei der SG nachlegen.“

Für Mögeldorfs Coach Norbert Frey ist das Spiel gegen die DJK Eibach auch eine Reise in die eigene Vergangenheit. Vor einigen Jahren war er selbst noch der Kommandoführer bei der DJK. „Nach der unglücklichen und unverdienten Niederlage in Roßtal wollen wir gegen meinen Ex-Verein, der DJK Eibach, unseren ersten Kreisligasieg im ersten Heimspiel einfahren“, wünscht er sich das erste Erfolgserlebnis nach der 1:2-Niederlage in Roßtal zum Auftakt. „Ich denke, dass beide Mannschaften den hoffentlich zahlreichen Fans und Zuschauern ein gutes Kreisligaspiel präsentieren werden.“ Nun wartet gleich der Tabellenführer aus Eibach, der einen famosen Saisonstart an den Tag legte. Mit 6:1 wies die Elf von Christian Hüttl Aufsteiger Hajduk in die Schranken. „Nach dem tollen Saisonstart vor eigenem Publikum sind wir am Sonntag um 17.00 Uhr zu Gast bei der SpVgg Mögeldorf. Natürlich freut es uns als Tabellenführer nach Mögeldorf zu fahren und möchten auch dort was Zählbares mitnehmen.“ Das Wort Tabellenführer geht Hüttl leicht von den Lippen. Man kann sogar ein Grinsen über das gesamte Gesicht erkennen. „Die Truppe von Norbert Frey besitzt in allen Mannschaftsteilen eine hohe Qualität und diese möchten sie sicher in ihrem ersten Heimspiel auf den Platz bringen. Auch die Torwartposition ist ja nun mit Valentino Rödel wieder gut besetzt.“ Hüttl trainierte den neuen Keeper der SpVgg einst selbst. Zudem verpflichtete der Aufsteiger mit Diego Henschel vom SV Schwaig einen weiteren Schlussmann. „Norbert kennt unsere Truppe ja sehr genau, da er bei seinen Spaziergängen in Eibach immer mal wieder über den Zaun gespitzt hat. Deshalb werden wir aber sicher keinen Sichtschutz in den kommenden Tagen anbringen“, kann er sich ein Lachen nicht verkneifen. „Für uns gilt es, mit der gleichen couragierten Leistung aufzutreten und die erbrachte Leistung zu bestätigen. Besonders gefreut hat es mich für Michael Janetzky, der in der Vorbereitung so manche Chance verballert hat, aber letzten Sonntag gleich viermal erfolgreich einnetzen konnte. Personell werden wir wieder etwas umbauen müssen, da sich der ein oder andere in den Urlaub verabschiedet.“

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