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Mit Hubschrauber-Einsatz: Raitersaich feiert Kärwasieg

Kreisliga 2 3. Spieltag

Der SV Raitersaich ließ sich auch von einem Hubschraubereinsatz wegen einer Verletzung von Florian Schütz nicht aus der Ruhe bringen und gewann gegen den SV Wacker mit 3:1. Wie Raitersaich noch ohne Punktverlust die DJK Eibach nach einem farbenfrohen 2:1 über den SC Germania. Erstmals Punkte abgeben musste die Turnerschaft Fürth beim 2:2 bei der SGV 83 Nürnberg-Fürth. Der Post SV feierte einen ungefährdeten 4:1-Sieg über den SV Burggrafenhof, der SV Hagenbüchach gewann gegen die SpVgg Mögeldorf 2000 mit 4:2, Tuspo Roßtal rang den TSV Fischbach mit 2:1 nieder. Auch die DJK Falke machte es beim 3:2 gegen den KSD Hajduk spannend. Den einzigen Auswärtssieg feierte der FC Stein beim SV Poppenreuth.

Kapitän Thomas Paulus (in gelb) feierte mit dem SV Raitersaich beim 3:0 über den SV Wacker den dritten Sieg in Serie.

 / © Christian Günther

Der Tuspo behielt gegen die Karpfen mit 2:1 die Oberhand und konnte den zweiten Sieg im dritten Saisonspiel einfahren. Die Mannschaft von Özcan Gündogan verdiente sich den Dreier durch eine vor allem in der ersten Halbzeit sehr ansprechende Leistung. Nach einer Abtastphase ergaben sich auf beiden Seiten einige Torchancen. Mitte der ersten Hälfte riss der Tuspo dann das Spielgeschehen mehr und mehr an sich und konnte in der Folge einige vielversprechende Offensivaktionen setzen. Nach der Trinkpause verflachte das Tempo zunächst ein wenig. Allerdings war der Tuspo insbesondere gegen den Ball sehr präsent und attackierte die Fischbacher früh. Die zweite Halbzeit begann für den Tuspo mit einem Start nach Maß. Keine Minute war vergangen, als Dennis Jendreck den Ball vor dem Strafraum auf links zu Nicklas Mützer legte, der den Sprint anzog und aus spitzem Winkel unhaltbar abschloss (46.). Mitte der zweiten Hälfte investierte Fischbach mehr und erarbeitete sich langsam aber sicher Feldvorteile. Genau in diese Phase hinein dann die vermeintliche Vorentscheidung für den Tuspo: Dominik Wolf lief von der Mittellinie auf das Gästetor. Fast hätte die Karpfen-Defensive geklärt, da brachte Wolf doch noch eine Fußspitze an den Ball und spitzelte ihn zum 2:0 ins Netz (77.). Die Gäste waren über Standards stets gefährlich, sodass der Tuspo bis zum Ende für den Dreier fighten musste. Insbesondere nachdem der eingewechselte Spielertrainer Daniel Möller einen Freistoß aus 17 Metern zentraler Position in die Maschen setzte (84.). Gegen den von Jendreck noch unglücklich abgefälschten Schuss war Albert im Roßtaler Kasten ohne Chance. Thomas Funke / Tuspo Roßtal

Beide Mannschaften versuchten mit fußballerischen Mitteln dieses Spiel für sich zu entscheiden. Zu Beginn hatten die Gäste aus Mögeldorf ein leichtes Plus an Spielanteilen, ohne allerdings zu Torchancen zu kommen. In der 11. Minute startete der SVH einen Angriff, Philipp Roth spielte auf Michael Benke, der dem Gästetorhüter Diego Henschel mit seinem Schuss keine Chance ließ. Danach versuchten die Gäste sich weiterhin mit spielerischen Mitteln gegen die SVH-Abwehr durchzusetzen. Es fehlte jedoch der letzte Wille. Die Heimmannschaft überzeugte mit einem Gegenpressung und startete dadurch immer wieder gefährliche Konter. In der 17. Minute passte Henrik Pfau auf Max Gebuhr, der sich auf der rechten Seite durchsetzte und zum 2:0 einschießen konnte. Die Gäste zeigten sich in der Abwehrarbeit verunsichert. Einen verunglückten Rückpass erlief Ammar Al Shabi und schoss in der 28. Minute zum 3:0 ein. Der SVH überzeugte nun mit allen Mannschaftsteilen und es ergaben sich immer wieder Torchancen. In der 33. Minute spielte Al Shabi einen Pass zentimetergenau auf Gebuhr, der ins Tordreieck traf. Die zweite Halbzeit begannen beide Mannschaften verhalten und die Hitze forderte ebenfalls ihren Tribut. Bilel Marrouki traf mit einem Fallrückzieher nur den Pfosten und mehrere vielversprechende Konter konnten nicht in Tore umgemünzt werden. Bei einem der über die Flügel vorgetragenen Konter der Gäste verkürzte Benjamin Renn mit einem Flachschuss ins rechte Eck auf 1:4. Marrouki war es dann in der 86. Minute, der mit einem Volleyschuss nur die Latte des Gästetores traf. In der Nachspielzeit agierte die Heimmannschaft etwas zu sorglos und musste den Treffer zum 2:4 durch Patrick Hederer hinnehmen. Günter Pfau / SV Hagenbüchach

Das Spiel war kaum angepfiffen, da ging Florian Schütz in einen Pressschlag und blieb liegen. Die Folge war ein Hubschraubereinsatz, der den Raitersaicher Offensivmann ins Krankenhaus bringen musste. Über die Diagnose ist bislang nichts bekannt – gute Besserung an dieser Stelle. In der Folge agierte die Heimelf spielbestimmend, während sich Wacker über eine körperbetonte Spielweise in die Partie kämpfte. Der für Schütz gekommene Sebastian Pasieka flankte von der rechten Seite auf Peter Vetter am langen Pfosten, der die Kusnyarik-Elf mit einem über SVW-Keeper Jan Niedermeier abgefälschten Schuss in Führung brachte (33.). Nach einer Ecke von Paul Maier erhöhte Patrick Luger in der Nachspielzeit der ersten Hälfte auf 2:0 (45.+6). Wacker zeigte in der zweiten Hälfte ein anderes Gesicht und hatte nach 65 Minuten die Chance zum Anschluss, als Pawel Kielbasa im Strafraum zu Fall kam und Patrick Danninger den fälligen Elfmeter an den Pfosten setzte. Auf Vorarbeit von Florian Müller trug sich Dietmar Kusnyarik per Bauernspitze in die Torschützenliste ein (71.). Safak Cetin nagelte wenig später einen Volleyschuss an den Pfosten. In der Nachspielzeit sorgte Pawel Kielbasa nach einer Ecke noch für Ergebniskosmetik (90.+1.).

Ohne die Urlauber Juri und Michael Judt sowie Patrick „Bazi“ Raab trat der SV Burggrafenhof am Ebensee an. Zudem verletzte sich Christian Schottenhamml im Vorfeld, sodass Vertretungsstrainer Udo Hammerschick improvisieren musste. Die Pirdal-Elf übernahm gleich das Kommando und ging nach einer knappen Viertelstunde in Führung. Ein abgefälschter Schuss von Oguz Pirdal landete vor der Flinte von Stefan Kühnlein, der keine Mühe hatte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie zu drücken (14.). Den zweiten Treffer leitete Kühnlein dann selbst ein. Über Ciaran Carpenter kam der Ball zu ihm zurück und er schnürte seinen Doppelpack (25.). Nach dem Seitenwechsel lief Emre Karac alleine auf das SVB-Tor zu, Dominik Müller parierte, doch gegen den Nachschuss von Tim Niklaus hatte der SVB-Torwart keine Abwehrmöglichkeit (73.). Nun ließen die Gastgeber etwas nach und ermöglichten dem SVB den Ehrentreffer. Christopher Müller ließ vier Mann stehen und hatte das Auge für Martin Stiegler, der vollstreckte (76.). Mit einem humorlosen Vollspann ließ Florian Almosdörfer die Hoffnungen auf einen Punktgewinn zerplatzen (79.). Wegen eines Schubsers sah Ciaran Carpenter in der 84. Minute zudem die Rote Karte.

Hajduk war in der ersten Halbzeit weitestgehend überlegen, ließ allerdings viel zu viel liegen. Vor allem der sehr gut aufgelegte Jelec sorgte immer wieder für Gefahr. Die Falken waren bis auf ein Abseitstor von Neubauer nach vorne nicht aktiv. In der zweiten Halbzeit sollte das Spiel allerdings an Fahrt aufnehmen. Der frisch aus dem Urlaub in die Startelf zurückgekehrte Amorim bekam nach dem Seitenwechsel so richtig Lust: in der 51. Minute überlief er gleich zwei Spieler und brachte den Ball in die Mitte. Neubauer leitete den Ball mit der Hacke weiter auf Billner, welcher in aller Ruhe einschieben konnte. Die DJK hatte nun viele Chancen, wurde in der 58. Minute allerdings nach einer Ecke etwas überrascht, als Jelec zum 1:1 einköpfte. Doch die Falken machten weiter und vergaben gleich mehrmals vor dem Tor in Person von Hulm, Lämmermann und Neubauer. In der 65. Minute sah dann Edenharter in einer Situation die Ampelkarte wegen Meckerns und musste vom Platz. In Unterzahl erkämpften sich die Kroaten einen Strafstoß, der allerdings von Steger stark rausgetaucht wurde (75.). Auch in der nächsten Szene war Steger wieder die Rettung, als er einen Schuss aus sieben Metern stark parierte. Nach 83 Minuten setzte Amorim erneut zum Solo an: diesmal ließ er drei Spieler stehen, legte den Ball wieder in die Mitte und Hulm netzte sicher ein. Hajduk riskierte jetzt mehr, was Falke Chancen zum Kontern gab. In der 88. Minute wurde Lämmermann von Neubauer auf die Reise geschickt und behielt vor Torwart Wolf die Nerven. Kurz vor Schluss schaffte Jelec dann erneut den Anschluss, allerdings zu spät. Die DJK gewann in einer zum Schluss sehr ansehnlichen Partie mit 3:2. Daniel Hager / DJK Falke

Druckvoller Beginn und gute erste Halbzeit der SGV 83 – bis auf Schlussphase und Nachspielzeit, wo die TS 1899 den Rückstand drehte dank Torhüter-Defiziten und Schiedsrichter-Großzügigkeit. Trotz Problemen nach Seitenwechsel gelang nie aufgebenden Lauth-Schützlingen gegen ballsichere und spielstarke Gäste noch der durchaus verdiente Ausgleich. Burak Babur brachte die Heimelf nach einer halben Stunde in Führung. Mit einem Doppelschlag kurz vor der Pause drehten die Mesek-Schützlinge die Partie. Der reaktivierte Goalgetter Erhan Bulut wies seine Torjägerqualitäten in der 43. Minute nach. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte traf zudem Neuzugang Yasin Kaya. Zwei Minuten vor dem Ende war es schließlich David Rodriguez Alonso, der den Punkt für die Lauth-Truppe dingfest machte. Turnerschaft-Neuzugang Deniz Arici (kam aus Roßtal) stand noch nicht im Kader. Klaus Meßenzehl /SGV 83 Nürnberg-Fürth / matt

Die DJK Eibach spielte von Beginn an überlegen, während die Germanen nur reagierten. Nach einem langen Ball von Dominik Kisskalt leitete Michael Janetzky die Kugel per Kopf weiter auf Michael Ammon, der den Ball aus 18 Metern zur frühen Führung im Netz zappeln ließ (2.). Die DJK ließ in der Folge viele Hochkaräter liegen, zweimal Ammon und Christoph „Löwe“ Kohler scheiterten beispielsweise in einer Aktion an SCG-Keeper Denis Hermann (18.). Ammon brachte es zudem fertig zweimal alleine vor Hermann den Ball nicht im Tor unterzubringen (23., 28.). Die beste Chance der Gäste vergab Sebastian Schindzielorz per Kopf nach einer Ecke (32.). Kurz vor der Pause machte es Florian Haas besser, als er nach einer Ecke zum 2:0 einköpfte (44.). U19-Akteur Mohammed Kouresh brachte die Gäste nach der Pause noch einmal heran (57.), ehe sie sich dezimierten. Patrik Weber sah nach einer vermeintlichen Tätlichkeit an Markus Schmidt Rot – eine zweifelhafte Entscheidung (63.). Auf der anderen Seite sah Kisskalt die Ampelkarte, als er einen Elfmeter verursachte, den sein Keeper Hufnagel prächtig gegen Marco Seinil parierte. Auch nach der Roten Karte gegen Phillip Jäckel wegen Notbremse (76.) brachten die Eibacher den Sieg in Unterzahl über die Zeit.

Vorneweg sei gesagt, dass die Leistung der Steiner keineswegs geschmälert werden soll und die Gäste durchaus auch hätten höher gewinnen können. Dass der FCS jedoch überhaupt zu seinen Chancen kam, lag allen voran am SVP, der sich im Endeffekt selbst schlug, in der Defensive Geschenke verteilte und im Abschluss ebenfalls glücklos blieb. Spielerisch zeigten sich die Hausherren zwar von Beginn an überlegen, brachten sich aber bereits nach vier Minuten selbst ins Hintertreffen, als Weiner bei seinem Klärungsversuch unglücklich Sebastian Döll traf, von dem das Spielgerät perfekt in den Lauf von Christian Hanf prallte, welcher wenig Mühe hatte zur Führung ins verwaiste Tor zu treffen. Lang dauerte es dann auch nicht, bis der FC, der sich zu Beginn äußerst kaltschnäuzig zeigte, den zweiten Treffer nachlegte. Natürlich ging diesem Treffer ein einfacher Poppenreuther Ballverlust im Spielaufbau voraus. Christoph Sitzmann interessierte das natürlich wenig. Alleine vor Weiner schob er überlegt ins lange Eck ein. Und auch in der Folge verteilte der SVP weiterhin Geschenke, allein nutzen konnte Stein kein weiteres davon. Auf der anderen Seite spielten sich auch die Hausherren Chancen heraus, ließen aber auch im Abschluss die Präzision vermissen und so dauerte es bis in die 44. Minute, ehe Lukas Rahner seine Farben mit seinem Treffer wieder ins Spiel brachte. In Hälfte zwei ging das Spiel dann zunächst hin und her. Die Gäste hätten durchaus nachlegen können, aber auch der Ausgleich lag jederzeit in der Luft. Symptomatisch für dieses Spiel fiel dann auch das 2:2 in der 57. Minute. Erst rettete Weiner im Poppenreuther Tor im 1-gegen-1 und im direkten Gegenzug gelang Rahner mit seinem zweiten Treffer des Tages der Ausgleich. Spätestens jetzt war jedem klar, dass die Poppenreuther dieses Spiel noch drehen wollten, weiterhin blieben aber auch die Gäste gefährlich und scheiterten noch mehrmals an Weiner, der wie seine Mitstreiter momentan jedoch nicht unbedingt vom Glück verfolgt wird. Zwölf Minuten vor dem Ende zeigte Schiedsrichter Sebastian Linz nämlich auf den Punkt, nachdem Kai Rupprecht den Ball im Strafraum aus kürzester Distanz an den angelegten Arm von Lissner lupfte. Zwar parierte Weiner den Versuch von Tim Kreim, der Ball prallte jedoch direkt zu diesem zurück, sodass er im zweiten Anlauf einschieben konnte. Weitere Hochkaräter waren bis zum Schluss auf beiden Seiten vorhanden, das glücklichere Ende blieb aber den Gästen vorbehalten. Christoph Weiner / SV Poppenreuth

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