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Ausgerechnet im Zaunderby: Wacker feiert ersten Saisonsieg!

Kreisliga 2 6. Spieltag, Sonntag

Gleich drei Mannschaften konnten am 6. Spieltag ihren ersten Saisonsieg feiern. Mit einem satten 7:0 gewann die SpVgg Mögeldorf das Aufsteigerduell gegen die Turnerschaft Fürth. Im Zaunderby zwischen Wacker und Eibach siegte die Heimelf dank eines Tores von Derbyheld Marco Gövert mit 1:0. Auch für Fischbach gab es den ersten Dreier der Saison. Mit 2:1 gewannen die Karpfen gegen die DJK Falke. Außerdem behielt der SC Germania durch ein Last-Minute-Tor von Tarik Toksöz gegen die SG 83 Viktoria die Punkte an der Weihergartenstraße. Erman Elibol und Bernhard Lehnert sicherten dem FC Stein den Derbysieg gegen Tuspo Roßtal. Der SV Raitersaich machte gegen den Post SV zunächst einen 0:3-Rückstand wett, um in der Nachspielzeit noch das 3:4 durch Tim Niklaus zu kassieren. Der KSD Hajduk schien sich schon auf der Siegerstraße zu befinden, ehe der SV Poppenreuth spät doppelt zurückschlug. Endergebnis 3:3.

Der Jubel beim SV Wacker nach dem Derbysieg kannte keine Grenzen. 

 / © Christian Günther

Die erste Hälfte verlief ausgeglichen. Nach zwölf Minuten räumte die Defensivabteilung des KSD Hajduk Poppenreuths Stefan Mittelstädt unfreiwillig Freiheiten ein, die er mit dem Kopfballtreffer zum 0:1 nutzte. In der zweiten Hälfte drückte die Heimelf auf den Ausgleich, der kurz nach Wiederbeginn fiel. Spielertrainer Jurica Jelec verwertete eine Hereingabe von der rechten Seite zum 1:1 (47.). Neun Minuten später drehte er gar die Partie, als er eine Flanke von links zum 2:1 einschoss. Nach einer guten Stunde zog Abaz Memedi von der rechten Seite in die Mitte und schloss zum 3:1 ab (62.). Hajduk durfte schon vom zweiten Sieg in Serie träumen, doch die Meier-Elf gab sich nicht geschlagen. Alexander Kirschner erzielte fünf Minuten vor dem Ende nach einer Ecke per Abstauber den Anschlusstreffer. In der Nachspielzeit gelang sogar noch der Ausgleich. Nach einer weiteren Ecke traf Mittelstädt per Schienbeinschleuderschuss. Dass KSD-Keeper in dieser Szene im Fünfmeterraum bedrängt wurde, würdigte der Schiedsrichter nicht als Foulspiel.

Der SC Germania feierte einen verdienten Sieg über den Bezirksligaabsteiger. Vom Anpfiff weg waren die Dinc-Schützlinge besser im Spiel und vergaben zu Beginn gleich mehrere Chancen. Nach 26 Minuten ging die Heimelf schließlich in Führung. Talal Bazzi spielte den starken Youngster Yannick Siebenkäs frei, der trocken abschloss. Giovanni Stabile im Gästetor konnte den Ball nicht festhalten, sodass Rashid Alhassan abstauben konnte. Nach dem Seitenwechsel hätte der kantige Stürmer sein Konto auffüllen können, doch gleich zweimal scheiterte er vor dem gegnerischen Tor (50., 53.). Im Gegenzug waren die Gäste erfolgreich. Eine Flanke von der rechten Seite wurde vom langen Pfosten in die Mitte geköpft, wo Burak Babur zur Stelle war (54.). Das Aluminium stand einem zweiten Treffer der Lauth-Elf im Weg. Beide Teams hatten schon mit dem Remis gerechnet, da hatte Siebenkäs noch eine Idee. Er wurde im Strafraum von Stabile abgeräumt und den fälligen Elfmeter verwandelte Tarik Toksöz zum späten 2:1-Siegtreffer (90.+1).

Einen etwas glücklichen 1:0-Sieg feierte der FC Stein im Derby gegen Tuspo Roßtal, den Keeper Bernhard Lehnert festhielt. Der Rückhalt war nach 20 Minuten gefragt, als er gegen Max Oppitz eine Glanzparade auspackte. Auch beim 25-Meter-Schuss von Nicklas Mützer war der Zerberus zur Stelle (25.). Mit der ersten echten Torchance ging Stein nach 32 Minuten in Führung. Christian Hanf, vor dem Spiel für 500 Partien im Trikot des FC Stein ausgezeichnet, trat zum Freistoß an, den Erman Elibol per Abstauber veredelte. In der zweiten Hälfte musste erneut Lehnert retten, als er einen Kopfball von Peter Sponsel aus dem Eck fischte. Christian Gastner hatte die nächste Steiner Chance, blieb aber gegen Tuspo-Keeper Nico Albert zweiter Sieger (57.). Der Tuspo scheiterte nach einer Stunde am Pfosten und auch Elibol blieb sein Doppelpack im Eins-gegen-eins mit Albert verwehrt. Zehn Minuten vor dem Ende sicherte Lehnert schließlich mit einem parierten 15-Meter-Schuss den Sieg.

Aufatmen beim TSV Fischbach. Im sechsten Anlauf schaffte die Elf um das Trainerduo Lechner/Möller den lang ersehnten ersten Saisonsieg gegen die Gäste von der DJK Falke. Von Beginn an waren die Hausherren gut im Spiel und beherrschten Ball und Gegner. In der 38. Minute konnte sich Nils Schellenberger im Zweikampf behaupten, sein Zuspiel erreichte Eric Bauer, der zwei Gegenspieler austanzte und mit einem Schuss ins kurze Eck Gästekeeper Marius Steger keine Abwehrchance ließ. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Spielertrainer Stefan Lechner auf 2:0 für seine Farben: Einen Freistoß von Nino Häberlein konnte Steger nicht festhalten, Lechner stand goldrichtig und schob aus kurzer Distanz ein. Nach dem Seitenwechsel kontrollierten die „Karpfen“ weiterhin das Spielgeschehen, auch ein Gegentreffer von Jonas Bohner, der in der 59. Minute aus dem Gewühl heraus auf 2:1 für Falke verkürzte, brachte die Hausherren nicht aus der Fassung. Beide Teams hatten noch die ein oder andere Möglichkeit, doch blieb es aufgrund einer geschlossenen Mannschaftsleistung in einer harten, aber dennoch fair geführten Begegnung beim verdienten 2:1 für Fischbach. kk

Die stattliche Kulisse von 450 Zuschauern sah in der ersten Hälfte eine ausgeglichene Begegnung. Einmal zappelte der Ball schon im Netz, doch dem Treffer von Marco Gövert wurde aufgrund Foulspiels vom souverän leitenden Kenny Abieba die Anerkennung versagt. In der zweiten Hälfte drückte die DJK Eibach, allerdings ohne Ertrag. Die Wacker-Truppe zeigte eine positive Reaktion auf die Kritik von Trainer Stefan Sattler und damit einhergehend die beste Saisonleistung. Diese krönte Marco Gövert nach 50 Minuten mit dem Tor des Tages, das ihn für die kommenden Monate zum Derbyhelden machte, als er aus dem Gewühl heraus die Führung markierte. Mehr als Halbchancen konnten sich die Gäste in der Folge nicht mehr erspielen. Die Wacker-Defensive hielt dem Druck Stand. Damit ist auch der erste Saisonsieg der Sattler-Truppe perfekt – und das im Zaunderby. Als hätte jemand ein Drehbuch geschrieben.

Einen Sahnetag erwischte die SpVgg Mögeldorf im Aufsteigerduell mit der Turnerschaft Fürth. Bereits nach fünf Minuten brachte Marc Wilhelm die Heimelf nach Vorarbeit von Arthur Rein in Führung. Nach Foul von Mustafa Habib an Tobias Ubrig verwandelte Sven Kiefer den fälligen Elfmeter zum 2:0 (12.). Nach 24 Minuten brachte Christoph Ubrig eine Ecke in die Mitte, Kiefers Kopfball wurde auf der Linie geklärt und Wilhelm staubte zum 3:0 ab. Nach Pass von Paul Schinner überlupfte Rein Fürths Spielertrainer Adrian Mesek, zündete den Turbo und schob mit seinem schwachen rechten Fuß zum 4:0 ein (27.). Tobias Ubrig ließ noch einen direkt verwandelten Freistoß folgen (34.), ehe sich Mesek beim Torschuss des Torschützen zum 5:0 als Torhüter betätigte und folgerichtig mit der Roten Karte bestraft wurde. Die Frey-Elf leistete sich den Luxus den Handelfmeter von Schinner in die Wolken zu schießen (42.). Nachdem Deniz Arici wegen wiederholten Foulspiels per Ampelkarte das Feld verlassen hatte, nutzte Mögeldorf die Räume und erhöhte durch Tobias Leier (79.) und Benjamin Renn (86.) noch auf 7:0.

Der SV Raitersaich musste sich am Ende denkbar unglücklich geschlagen geben. Das Spiel wurde allerdings schon in der ersten Hälfte verloren. Nach einer Almosdörfer-Ecke durfte Stefan Kühnlein am kurzen Pfosten sträflich frei einköpfen (10.). Zehn Minuten später tankte sich der Routinier am rechten Flügel bis zur Grundlinie durch und flankte auf Sturmpartner Dominique Müller, der per Flugkopfball erhöhte. In der Folge vergab die Heimelf einige Hochkaräter. Den Schuss von Florian Müller fischte Post-Keeper Lukas Tischhöfer aus dem Eck und der Fallrückzieher von Dominik Steinlein nach Vorlage von Dietmar Kusnyarik verfehlte das Ziel nur um wenige Zentimeter. Kurz vor der Pause schoss Paul Maier nach Pass von Thomas Paulus den Post-Torhüter an (43.) und im Gegenzug flankte Florian Almosdörfer auf Kühnlein, der seine Kopfballstärke eindrucksvoll nachwies (44.). Der SVR hatte sich für die zweite Hälfte einiges vorgenommen und kam durch Steinlein ins Spiel zurück. Der Stürmer nahm den Ball mit der Brust an und traf per Volleyschuss sehenswert aus 22 Metern (48.). Der Post SV dezimierte sich nach der Ampelkarte gegen Oguz Pirdal wegen wiederholten Foulspiels (70.). Nur eine Minute später verwandelte Steinlein eine Ecke direkt und der die Kusnyarik-Elf schnupperte am Punktgewinn. Nach 84 Minuten landete ein verunglückter Abschlag Tischhöfers in den Füßen von Kusnyarik, der sich nicht zweimal bitten ließ. Doch das letzte Wort hatten die Gäste in der Nachspielzeit. Emre Karac setzte sich am linken Flügel durch und bediente Tim Niklaus, der aus dem Hinterhalt den Dreier für die Pirdal-Elf perfekt machte (90.+1).

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