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Gündogan: "Haben uns die Tore für die Sportmeile aufgehoben"

Vorschau Kreisliga 2 7. Spieltag

Am Wochenende ist es nun soweit. Die Sportmeile in Roßtal, das große Gemeinschaftsprojekt zwischen dem TV und dem Tuspo Roßtal, wird feierlich eingeweiht. Damit einhergehend verschmelzen die beiden Vereine zu einem großen Verein, der TSV Roßtal heißen wird. Bei den Fußballern wird der Name erst zur nächsten Saison offiziell, da eine Frist verpasst wurde. Personell hat sich sowohl in Roßtal als auch in Raitersaich etwas getan, beide Teams können einen Rückkehrer begrüßen.

Özcan Gündogan hofft auf einen Dreier im Derby gegen Raitersaich zur Eröffnung der Sportmeile.

 / © Jürgen Rauh / Sportfoto Zink

Nach über einjähriger Bauzeit ist das Großprojekt „Sportmeile Roßtal“ so gut wie fertig und wird am kommenden Wochenende feierlich eröffnet. Von Freitag ab 17 Uhr, wenn der offizielle Festakt beginnt, bis zum Sonntag dauern die Eröffnungsfeierlichkeiten an. Für die Fußballer steht am Samstag um 17 Uhr das Derby gegen den SV Raitersaich an. Vier Stunden zuvor bittet Trainer Özcan Gündogan seine Jungs bereits zum Treffpunkt, da die Fußballabteilung vom alten Gelänge am Steinerswäldchen an einem Fußmarsch in die Ortsmitte teilnimmt, wo sie auf die Handballer des ehemals TV Roßtal trifft. Dies soll die symbolische Verschmelzung der beiden Vereine hin zum TSV Roßtal darstellen. Dass die Fußballer in dieser Saison noch unter dem alten Namen Tuspo spielen, ist dem geschuldet, dass man eine Frist beim Verband verpasste. Da während der Saison kein Namenswechsel vollzogen werden kann, wird der Tuspo offiziell erst in der Spielzeit 2019/20 unter dem Namen TSV Roßtal spielen.

Die Generalprobe zur Eröffnung vermasselten die Roßtaler beim Derby in Stein. 0:1 hieß es am Ende trotz einer engagierten Leistung mit wesentlich mehr und besseren Chancen auf Seiten des Tuspo, wie Gündogan konstatiert. „An der Niederlage kaue ich noch“, gibt er unumwunden zu. „Steins Keeper Bernhard Lehnert hatte einen Weltklassetag. Normalerweise vermeide ich solche Superlative, aber hier trifft es einfach zu“, zieht der Coach den Hut vor dem gegnerischen Rückhalt, dem auch dreimal das Torgestänge in die Karten spielte. „Meinem Team kann ich überhaupt keinen Vorwurf machen. Wir haben uns die Tore eben für die Sportmeile aufgehoben“, erklärt er mit einem Lachen. Nun hofft er auch mehr Ballglück im Derby und stellt fest, dass seine Truppe auf einem guten Weg ist. „Das gibt uns Selbstvertrauen. Die Zahnräder greifen langsam. Egal wer spielt, wir können jeden schlagen, wenn jeder seine Leistung bringt.“ Personell wird es auch wieder etwas besser aussehen, denn ein paar Urlauber kehren zurück. Einer, der noch nicht dabei sein kann, ist Tobias Dürschinger. Der ehemalige Torjäger, zuletzt in Diensten des SV Barthelmesaurach, kehrt aber in der Woche nach der Eröffnung wieder in seine sportliche Heimat zurück. Dürschinger, einst auch beim SC Feucht aktiv, soll als spielender Co-Trainer für Gündogan den verlängerten Arm auf dem Platz geben. Erst einmal bekommt er aber seine Zeit, um wieder fit zu werden.

Ähnlich verhält es sich beim SV Raitersaich. Auch dort ist der ehemalige Torjäger zurückgekehrt. Patrick Otts letzte Station ist ausgerechnet der Tuspo, wo er als Co-Trainer agierte, was zusätzliche Brisanz birgt. SVR-Coach Dietmar Kusnyarik setzte Ott am vergangenen Wochenende erstmals in der Ersten ein. Der Spielertrainer kennt den Goalgetter noch aus seiner Zeit beim ASV Veitsbronn. "Als wir damals mit dem ASV aufgestiegen sind, war der Patrick die größte Waffe in Raitersaich.“ In den Folgejahren blieb dem Stürmer allerdings das Verletzungspech stets treu und auch das Karriereende drohte zwischenzeitlich. Nun will es Ott aber noch einmal wissen und bekommt von Kusnyarik ausreichend Zeit, um wieder fit zu werden. Deswegen steht auch noch in den Sternen, ob Ott ins Aufgebot rutscht. In jedem Fall will Kusynarik nach drei Niederlagen in Serie wieder in die Erfolgsspur zurück. „Wir sind jetzt ein bisschen in Zugzwang geraten und wollen nicht nach unten abrutschen. Die erste Halbzeit gegen Post war zum Vergessen, in der zweiten Hälfte haben wir aber eine gute kämpferische Leistung gezeigt, auf der wir aufbauen können“, erklärt Kusnyarik, der sich einen selbstsichereren Auftritt seiner Jungs wünscht. Im Derby braucht man sicher niemanden zu motivieren.

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