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6:4 nach 1:4! Hagenbüchach dreht Topspiel gegen Raitersaich

Kreisliga 2 9. Spieltag, Sonntag

Was war das für ein Spiel! Der SV Hagenbüchach triumphierte im Spitzenspiel gegen den SV Raitersaich mit 6:4 und ließ sich auch von einem zwischenzeitlichen 1:4-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen. Gefeierter Mann bei der Heimelf war Viererpacker Bilel Marrouki. Nach vier Niederlagen in Folge bog die DJK Eibach just zum Geburtstag von Coach Christian Hüttl in die Erfolgsspur zurück. Gegen einen guten Post SV gewann man mit 2:1. Der SV Poppenreuth rang den Tuspo Roßtal mit 2:0 nieder, während die SpVgg Mögeldorf 2000 und der SC Germania beim 1:1 die Punkte teilten. Der KSD Hajduk verließ durch ein 2:0 gegen den TSV Fischbach, der nun die Rote Laterne innehat, die Abstiegsplätze. Den letzten Platz verließ derweil der SV Wacker, der bei der SGV Nürnberg Fürth 1883 dank Marco Gövert den ersten Auswärtsdreier feierte.

Bilel Marrouki (Mitte) war mit seinem Viererpack der gefeierte Mann in Hagenbüchach.

 / © Matthias Janousch

Die erste Hälfte dieser Partie ist relativ schnell erzählt, denn keine der beiden Mannschaften konnte sich große Vorteile verschaffen. Zwar sah man beiderseits durchaus Bemühungen, über Ansätze ging es aber sowohl bei Poppenreuth als auch bei Roßtal nicht hinaus. Chancen sprangen somit auf beiden Seiten nicht wirklich heraus. Für die Gäste näherte sich einzig Baier an, dessen Freistoß aber klar über das Tor ging, für Poppenreuth versuchten sich unter anderem Tersch, Meier und Kirschner aus der Distanz, wobei auch diese zu ungenau zielten. Spielerisch hielt die zweite Hälfte etwas mehr bereit, wenngleich das Niveau durchschnittlich blieb. Allerdings erarbeiteten sich die Hausherren nach der Pause mehr und mehr Spielanteile, die sie in der 55. Minute prompt in die 1:0-Führung ummünzten, als Johannes Städtler nach Russo-Freistoß am höchsten stieg und per Kopf einnetzte. In der Folge versuchte Roßtal alles, um zum Ausgleich zu kommen, die Defensive der Hausherren wackelte jedoch kaum, sodass Weiner im SVP-Gehäuse nur einmal ernsthaft eingreifen musste, als die Gäste einen Freistoß frech direkt aufs Tor zogen. Für absolute Klarheit sorgte schließlich der eingewechselte Daniel Kanzler, der nach schlimmem Fehlpass der Gäste auf Vorlage von Meier alleine vor Tuspo-Keeper Albert die Nerven behielt und den 2:0-Endstand in der Schlussminute herstellte. Jasmin Stark

In einem "verrückten" und für die Zuschauer unglaublich interessanten Spiel siegte der SV Hagenbüchach nach einem 1:4-Rückstand noch mit 6:4 Toren gegen den Gast aus Raitersaich. Nach kurzem Abtasten übernahm der SVH die Initiative und ging in der 19. Minute durch Bilel Marrouki in Führung. Doch bereits in der gleichen Minute setzte sich SVR-Spielertrainer Dietmar Kusnyarik auf der linken Seite durch und bediente maßgerecht Florian Müller, der zum 1:1 mühelos einschießen konnte. In der 25. Minute nahm der gleiche Spieler einen Ball im Strafraum auf und erzielte gekonnt das 1:2. Nur sechs Minuten später erzielte Dominik Steinlein mit einem millimetergenauen Schlenzer das 1:3. Nur eine Minute später setzte sich Paul Maier in der Mitte durch und ließ Simon Kraus im SVH-Tor keine Chance. Als alle bereits mit einem Kantersieg der Gäste rechneten, raffte sich der SV Hagenbüchach noch einmal auf und Bilel Marrouki verkürzte in der 34. Minute auf 2:4 und in der 36. Minute auf 3:4. Nach einem "vogelwilden" Abwehrverhalten in der ersten Halbzeit zeigten beide Mannschaften nun eine solide Abwehrleistung. Trotz leichten Übergewichts des SVH blitzte immer wieder die gefährliche Kontermentalität der Gäste auf. In der 83. konnte der SVR-Torwart Andre Schuster den durchgebrochenen Philipp Roth nur durch ein Foul im Strafraum stoppen. Die Gelbe Karte und den verhängten Elfmeter quittierte er mit mehrmaligen Kommentaren und erhielt daraufhin vom konsequenten Schiedsrichter Maurice Dorsch die Gelb-Rote Karte. Der eingewechselte Torhüter Patrick Gutierrez ahnte zwar die richtige Ecke, gegen den genau getretenen Strafstoß von Marrouki zum 4:4 hatte er jedoch keine Chance. Mit 10 Mann kämpften die Gäste auf verlorenem Posten und zwei Tore von Hakan Aydogdu in der 87. und 90. Minute besiegelten die Auswärtsniederlage. Günter Strauß

Für die SpVgg Mögeldorf 2000 wäre ein Sieg gegen den SC Germania durchaus möglich gewesen. Am Ende musste man sich mit dem SC Germania die Punkte teilen. Die erste Chance des Spiels hatten die Gäste. Bazzi zog aus der Distanz ab und der Ball strich haarscharf über das von Schmidt gehütete Gehäuse. Nach zehn Minuten Anlaufzeit kam die Heimelf besser ins Spiel. Renn setzte Rein in Szene, der in SCG-Keeper Denis Hermann seinen Meister fand. Nach einem umstrittenen Abseitstor von Renn legte Kiefer nach einer Ecke auf Schinner zurück, der die Kugel über das Tor schoss. Toksöz hatte die Führung der Gäste auf dem Fuß, sein Freistoß wäre im Winkel gelandet, hätte ihn nicht Schmidt aus diesem gefischt. In der 55. Minute nutzte Rein ein Missverständnis in der Gästedefensive. Nach Doppelpass mit Christoph Ubrig stand er allein vor dem Tor und behielt die Nerven. Fast im Gegenzug steckte Altmeister Toksöz zu Youngster Siebenkäs durch, der allein vor Schmidt zum Ausgleich einschob (57.). Da in der Folge Kiefer und Rein ihre „Hundertprozentigen“ nicht in Tore ummünzen konnten, blieb es letztlich beim 1:1-Remis.

Der KSD Hajduk gewann am Ende verdient mit 2:0 gegen den TSV Fischbach, der weiter auf den ersten Auswärtspunkt warten muss. Nach zehn Minuten verwertete Danijel Rados einen Abschlag von KSD-Keeper Ivan Grof zum 1:0. Er kontrollierte die Kugel und schloss links unten ins Eck ab. Nach Wiederanpfiff vergab Dominik Dokic die große Chance, um das Ergebnis auszubauen. Fischbachs Keeper Alex Felker brachte Enes Saleem durch unvorsichtiges Einsteigen im Strafraum zu Fall. Felker machte seinen Fehler aber prompt wieder gut, indem er den Elfmeter aus dem linken oberen Eck fischte. Die Entscheidung fiel in der 88. Minute. Dokics erster Versuch wurde von der TSV-Abwehr abgefangen, er holte sich das Spielgerät aber wieder und spielte es von rechts zum in die Strafraummitte laufenden Saleem, der den Ball mit etwas Effet links oben einschoss. Alex Wassermann

Die Eibacher Jungs machten ihrem Trainer Christian Hüttl mit dem 2:1-Sieg den optisch überlegenen Post SV das perfekte Geburtstagsgeschenk. Allerdings hätte das Spiel auch anders laufen können, wenn Burak Ölcer seine drei Großchancen (8., 17., 44.) in Tore umgemünzt hätte. Einmal scheiterte er allein vor Christian Hufnagel, einmal schoss er sich selbst an und beim dritten Versuch war die Latte Endstation. Ebenfalls den Querbalken traf Janetzky, der Post-Keeper Tischhöfer überlupft hatte (31.). Wie aus dem Nichts ging die DJK nach einem Doppelpass zwischen Nieter und Jäckel in Führung. Die folgende Flanke verwertete Johannes Hofmann per Flugkopfball (37.). Nur zwei Minuten später schlief die Poster Abwehr nach einem Einwurf von Ammon. Kißkalt nahm die Einladung an und traf ins lange Eck. In der munteren zweiten Hälfte brachte Pirdal seine Farben zurück ins Spiel. Sein abgefälschter Freistoß landete unhaltbar für Hufnagel im linken Eck (54.). Post warf in der Folge alles nach vorne, doch die Eibacher Abwehr hielt dem Druck stand und belohnte sich mit dem Dreier. Diesmal wurde der Kampf angenommen.

Trotz teilweise drückender Überlegenheit unterlag die SGV dem Tabellenletzten und verpasste damit den möglichen Sprung auf Rang 3. Dabei begann die Partie durchaus vielversprechend, bereits nach wenigen Minuten hatte David Alonso nach Kopfballverlängerung von Martin Lorenz freistehend die Chance zum 1:0, zielte dabei jedoch über die Kiste. Auch in der Folge beherrschte der Gastgeber das Spiel, musste nach gut einer halben Stunde dann aber etwas überraschend den 0:1-Rückstand verdauen. Gövert nickte eine Flanke von rechts gegen die Laufrichtung von Keeper Michael Lauth zur Führung ein. Der SGV ging dadurch die Sicherheit in ihrem Spiel verloren, hätte bei zwei Standards aber trotzdem den Ausgleich erzielen müssen, beide Male brachten die Angreifer der Hausherren die Kugel aus nächster Nähe nicht über die Linie. Nach dem Wechsel baute die SGV den Druck noch weiter auf, der SVW kam kaum noch zu Entlastungsangriffen. Allerdings fehlte bei aller Dominanz der entscheidende Wille zum Tor und dadurch auch die klaren Torchancen für die Gastgeber. Neben dem ein oder anderen Schuss aus der zweiten Reihe und etlichen Standards gab es kaum Aufreger im Strafraum der Gäste. So blieb es beim etwas glücklichen Auswärtssieg der Wackeraner, die sich diesen durch enormen Einsatz letztlich auch verdienten. Die SGV tritt damit auf der Stelle, während Wacker die Rote Laterne an den TSV Fischbach abgeben konnte. Stefan Johannsen

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