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Pirdal: "Nun wollen wir Siege zur Gewohnheit machen"

Vorschau Kreisliga 2 11. Spieltag

Bereits am Samstag um 13:30 Uhr steigt das Derby zwischen der DJK Falke und dem Post SV. Am Abend empfängt die Turnerschaft Fürth den FC Stein (Anpfiff um 18 Uhr). Zur gewohnten Zeit am Sonntag hat der SV Poppenreuth die DJK Eibach zu Gast. Der SV Hagenbüchach empfängt den Tuspo Roßtal zum Duell der befreundeten Trainer. Der SC Germania will den TSV Fischbach im Keller halten, die SpVgg Mögeldorf hofft im Duell mit dem SV Burggrafenhof auf viele Zuschauer. Der SV Wacker peilt eine deutliche Leistungssteigerung gegen den KSD Hajduk an, bei dem Spielertrainer Jurica Jelec nach seinem Urlaub wieder im Kader steht. Außerdem stehen sich die SGV 83 und der SV Raitersaich gegenüber.

Post-Coach Birol Pirdal geht die Aufgabe bei der DJK Falke voller Selbstbewusstsein an.

 / © Wolfgang Zink / Sportfoto Zink

Die Turnerschaft Fürth ist seit vier Spielen ungeschlagen und möchte auch gegen den FC Stein nachlegen. „Ich denke meine Jungs sind jetzt endlich drinnen. Die Automatismen, Einstellung und System passen jetzt. Wir werden unser Spiel machen und der Gegner soll sich an uns anpassen. Zuhause am Lohnert-Sportplatz sind wir stark“, merkt Coach Adrian Mesek an. Wie die Aufstellung der Gäste aussehen wird, ist Steins Trainer Thomas Eckert derweil noch nicht klar. „Stand heute weiß ich noch gar nicht, welche Spieler mir beim schweren Spiel am Samstag bei der Turnerschaft Fürth zur Verfügung stehen werden. Irgendwie werden wir schon eine Mannschaft auf den Platz bekommen, die sich dann hoffentlich vom Anfang bis zum Ende wehrt und gegen den haushohen Favoriten nichts zu verlieren hat.“

In der 90. Minute führte die DJK Falke noch mit zwei Toren in Raitersaich, um letztlich aber doch noch die Punkte zu teilen. Dies missfiel auch Coach Eduard Hulm. „Nach der gefühlten Niederlage gegen Raitersaich gilt es wieder Kraft zu schöpfen gegen den Post SV.“ Die Pirdal-Truppe setzte zuletzt ein Ausrufezeichen mit dem 4:1-Sieg über Primus SV Hagenbüchach. „Wir wussten schon vor dem Sieg gegen Hagenbüchach um die Stärke des Gegners, weshalb wir gut vorbereitet in das Spiel gehen werden. Darüber hinaus ist es ein Derby, das mit Sicherheit beide Mannschaften gerne für sich entscheiden möchten.“


Post-Coach Birol Pirdal sieht in der DJK Falke einen ähnlich starken Gegner wie Hagenbüchach. „Nach einem sehr wichtigen Sieg gegen den derzeitigen Tabellenführer geht es für uns weiter zu Falke. Dort erwartet uns ein genauso schweres Spiel, das wir auf jeden Fall auch gewinnen möchten. Auch wenn wir im Spiel gegen den SV Hagenbüchach personelle Schwierigkeiten hatten, gelang es uns unter anderem mit einer neuen Zusammensetzung der Abwehrkette zu gewinnen. Nun wollen wir die Siege zur Gewohnheit machen und arbeiten Woche für Woche, um besser zu werden.“

Der SV Poppenreuth liegt derzeit nur auf dem elften Rang. Eine suboptimale Urlaubsplanung einiger Leistungsträger tat ihr Übriges. Zuletzt teilte man sich im Stadtgrenzenderby beim SC Germania beim 2:2-Remis die Punkte. Deswegen redet Coach Peter Meier auch nicht lange um den heißen Brei herum. „Ein Sieg gegen Eibach ist Pflicht, um den Anschluss zum Mittelfeld nicht zu verlieren.“ Auch die DJK Eibach musste ein Unentschieden quittieren. „Nach dem 3:3 vom vergangenen Mittwoch bei Tuspo Roßtal versuchen wir im nächsten Auswärtsspiel beim SV Poppenreuth auch wieder etwas mitzunehmen. Besonders bei der Chancenverwertung müssen wir effektiver werden und auch im Defensivbereich zu alter Stärke zurückfinden, um beim SVP nicht mit leeren Händen nach Hause fahren zu müssen“, weiß DJK-Coach Christian Hüttl, wo er den Hebel ansetzen muss. „Personell können wir wieder auf alle Spieler zurückgreifen.“

Die SpVgg Mögeldorf 2000 ist in der Kreisliga angekommen, was das teilweise verlorene Selbstvertrauen zurückbrachte. „Nach zuletzt geholten 7 Punkten aus drei Spielen wollen wir auch gegen Burggrafenhof was Zählbares einfahren. Wir müssen auf die gefährlichen Offensivspieler der Gäste höllisch aufpassen und hoffen auf ein gutes Kreisligaspiel mit vielen Zuschauern“, merkt Coach Norbert Frey an. Sein Gegenüber Juri Judt geht die Angelegenheit gewohnt pragmatisch an. „Wir wollen den Gegner auf Abstand halten.“

Dem SV Wacker wollen in dieser Saison einfach keine zwei Siege in Folge gelingen. „Am Mittwoch hat eigentlich alles gestimmt: Das Wetter war optimal, die Stimmung war gut, der Platz war top – nur wir waren schlecht“, flüchtet sich Wacker-Trainer Stefan Sattler in Galgenhumor. Ohne ein Quäntchen Humor fällt der Blick auf die Tabelle auch schwer, denn die Wackeraner belegen aktuell den vorletzten Rang. „Wenn du am 10. Spieltag resümierst und sagen musst: Die einzige Konstante ist unsere Inkonstanz, dann hast du ein echtes Problem“, will Sattler keine Ausreden gelten lassen. Inzwischen aber kennt er seine Truppe und sagt: „Aber eines weiß ich sicher: Meine Spieler werden niemals aufgeben!“Für den KSD Hajduk stellte sich Alen Muric in einem Interview.

Eine starke Vorstellung bot die SGV 83 beim Gastspiel in Stein und gewann glatt mit 4:0. „Nach dem verdienten Sieg gegen Stein versuchen wir am Sonntag im Heimspiel nachzulegen. Gegen Raitersaich sind wir gefordert wieder 90 Minuten Leidenschaft zu zeigen“, weiß Coach Michael Lauth, der vor allem vor drei SVR-Akteuren Respekt zeigt. „Raitersaich hat für mich die beste Offensive mit Didi und Flo. Auch Steini ist ein sehr schneller und gefährlicher Außenbahnspieler“, spielt er auf Florian Müller, Spielertrainer Dietmar Kusnyarik und Dominik Steinlein an. „Sie haben insgesamt eine erfahrene Mannschaft, die für mich zu den Top 4 in der Liga zählen.“ Für diese Vorschusslorbeeren will sich Kusnyarik nichts kaufen, er ist auf den nächsten Dreier aus. „Wir brauchen wieder mal einen Sieg, um oben dran zu bleiben.“ Die Defensivarbeit bleibt das Manko in Raitersaich. Erschwerend kommt hinzu, dass Routinier Thomas Bauersachs erneut verletzungsbedingt ausfallen wird. Mit 22 Gegentreffern stellt Raitersaich statistisch die viertschlechteste Abwehr, hat aber auch mit 28 Treffern in zehn Spielen die zweitbeste Offensivabteilung zu bieten. Mut macht dem Coach die Schlussphase gegen Falke. Da hat sich der SVR in der Nachspielzeit mit zwei Treffern noch einen Punkt gesichert. „Da haben wir Moral bewiesen.“

Beim Post SV musste der SV Hagenbüchach die zweite Saisonniederlage verdauen. Trotzdem steht die Elf von Ahmet Dönmez weiter mit drei Punkten Vorsprung an der Tabellenspitze. Dabei trifft Dönmez mit seiner Truppe auf einen alten Bekannten: Mit Tuspo-Coach Özcan Gündogan kreuzten sich die Wege in über 15 Jahren mehrmals. „Haben lange Jahre heiße Duelle geführt und auch privat immer wieder was unternommen. Nach der bitteren, jedoch am Ende nicht unverdienten Niederlage gegen Post ist mein Team wieder gefragt und ich erwarte eine Steigerung, was die Torchancenverwertung angeht sowie auch eine konzentriertere Defensivleistung. 8 Gegentore in 2 Spielen sind definitiv nicht unser Maßstab und daran werden wir nochmals die nächsten Wochen arbeiten. Ich wünsche mir ein faires Spiel und hoffe, dass wir unser Punktekonto weiter ausbauen.“


Roßtal hat gegen Eibach beim 3:3 Moral bewiesen und hat sich auch durch Rückschläge nicht aus der Bahn werfen lassen. „Schön ist, dass wir mit viel Glaube, Mut und vor allem Willenskraft den negativen Trend mit 4 Niederlagen am Stück durch das Unentschieden gegen einen starken Gegner aus Eibach am Mittwoch stoppen konnten.“ Nun reisen die Gündogan-Schützlinge zum Primus. „Uns erwartet eine absolut schwere Aufgabe am Sonntag, bei der wir aus meiner Sicht noch mehr gefordert werden als gegen Eibach, da Hagenbüchach für mich der absolute Aufstiegsfavorit in der Liga ist. Wir freuen uns auf die schwere Aufgabe und möchten auch an dem Spiel weiter wachsen!“

Der SC Germania holte im Stadtgrenzenderby einen 0:2-Rückstand noch auf und sicherte sich am Ende noch einen Zähler. Nun wartet das Schlusslicht aus Fischbach auf die Dinc-Elf, das einiges Steigerungspotential in sich trägt. „Jeder muss jetzt langsam wissen, was die Stunde geschlagen hat. Ohne Lauf- und Einsatzbereitschaft und über den Kampf holst du in der Liga keine Punkte. Es geht nur als Team! Es ist sehr bitter gegen direkte Mitkonkurrenten in einer solchen Art und Weise zu verlieren wie am Wochenende und am Mittwoch. Keiner hat nur annähernd das auf den Platz gebracht, was er eigentlich im Stande ist zu leisten“, legt Daniel Möller den Finger in die Wunde und stellt klar: „Es gibt keinerlei Druck. Die Jungs können eigentlich befreit aufspielen... Das Gute: Am Wochenende haben wir die nächste Chance es wiedergutzumachen. Es geht wieder bei 0:0 los.“

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