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Germania großer Gewinner - Raitersaich siegt im Duell der Freunde

Kreisliga 2 17. Spieltag

Der SC Germania darf sich als Gewinner des Spieltags feiern lassen. Selbst schlug man Tuspo Roßtal mit 5:2 und profitierte von den Auswärtsniederlagen Hajduks (2:3 in Hagenbüchach), Wackers (0:2 in Stein) und Fischbachs (1:5 beim Post SV). Der SV Poppenreuth rang derweil die aufstrebende SGV 83 mit 3:1 nieder. Den einzigen Auswärtssieg feierte die SpVgg Mögeldorf 2000 dank Wilhelms Geistesblitz beim 2:1 in Eibach. Außerdem gewann der SV Raitersaich mit 2:0 gegen den SV Burggrafenhof. Im Abendspiel teilten sich die Turnerschaft Fürth und die DJK Falke beim 1:1 die Punkte. Damit geben die Fürther die Tabellenführung nach Hagenbüchach zurück.

Nach dem Führungstreffer durch Safak Cetin (l.) zeigte der SVR die Raupe. SVB-Keeper Dominik Müller, der später verletzt vom Platz musste, und Juri Judt können es nicht glauben. 

 / © Matthias Janousch

Die etwa 150 Zuschauer sahen ein von Leichtsinnsfehlern geprägtes Spiel, das der SV Hagenbüchach letztlich verdient mit 3:2 gewann. Die Gäste legten in den ersten Minuten ein hohes Tempo vor und kamen mehrfach nicht ganz ungefährlich vor das Tor der Heimmannschaft. Der SV Hagenbüchach vertraute auf einen geordneten Angriffsfußball und dominierte nach und nach das Spiel. Nach einem Foulspiel der Gäste kurz vor der Strafraumgrenze zirkelt Hakan Aydogdu den Ball über die Abwehrmauer. Der Gästetorhüter Valentin Batista konnte den Ball zwar abwehren, den Abpraller nahm jedoch Bilel Marrouki auf und erzielte entschlossen das 1:0. Danach verflachte das Angriffsspiel des SVH und nur gelegentlich blitzte wieder etwas Torgefährlichkeit auf. In der 20. Minute verfehlte ein Volleyschuss von Marrouki das Tor und in der 28. Minute war Michael Benke mit einem Lattenkracher nicht erfolgreich. In der 43. Minute verfehlte Leondrit Maraj knapp das Tor und Aydogdu traf in der 45. Minute nur den Pfosten des Hajduk-Tores.
In der 52. Minute verzeichnete Hajduk einen Lattenschuss und in der 61. Minute trafen die Gäste nur den Pfosten. Nach einem klaren Foulspiel des Gästetorhüters an Maximilian Gebuhr verwandelte Maraj den fälligen Foulelfmeter zum verdienten 2:0. Doch bereits zwei Minuten später verkürzte Hajduk durch Jurica Jelec. Danach plätscherte das Spiel etwas dahin und erst ein Gewaltschuss von Maraj in der 80. Minute deutete den Siegeswillen der Heimmannschaft an. Doch bereits eine Minute später verkürzte Hajduk durch einen Kopfball von Jurica Jelec auf 3:2. Danach kämpften beide Mannschaften verbissen um jeden Ball und ließen keine größeren Torchancen mehr zu. Günter Strauß

Einen auch in der Höhe verdienten 5:1-Sieg feierte der Post SV. Dabei trafen die Gäste mit dem ersten Torschuss gleich ins Netz. Alexander Krapf schoss einen Freistoß ins Torwarteck und netzte ein (10.). Sebastian Adler hatte die schnelle Antwort parat, als er nach einer Ecke per Kopf erfolgreich war (12.). Felix Geisler drehte die Partie, als er von Tim Niklaus in Szene gesetzt wurde und ins linke obere Eck traf (34.). In der Folge verpassten es Burak Ölcer und zweimal Niklaus nachzulegen. Mit dem Halbzeitpfiff fiel aber doch noch ein Tor. Nach einer Hereingabe von rechts traf der aufgerückte Fabian Hofmann im Fallen aus etwa acht Metern ins linke Eck.
Auch nach der Pause war von den Karpfen wenig zu sehen. Stattdessen erhöhte der Post SV. Stefan Kühnlein wollte zunächst von der linken Seite den Abschluss suchen, entschied sich dann aber für den Querpass zu Niklaus, der den Ball per Flachschuss ins linke Eck versenkte (54.). Eine Viertelstunde vor dem Ende bewarb sich Nino Häberlein wegen wiederholten Foulspiels für die Ampelkarte und fünf Minuten vor dem Ende gab es an der Seitenlinie Wortgefechte, da Post-Coach Birol Pirdal U19-Keeper Robin Afanov Spielzeit geben wollte. Einige Fischbacher sahen darin einen Affront. Für das Endergebnis sorgte schließlich mit Timotheus Hrissopoulidis ein weiterer A-Junior nach Ölcer-Assist (90.).

Eine unglückliche Niederlage kassierte die DJK Eibach gegen die SpVgg Mögeldorf 2000 um Ex-Trainer Norbert Frey. In der ersten Hälfte neutralisierten sich beide Teams weitestgehend. Eine Unaufmerksamkeit in der Eibacher Defensive ermöglichte den Gästen die Führung. Die Abseitsfalle missglückte und Sven Kiefer nickte ein (29.). Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte die DJK gleich zwei Großchancen. Karlheinz Wiesenmayer setzte einen Foulelfmeter neben das Tor (48.) und Martin Lindner visierte die Latte an (50.). Mit einem trockenen Flachschuss nach einer unzureichenden Kopfballabwehr traf Wiesenmayer zum Ausgleich (54.).
Wenig später hätte er das Spiel fast gedreht, aber Maximilian Schmidt im SpVgg-Gehäuse war auf dem Posten (60.). Auf der Gegenseite scheiterte Arthur Rein im Eins-gegen-eins mit DJK-Keeper Christian Hufnagel (78.). Acht Minuten vor dem Ende setzte sich Marc Wilhelm auf der rechten Seite gekonnt gegen zwei Gegenspieler durch und behielt vor Hufnagel die Nerven. Sein Lupfer aus dem Fußgelenk war das Sahnehäubchen der Partie. Eibach scheiterte letztlich an der eigenen Chancenverwertung.

In einem extrem umkämpften Spiel blieben die Punkte am Ende ein wenig glücklich in Poppenreuth. Zu Beginn sahen die Zuschauer zunächst das erwartete Duell. Die Gäste beherrschten Ball und Gegner, während sich die Hausherren weitestgehend auf die Defensivarbeit beschränkten. Dementsprechend ging die SGV 83 nach einer knappen Viertelstunde auch in Führung, als Martin Lorenz plötzlich zentral vor dem Poppenreuther Gehäuse frei zum Schuss kam und das Spielgerät gekonnt über Keeper Reimann im Kasten versenkte. Im Anschluss wachten die Poppenreuther Jungs aber mehr und mehr auf und nutzten ein Geschenk der Gäste nach 26 Minuten zum Ausgleich durch Dominik Döll. In der Folge ging es praktisch hin und her und keiner wusste so recht, in welche Richtung das Spiel denn kippen sollte.
Chancen waren durchaus auf beiden Seiten vorhanden, gut zehn Minuten nach dem Seitenwechsel setzte der SVP jedoch den ersten Punch, als die Heimelf sehenswert durchs Mittelfeld kombinierte und Kanzler per Linksschuss den Führungstreffer erzielte. Keineswegs unterlegen setzten die Gäste alles auf Sieg, zumindest kämpferisch konnten die Poppenreuther Jungs gegen den Favoriten aber jederzeit dagegenhalten, auch wenn zeitweise das Glück etwas auf Poppenreuther Seite stand. Und wie es im Fußball so ist, bestrafte Mittelstädt in der Schlussminute nach starkem Poppenreuther Konter schließlich die ungenügende Chancenverwertung der Gäste mit dem 3:1, das die Partie letztlich entscheiden sollte. SV Poppenreuth

In der ersten Halbzeit neutralisierten sich die beiden Mannschaften im Mittelfeld, wobei Wacker in den ersten 30 Minuten besser und zielstrebiger ins Spiel fand. Die besten Chancen hatte trotzdem die Heimelf, immer wieder angetrieben vom agilen Elibol, der Kreim vor dem Sechzehner schön in Szene setzte. Dieser traf aber nur das Außennetz. Nach dem Seitenwechsel fanden die Angriffsbemühungen der jeweiligen Mannschaft ein Ende in den starken Abwehrreihen, es war weiterhin ein Spiel ohne nennenswerte Torchancen.
In dieser Phase kreierte Kreim eine Bilderbuchflanke auf Christoph Sitzmann, dieser ließ sich nicht zweimal bitten und vollstreckte mit dem Kopf zum vorentscheidenden 1:0. In der Folge hatten die Gäste keine Antwort parat und so konnte der beste Steiner Erman Elibol seine ansprechende Leistung durch einen sehenswerten Treffer in den Schlussminuten krönen: zum vielumjubelten 2:0-Endstand. Uwe Kroll

Nach dem 1:1 gegen die DJK Falke schickt die Turnerschaft die Tabellenführung wieder nach Hagenbüchach. In den ersten 25 Minuten dominierte die Heimelf die Partie und ging nach fünf Minuten in Führung. Eine Ecke an den zweiten Pfosten brachte Oguzhan Aksan nochmals in die Mitte, wo Turnerschaft-Spielertrainer Adrian Mesek abstaubte. Wenig später hatte Mesek Pech, dass sein Kopfball nach einer weiteren Ecke nur den Pfosten küsste. Nach einem Pingpong-Ball tauchte Falkes Christoph Neubauer alleine vor TS-Keeper Maximilian Nell auf und schoss diesem in die Arme.


Zur Halbzeit musste Yasin Kaya verletzt vom Platz. Wegen wiederholten Reklamierens war für Aksan nach 66 Minuten Feierabend. Fünf Minuten später war auch für den angeschlagenen Akin Bölük Schluss. In der 73. Minute schlug dann Falke zurück. Nach einer Ecke stieg Daniel Maderer am höchsten und nickte zum Ausgleich ein. Kurz vor dem Ende konnte Marius Steger im Falke-Tor einen Eckball nicht festhalten, Deniz Arici war zu überrascht, traf den Ball nicht richtig und setzte ihn vorbei (87.), ehe der Abpfiff ertönte.

Diesmal standen alle drei Freunde auf dem Platz. Auf Seiten des SVR Florian Müller und Thomas Paulus, auf Seiten des SVB Keeper Dominik Müller, der im Hinspiel noch fehlte. In der ersten Hälfte hatte die Heimelf optische Vorteile, doch entscheidend vor das von Dominik Müller gehütete Tor kam sie nur selten. Gefährlich wurde es, wenn sich Florian Müller einschaltete, doch eine allzu große Streuung in seinen Abschlüssen bannte die Gefahr. Nach einer halben Stunde rasselte dann Paul Maier mit Dominik Müller zusammen, der erst nach Behandlung weiterspielen konnte. Der starke Safak Cetin war es dann, der eine Flanke von der rechten Seite per Kopf (!) im Netz unterbrachte (45.).
 In der 53. Minute war dann Schluss für Dominik Müller, er musste verletzt ausgewechselt werden. Dietmar Kusnyarik scheiterte gleich zweimal vor Ersatzkeeper André Fischer (55., 60.) und auch ein Dropkick von Florian Müller fand das Ziel nicht. In der 88. Minute setzte dann Manuel Muscat den stürmenden Florian Weißer ein, der in André Schuster seinen Meister fand. Da der Lucky Punch nicht gelingen wollte, schlug die Stunde von Thomas Paulus. Auf Müller-Vorlage drehte er sich, tanzte Fischer aus und machte den Deckel auf den 2:0-Heimsieg (89.). „Heute war klar, dass ich treffen werde. Bestimmt deswegen hat sich der Dominik auswechseln lassen, eine Verletzung konnte ich nicht erkennen“, erklärte Paulus nach dem Spiel mit einem Augenzwinkern.

Mit einem 5:2-Sieg über Roßtal war der SC Germania der Gewinner des Spieltags, da auch die restlichen Kellerkinder allesamt punktlos blieben. Von Beginn an schaltete die Heimelf in den Vorwärtsgang. Nach einer Catak-Ecke köpfte Marco Seinil den Ball in die Mitte, wo Rashid Alhassan vollstreckte (24.). Fünf Minuten später erhöhte die Dinc-Elf mit dem schönsten Angriff der Saison. Seinil legte ab zu Sebastian Schindzielorz, der einen Doppelpass mit Konstantinos Liontos spielte. Seine Flanke nahm Ildan Muric direkt ab und setzte die Kugel in den rechten Knick. Die Germanen kamen druckvoll aus der Pause und Alhassan erhöhte nach einem Konter über Baraa Ramadan auf 3:0 (62.).
In der 69. Minute wollte Schindzielorz Alhassan bedienen, seine Flanke wurde immer länger und senkte sich ins rechte Eck – 4:0. Nach einem weiteren Konter über Alhassan und Costel Timofte schob der stark aufspielende Talal Bazzi zum 5:0 ein (77.). Danach schienen die Germanen den Schlusspfiff vernommen zu haben und der Tuspo konnte noch für Ergebniskosmetik sorgen. Max Oppitz traf zunächst per Kopf (85.) und eine Minute später per Fuß. Jeweils ging eine Flanke von der linken Seite voraus.

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