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1:1 in Münchaurach könnte für Herzogenaurach zu wenig sein

Eichholz unglücklich mit Eichhörnchen-Taktik - 07.05.2012 12:27 Uhr

Es wäre am Sonntagnachmittag allerdings mehr als nur ein mageres Pünktchen drin gewesen für die Gäste, die vor allem in der ersten Halbzeit am Drücker waren. Es fiel jedoch „nur“ das 1:0 in der 12. Minute durch Patrick Hinz, der aus gut 16 Metern abzog. Das Leder klatschte erst an den linken Innenpfosten und von da aus an den rechten und am Ende ins gegnerische Gehäuse.

Dass nur eine Minute vorher Selmon Malushaj per Kopf völlig freistehend übers gegnerische Tor köpfte, Patrick Hinz in der 14. Minute aus aussichtsreicher Position das Leder verzog und Andre Kirmes in der 18. Minute das gleiche Kunststück fertigbrachte, mag vielleicht zum einen mit Pech zum anderen mit Nervenflattern im Abstiegskampf eine Erklärung finden. Auf jeden Fall hätten weitere Treffer für den Herzogenauracher Traditionsverein fallen können, ja eigentlich sogar müssen.

Für die Gäste sollte dies in der Endabrechnung eben statt dreier nur einen Punkt bedeuten, und ob der am Schluss zum Nichtabstieg reicht, wird sich nach den vier noch auszutragenden Spielen zeigen.

Die einzige erwähnenswerte Torchance für den Gastgeber, der jetzt seit elf Spielen ohne dreifachen Punktgewinn ist, sah das Häuflein der etwas über 50 Zuschauer in der 27. Minute, als Matthias Betz per Kopfball den ansonsten weitgehend beschäftigungslosen ASV-Keeper Yannick Sowa zum Einschreiten zwang. Interimscoach Ivan Gasparic, der den beruflich verhinderten Dirk Wehnert vertrat, war nach den ersten gespielten 45 Minuten nicht zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft und setzte wie Urgestein Willy Miserovsky darauf, dass man nach der Teepause zulegen und zumindest einen Punkt holen könnte.

Der SC Münchaurach legte nun wirklich einen Zahn zu, setzte die Gäste mehr unter Druck, die sich mit gelegentlichen Kontern gefährlich zeigten und in der 62. Minute Pech hatten, dass Daniel Schroff den Ball knapp am linken Pfosten vorbeisetzte. Ein 2:0 zu diesem Zeitpunkt wäre vermutlich die Entscheidung zugunsten der Gäste gewesen.

So aber zog man sich zurück, überließ dem Gegner mehr oder minder die Initative, und der hatte das Glück, dass dem in der 60. Minute eingewechselten Tommy Fenske in der 80. Minute mittels eines unhaltbar für den tüchtigen Sowa abgefälschten Fernschusses das etwas glückliche 1:1 gelang.

Fünf Minuten vorher hatte SCM-Spieler Patrick Hupka den Gelb-Roten Karton gesehen, in der 90. Minute stellte Schiri Erhard Dotterweich mit Christian Möhrenschlager noch einen weiteren Hausherrenspieler (Rot wegen Tätlichkeit) vom Platz, doch trotz der nummerischen Überlegenheit kamen die Gäste in der etwas hektischen Schlusasphase nicht über das aus ihrer Sicht magere Unentschieden hinaus.

ASV-Coach Jürgen Eichholz am Schluss der nervenaufreibenden 90 Minuten war am Ende etwas resigniert: „Mehr hatten wir letztlich auch nicht verdient.“

Münchaurach: Schaufler, Zerrahn, Pfister, Ebster-Perez, Landa, Möhrenschlager, Neubauer, Distler,Metzner, Janson, Betz (Einwechslungen: Hupka, Buhmann, Fenske).

ASV Herzogenaurach: Sowa, Reklin, Hinz, Amon, Binder, Hofmann, Kirmes, Schormann, Malushaj, D.Schroff, Meisel (Einwechslungen: Pollok, Samoila). 

VON JOCHEN FICHTELMANN

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