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Bader ist zufrieden mit dem Jugend-Club

"Es geht nicht um die Ligenzugehörigkeit": Der Club-Sportvorstand über die Nachwuchsarbeit - 28.05.2013 11:53 Uhr

Den Nachwuchs verliert Club-Sportvorstand Martin Bader nicht aus dem Blick.

Den Nachwuchs verliert Club-Sportvorstand Martin Bader nicht aus dem Blick. © Eduard Weigert


Glücklicherweise haben sie sich über die Jahrzehnte in Sachen Trainerwechsel einiges Expertenwissen aneignen können beim 1. FC Nürnberg. So viele Trainerwechsel wie in diesem Jahr hat man bislang ja schließlich in einer Saison noch nicht einmal am Valznerweiher mitzählen dürfen. Den Anfang machte im September René van Eck, der nach Aachen ging und deshalb den Posten als Chef der U19 freimachte. Tobias Zölle übernahm und an seiner Stelle trainierte fortan Pellegrino Matarazzo die U17.

Im Winter verabschiedete sich dann Dieter Hecking nach Wolfsburg, Michael Wiesinger wurde Bundesligatrainer und Dieter Nüssing, der sportliche Leiter des Nachwuchs-Leistungszentrums, half bis zum Saisonende in der Regionalliga bei der U23 aus. Die letzte Rochade gab es dann im März, als Zölle zur U16 versetzt wurde und Rainer Zietsch im Team mit Michael Bischoff die U19 übernahm, um doch noch irgendwie den Klassenverbleib in der Bundesliga zu schaffen. Jetzt ist dieses turbulente Fußball-Jahr fast vorbei, die U23 landete auf Platz vier, die U19 ist trotz einer ansprechenden Rückrunde abgestiegen — immerhin kann sich die U17 am letzten Spieltag noch für die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft qualifizieren.

Matarazzo übernimmt U19

Eine aus vielerelei Gründen anstrengende Saison also, mit der Martin Bader, der Sportvorstand, trotzdem zufrieden ist. „Nur die U19 hat das Ziel verfehlt“, sagt Bader, „wir hatten vor der Saison gedacht, dass es mit dem jüngeren Jahrgang, der in der U17 Süddeutscher Meister geworden ist, klappen kann, aber es hat nicht geklappt. Wir lernen daraus, dass wir künftig einen Jahrgang vielleicht auch einmal zwei Jahre durchspielen lassen.“ In der U17, sagt Bader, habe der 1. FC Nürnberg aber wieder ausreichend Talente und auch der Saison der U23 kann er positive Dinge abgewinnen. „Florian Ballas hat einen Sprung gemacht, mit ihm würden wir gerne auch nächstes Jahr arbeiten“, sagt Bader über den Innenverteidiger, der allerdings das neue Club-Angebot noch nicht angenommen hat. Auch von Bernd Rosinger, Sebastian Gärtner und Antonio Colak verspricht man sich viel für die Zukunft.

Dass die für das Nachwuchsleistungszentrum etwas weniger schön werden könnte, glaubt Bader nicht. Mit drei Sternen wurde das NLZ zuletzt vom Deutschen Fußball-Bund ausgezeichnet, besser geht es nicht. Der Abstieg der U19 wird daran nichts ändern, sagt Bader: „Es geht da nicht um Ligenzugehörigkeit.“ Im Herbst werden die Prüfer vom DFB am Valznerweiher erwartet — man gibt sich gelassen. „Die Rahmenbedingungen haben sich doch sogar verbessert mit unserem Neubau. Außerdem haben wir die Zahl der Nationalspieler wieder erhöht“, sagt Bader.

Erhöhen müssen sie noch die Zahl der Trainer mit einer Fußballlehrer-Lizenz. Einer fehlt nämlich noch, um die Verbandsvorgaben zu erfüllen. Der Neue soll dann gemeinsam mit Marek Mintal die U23 in der Regionalliga wieder mindestens unter die ersten fünf führen.

Etwas konkreter ist da die Vorgabe für Pellegrino Matarazzo und seinen Assistenten Michael Kammermeyer, die in der Sommerpause die U19 übernehmen werden. Das Ziel: Der sofortige Wiederaufstieg in die Bundesliga, weil es dem DFB vielleicht nicht um die Ligenzugehörigkeit geht, wenn er ein NLZ bewertet, für wechselwillige Talente die Spielklasse aber natürlich eine Rolle spielt. Gelingen soll der Aufstieg dann auch mit Spielern, die vielleicht in diesem Jahr noch Deutscher Meister der U17 werden. Dieser Jahrgang wird künftig dann von Tobias Zölle betreut — in einem Jahr, so hoffen sie es alle am Valznerweiher, in dem man seine Könnerschaft in Sachen Trainerwechsel nicht noch einmal ständig beweisen muss. 

keb

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