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BSC Erlangen nach Remis am Boden zerstört

Büchenbacher spielen nun in der Bezirksliga — ASV Pegnitz tritt in der nächsten Saison in der Landesliga an - 28.05.2012 18:05 Uhr

Ein Spieler des BSC Erlangen ist nach der Partie völlig frustriert: Nach dem 2:2 in Pegnitz und der 1:2-Niederlage auf eigenem Platz bleibt dem BSC die Landesliga verwehrt.

Ein Spieler des BSC Erlangen ist nach der Partie völlig frustriert: Nach dem 2:2 in Pegnitz und der 1:2-Niederlage auf eigenem Platz bleibt dem BSC die Landesliga verwehrt. © Horst Linke


Die Voraussetzungen für das endscheidende Spiel konnten nicht besser sein. Herrliche äußere Bedingungen und 1200 Zuschauer (Vereinsrekord), wollten sich dieses Highlight nicht entgehen lassen. Die Anfangsphase ähnelte der in Erlangen. Der BSC Erlangen war wieder die aktivere Mannschaft und bei den Hausherren war wieder sehr viel Nervosität dabei. Die ersten Möglichkeiten im Spiel hatten dann auch die Gäste durch Müller (8.) und Walthier (13.). Danach folgte ein gut angelegter Konter der Hugel-Elf, doch die Hereingabe von Schraml konnte Lindner (18.) nicht richtig platzieren. Fünf Minuten später setzte Walthier einen Schuss aus 16 Metern knapp am Pfosten vorbei. Im direkten Gegenzug kam Kretschmer im Strafraum zu Fall, doch Schiedsrichter Bode lies hier weiterspielen. Das weitere Geschehen bis zur Pause plätscherte ohne Höhepunkte dahin.

Die zweite Halbzeit ähnelte einem Krimi. Der Spielverlauf war nichts mehr für schwache Nerven. Einen Freistoß der Gäste zentral in den Strafraum geflankt, köpfte Goalgetter Müller zehn Meter vor dem Tor (49.) mit dem Hinterkopf zur Führung ins Netz. Hier sah Torwart Schuster beim Herauslaufen nicht gerade glücklich aus. Doch Pegnitz zeigte sich nicht geschockt und konnte schon in der 52. Minute zum 1:1 ausgleichen. Lindner schickte mit einem Pass aus der eigenen Hälfte Kretschmer auf die Reise und dieser legte uneigennützig zu Schraml, der den Ball zum wichtigen Ausgleich einschieben konnte.

Im Anschluss an dieses Tor kam die beste Phase der Hausherren. Lindner (60.) und Vogler (72.) hatten bei ihren Abschlüssen noch keinen Erfolg. In der 75. Minute wurde der eingewechselte Held von Weber unsanft von den Beinen geholt. Mit Gelb war dieser noch gut bedient. Den anschließenden Freistoß von Jordan getreten, verlängerte Cords zum Pech für seinen Keeper Hinze ins eigene Tor.

Als die Zuschauer dachten, das Spiel nehme jetzt seinen Lauf zu Gunsten von Pegnitz, sahen sie sich getäuscht. Erlangen warf alles nach vorne, und auch Trainer Dedaj wirkte ab der 70. Minute aktiv mit. Müllers Kopfball in der 77. Minute konnte Schuster noch glänzend abwehren, doch keine Minute später traf er nach feiner Einzelleistung aus 16 Metern ins kurze Eck. Für Schuster, dem die Sicht genommen war, gab es keine Abwehrmöglichkeit. Das Zittern auf Seiten der Hausherren wurde immer größer, auch weil gut gemeinte Konter immer wieder durch schlampige Abspiele unterbrochen wurden. In der 88. Minute wurde nach einer Ecke von Dedaj ein Kopfball aus dem Getümmel von einem einheimischen Spieler von der Linie gekratzt. Erlangen versuchte bis zum Schluss alles, auch Torwart Hinze hielt es nicht mehr hinten, aber es sollte beim Versuch bleiben. In der 93. Minute pfiff der sehr großzügig leitende Unparteiische Bode das Spiel ab und der Jubel kannte auf Seiten der Pegnitzer keine Grenzen.

Pegnitz konnte von Glück reden, dass sich die vergebenen Chancen vom Hinspiel am Mittwoch nicht gerächt hatten.

Die Gastgeber tanzten auf dem Rasen, während sich die Akteure des BSC Erlangen bitter enttäuscht schnell in die Kabine des ASV-Sportheims zurückzogen. Statt Landesliga künftig nur Bezirksligist – das tut weh. BSC-Kapitän Manuel Frey trabte mit hängenden Schultern als Letzter seinen Kameraden hinterher: „Enttäuschend“, meinte er, „wir hatten hier eine Chance.“ Vor allem der schnelle Ausgleich nach dem Führungstor habe sein Team schwer getroffen. „Hätten wir das 2:0 gemacht, wäre Pegnitz nervös geworden.“ Doch mit großer Moral kämpfte der BSC Erlangen bis zum Schluss, so dass Frey mit Recht sagen konnte: „Ich bin stolz auf die Truppe, sie hat alles gegeben.“

BSC Erlangen: Hinze, Brütting, Frey, Nemetz, Cords (ab 76. Minute Jovic), Weber, Kreuzer, Jakl (ab 58. Minute Yanik), Walthier (ab 70. Minute Dedaj), Helisch, Müller.

Tore: 0:1 Müller (49.), 1:1 Schraml (52.). 2:1 Cords (Eigentor, 75.), 2:2 Müller (78.).

Schiedsrichter: Sven Bode (DJK Eibach). Zuschauer: 1200 

W. NEUNER/H.-J. SCHAUER

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