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Das Duell der besten BOL-Mannschaften 2012

TSG 08 Roth erwartet in der Bezirksoberliga am Freitagabend den SC Feucht - 26.04.2012 18:30 Uhr

In der vergangenen Saison trennten sich die TSG 08 Roth und der SC Feucht im Rother Leoni Sportpark mit einem torlosen Unentschieden (unser Bild).

In der vergangenen Saison trennten sich die TSG 08 Roth und der SC Feucht im Rother Leoni Sportpark mit einem torlosen Unentschieden (unser Bild). © Salvatore Giurdanella


Im Duell der beiden besten BOL-Mannschaften im Jahr 2012 könnte der Sportclub sein Meisterstück abliefern. Feiern werden die Schützlinge von Klaus Mösle aber in Roth auf jeden Fall nicht, selbst wenn sie gewinnen sollten. Denn neben einem eigenen „Dreier“ müsste auch der SC 04 Schwabach am Samstag in seinem Gastspiel beim TSV Buch leer ausgehen, erst dann wäre die Meisterschaft und die damit verbundenen Qualifikationsspiele um die neue Bayernliga für den ehemaligen Regionalligisten perfekt.

Zunächst einmal müssen die Feuchter aber an der TSG 08 vorbei, was sicherlich kein Selbstläufer werden wird. Stellen doch die Rother – neben dem SV Seligenporten II – mit 18 geholten von 24 möglichen Punkten nach der Winterpause die zweitbeste Mannschaft der höchsten Spielklasse in Mittelfranken. Übertroffen wird das Duo aus Roth und Seligenporten eben nur vom SC Feucht, der neben sieben Siegen im Jahr 2012 ein Unentschieden in Zirndorf vorzuweisen hat. „Feucht steht zu Recht da oben, vor allem die Offensive ist zu Höherem berufen“, zeigt Roths Trainer Oliver Wellert Respekt vor dem Spitzenreiter, fügt aber auch hinzu, „wenn wir so auftreten wie zuletzt, haben wir eine Chance.“

Man darf wohl jedenfalls davon ausgehen, dass der Spielverlauf mehr Spannung verspricht als noch im Hinspiel. Denn da hatten die Kreisstädter – ebenfalls an einem Freitagabend – nicht all zu viel zu bestellen und mussten mit einer 0:4-Niederlage im Gepäck wieder abreisen. „Da haben wir demonstriert, wie man nicht gegen Feucht spielt“, erinnert sich Wellert. Herausragender Akteur im Feuchter Waldstadion war damals der ehemalige polnische Zweitligaspieler Michal Nowak, der in der zweiten Saisonhälfte aber zumeist nur noch von der Bank ins Spiel kommt. Klaus Mösle hat seine Stammformation gefunden und auch wenig Gründe, diese zu ändern. Speziell das Sturmduo Schulik/Swierkot präsentiert sich aktuell in überragender Form (beide 18 Tore) und trifft beinahe nach Belieben.

Im Rother Lager wechselt die Startaufstellung dagegen momentan laufend, was aber vielmehr der angespannten Personalsituation geschuldet ist. Ausgerechnet im Saisonendspurt schlägt das Verletzungspech bei der TSG 08 zu, sieben Stammspieler musste Trainer Oliver Wellert jüngst ersetzen. Nimmt man die zweite Mannschaft hinzu, die zuletzt das Kreisligaderby gegen die SpVgg Roth mit elf Mann bestreiten musste, hatten die Rother vor dem vergangenen Wochenende 14 Ausfälle zu beklagen. Mit René Kerschbaum (Meniskusschaden), Alex Herzing (Syndesmosebandriss), Benny Rudin (Knieprobleme), Stefan Kaiser (Geschäftsreise), Julian Bittner (unternimmt erste Gehversuche in der Reserve nach einer Muskelverletzung) und Stefan Heining (Verdacht auf Innenbandriss im Knie und Meniskusschaden) fehlen der „Ersten“ diesmal „nur“ sechs Akteure.

Umso erstaunlicher und aus TSG-Sicht erfreulicher, dass sich Stigler und Co. seit Wochen konstant auf jenen Plätzen halten, die zum direkten Landesliga-Aufstieg berechtigen. „Mit diesen Problemen kämpfen wir doch schon die ganze Rückrunde“, will Wellert nicht mehr groß lamentieren, „die Nachrücker machen ihre Sache einfach gut.“ Aktuell belegen die Rother deshalb Platz fünf, haben aber noch einige Verfolger im Genick sitzen. Nicht nur wegen des eigenen Restprogramms (nach Feucht kommt Buch, dann geht es nach Baiersdorf und abschließend gastiert Wendelstein in Roth) ist also aller Voraussicht nach Spannung bis zum Ende angesagt. 

Mathias Hochreuther

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