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Die Aufstiegsgaranten

Stadeln, Vach und Zirndorf feiern drei spezielle Spieler - 31.05.2012 12:06 Uhr

Stadelns bester Routinier: Jür­gen Berber.

Stadelns bester Routinier: Jür­gen Berber. © Rödel


Ein Raunen ging durch die Reihen der gut 1500 Zuschauer am Kronacher Wald, als sich Stadelns Torjäger Gerhard Strobel nach 39 Minuten verletzt zur Seitenlinie schleppte und ausgewechselt werden musste. Wer sollte nun beim FSV für die Treffer im entscheidenden Rückspiel gegen den SV 1873 Süd sorgen?

Das Interims-Trainergespann Sven Pelz und Armin Azadan schickte Jürgen Berber auf den Platz und lag mit dieser Entscheidung goldrichtig. Berber war lange wegen einer Zerrung ausgefallen und hatte seinen ersten Einsatz nach der Verletzungspause kurioserweise auf einer für ihn völlig ungewohnten Position bestritten.

So waren zum vorletzten BOL-Spiel in Woffenbach alle Torhüter ausgefallen. Der 33-jährige Routinier, von all seinen bisherigen Trainern als enorm mannschaftsdienlicher Akteur beschrieben, stellte sich in der Not zwischen die Pfosten und hielt beim 2:0-Sieg spektakulär seinen Kasten sauber.

Nun durfte er wieder als Feldspieler seine ganze Erfahrung in die Waagschale werfen. Berber, der seine erfolgreiche Karriere in Stadeln ausklingen lässt und zuvor in der Bayernliga unter anderem beim SC 04 Schwabach und dem SC Feucht aktiv war, hatte noch keine Viertelstunde auf dem Rasen verbracht, da sorgte er schon für Jubelstürme. Seinem Instinkt folgend, hatte er sich vor einem Freistoß am linken Fünfer-Eck positioniert. Der abgefälschte Ball von Dennis Laschet flog ihm genau vor die Füße. Er netzte entschlossen ein — die Vorentscheidung war gefallen. Fünf Minuten vor dem Ende legte er noch das 2:0 für Andreas Popescu auf. In der Nachspielzeit krönte er seine Leistung mit einem Kopfball zum Endstand und trug sich endgültig in die Stadelner Geschichtsbücher ein.

Vachs bester Reservist: Cemil Aydogmus.

Vachs bester Reservist: Cemil Aydogmus. © Winckler


Zur selben Zeit avancierte in der Partie des ASV Vach beim Baiersdorfer SV Cemil Aydogmus zum Matchwinner. Der 32-jährige Stürmer, der bereits in seiner Jugendzeit bei den Vachern spielte und nach einigen Zwischenstationen bei der SG Quelle, dem SV 1873 Süd oder dem SC Feucht immer wieder den Weg nach Mannhof zurückfand, war vor der Winterpause bereits aussortiert worden und durfte nur noch in der Kreisklassen-Reserve mitwirken.

Als die Personaldecke immer dünner wurde, erinnerte man sich an den Verschmähten und überredete ihn zum Comeback im BOL-Team. Ein Glücksgriff, wie sich nun herausstellte. Verzweifelt waren die Mannhofer schon eine Halbzeit lang dem frühen Rückstand aus der dritten Minute hinterhergelaufen, als sie Aydogmus kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs ins Spiel zurückbrachte. Bei einer Ecke stand er goldrichtig und staubte zum Ausgleich ab. In der notwendig gewordenen Verlängerung sorgte er dann mit einem weiteren Treffer für das endgültige Baiersdorfer Aus. Danach wurde er unter dem lange anhaltenden Beifall der Vacher Aushänger ausgewechselt.

Zirndorfs bester „Sechser“: Flo­rian Schuster.

Zirndorfs bester „Sechser“: Flo­rian Schuster. © Scherer


Zirndorfs Florian Schuster hatte seinen Farben schon drei Tage vorher den Weg bereitet. Das Hinspiel gegen den TSV Kornburg stand in der zweiten Halbzeit mit 1:1 auf des Messers Schneide, als sich der 27-jährige Zirndorfer Kapitän wieder einmal als Mann für die wichtigen Tore erwies. Schuster, den Experten als einen der besten „Sechser“ in der letztjährigen Saison bezeichnen, war nach einer guten Stunde per Kopf zur Führung erfolgreich. Zehn Minuten später hämmerte er die Kugel aus 22 Metern in den Torwinkel.

Die beiden Treffer von Schuster, der in der Jugend bei der SpVgg Greuther Fürth und beim 1. FC Nürnberg ausgebildet wurde und seit 2007 das ASV-Trikot trägt, erwiesen sich als zu schwere Hypothek für die Kornburger, die im Rückspiel nicht über ein 0:0 hinauskamen. Alle drei Aufstiegshelden werden sich nun demnächst in der Landesliga wiedersehen. Jürgen Berber hängt in Stadeln noch ein weiteres Jahr dran. Der Vertrag von Cemil Aydogmus in Vach wurde inzwischen verlängert. Und auch Florian Schuster wird seine Zirndorfer wie gewohnt als Kapitän auf das Feld führen. 

THOMAS SCHMID

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