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Die Drittletzten müssen wieder bangen

Geänderte Abstiegsregelung in der Kreisklasse - 14.07.2012

Der TB Johannis 88 hat es heuer geschafft, was sich so mancher der aktuellen Kreisklassisten für die neue Saison vorgenommen hat – den Aufstieg: Gruppenspielleiter Uwe Paul (links) überreicht TB-Abteilungsleiter Ulrich Ried noch den Meisterwimpel.

Der TB Johannis 88 hat es heuer geschafft, was sich so mancher der aktuellen Kreisklassisten für die neue Saison vorgenommen hat – den Aufstieg: Gruppenspielleiter Uwe Paul (links) überreicht TB-Abteilungsleiter Ulrich Ried noch den Meisterwimpel. © Sportfoto Zink


Zuvor hatte Gruppenspielleiter Uwe Paul (ASV Fürth) im Zusammenspiel mit seinem Funktionärs-„Boss“ im Fußballkreis Nürnberg-Frankenhöhe, dem Kreisvorsitzenden Uwe Raßbach (Lehrberg), keinerlei Probleme gehabt, die Tagung mit den Vertreten von 26 Kreisklassisten – nur der SV Wacker und die DJK Eibach II waren nicht erschienen – ruhig und entspannt über die Bühne zu bringen. Brisante Themen hatten sich nicht wirklich ergeben, die Vereine, inklusive der anwesenden B-Klassisten, zeigten sich mit der abgelaufenen Saison offenbar zufrieden.

Die Überraschung betraf die Auf- und Abstiegsregelung: Da aus der Kreisliga 2 diesmal vier Teams absteigen, muss, wie Raßbach erläuterte, auch noch ein weiterer Kreisklassenplatz abgebaut werden, und es wird zusätzliche Ausscheidungsspiele geben. Im Klartext: Aus jeder der fünf Kreisklassen im Gesamtkreis müssen jeweils zwei Mannschaften direkt absteigen. Zusätzlich aber spielen die fünf Zwölften, also die fünf Drittletzten, unter sich einen weiteren Absteiger aus. Die neun Tabellenzweiten der A-Klasse spielen eine interne Aufstiegsrunde.

Aufstiegschance für die Kreisklassenzweiten

Nachdem die Spielklassenreform des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) überstanden ist, bekommen nun also wieder alle Tabellenzweiten ihre Aufstiegschance. Im Fall der Kreisklasse bedeutet dies: Die jeweiligen Meister steigen direkt auf, die fünf Zweiten rittern noch um einen weiteren Platz in der Kreisliga.

Wie tags zuvor den Kreisligavereinen stellte Schiedsrichterobmann Hans Rößlein (ESV Rangierbahnhof) auch den Kreisklassisten ein gutes Zeugnis aus, die Zahl der „bunten“ Karten hätte sich im normalen Rahmen bewegt, Fußball sei eben auch ein Kampfsport, sagte er. Die Vereinsvertreter erinnerte er daran, dass der Leiter des Ordnungsdienstes keine anderen Aufgaben übernehmen dürfe – und er bat die Klubs, dafür zu sorgen, dass der Spielberichtsbogen dem Unparteiischen mindestens eine halbe Stunde vor Spielbeginn vorgelegt wird und sich keine Fans oder Kinder auf der Ersatzbank beziehungsweise in der Wechselzone aufhalten.

Thorsten Vasel, Beisitzer im Kreissportgericht, schlüsselte die einzelnen Fälle wie immer nach den verschiedenen Paragrafen auf (Unsportlichkeiten, rohes Spiel, Beleidigungen usw.). Zu monieren hatte er lediglich, dass vor allem die Zahl der Spielabsagen und Spielabbrüche immer noch zu hoch sei.

Eine Neuerung gibt es, was den Ablauf der Sperren für hinausgestellte Spieler betrifft. Wurden die Sperren bisher für eine gewisse Zeitdauer ausgesprochen, so werden sie ab sofort nach Spieltagen bestimmt. Diese Regelung wird bereits auf Bezirksebene (und in allen anderen bayerischen Bezirken) praktiziert, der Kreis Nürnberg-Frankenhöhe musste hier quasi „nachziehen“.

Der neue Pokalmodus (Burgpokal, Frankenhöhe-Cup) ist auch in der Kreisklasse gut angekommen, die Klubs sprachen sich in Fischbach einstimmig dafür aus, das Modell beizubehalten. „Dieses Votum der Vereine freut mich sehr, denn es zeigt, dass sich unsere Runden Tische ausgezahlt haben“, sagte Raßbach.

Die Kreisklasse nach oben verlassen haben der TB Johannis 88 (Uwe Paul überreichte Abteilungsleiter Ulrich Ried den Meisterwimpel), der SV Eyüp Sultan und die DJK Falke, die sich über die Aufstiegsrunde qualifizierte. Von Gruppenspielleiter Ingo Frühbeißer erhielten zudem noch der TSV Südwest und die SpVgg Mögeldorf 2000 die A-Klassen-Meisterehrung.

Höchstes Lob verdient daneben der ASC Boxdorf – die Boxdorfer waren in der vergangenen Saison die Fairsten in beiden Gruppen. Der ASC landete in der „Vierer“ mit dem ausgezeichneten Koeffizienten von 18,33 knapp vor der DJK Eibach II (19,33), dem TSV Fischbach (20,00), dem TSV Falkenheim (20,33) und dem FC Kalchreuth II (21,33). In der Gruppe 5 war der FSV Stadeln II das Maß aller Dinge. 

Hermann Hempel

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