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„Die Regionalliga Bayern ist bei den Fans angekommen“

Verbands-Spielleiter Josef Janker zieht nach 19 Spieltagen eine Zwischenbilanz - 02.11.2012 14:15 Uhr

Verbands-Spielleiter Josef Janker.

Verbands-Spielleiter Josef Janker. © Sportfoto Zink


Etwas überraschend führen mit dem FV Illertissen und dem SV Seligenporten gleich zwei Amateurklubs die neue bayerische Eliteliga an, halten die Reserveteams des FC Bayern München, des TSV 1860 München und des 1. FC Nürnberg in Schach und können sich gute Chancen auf die bayerische Amateurmeisterschaft ausrechnen, die einen Startplatz in der lukrativen ersten Hauptrunde im DFB-Pokal garantiert. Auch im Tabellenkeller zeichnet sich ein packender Kampf um den Verbleib in der Regionalliga Bayern ab. Spannung pur ist also in jedem Fall auch für die zweite Saisonhälfte garantiert.

Verbands-Spielleiter Josef Janker blickt im Interview auf die ersten 19 Spieltage zurück und ruft noch einmal denkwürdige Ereignisse in Erinnerung.

19 Spieltage der Premierensaison in Bayerns neuer Amateur-Spitzenliga liegen hinter uns. Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Verlauf?

Josef Janker: Das Niveau der Regionalliga Bayern ist sehr ausgeglichen und das macht die Liga auch so attraktiv. Von einer mancherorts im Vorfeld befürchteten Zweiklassen-Gesellschaft mit den Reserven der Profiklubs an der Spitze und den Amateurvereinen abgeschlagen dahinter kann bisher keine Rede sein. Mit dem FV Illertissen und dem SV Seligenporten stehen momentan gleich zwei Amateurvereine zu Recht ganz oben und haben damit aktuell auch im Kampf um die bayerische Amateurmeisterschaft und den 2. DFBPokal- Startplatz die Nase vorne. Die Qualität des Profinachwuchses ist trotzdem unbestritten. Die Zweiten Mannschaften sind mit ihrem technisch sehr guten Fußball eine Bereicherung für die Liga. Und natürlich können die Verfolger Bayern, Nürnberg und 1860 sicher alle noch in das Titelrennen eingreifen.

Wie hat sich das Niveau im Vergleich zur „alten“ Bayernliga entwickelt, die ja bis zuletzt die höchste bayerische Spielklasse war?

Janker: Das Niveau hat sich erheblich gesteigert. Das liegt zum einen an den sehr gut ausgebildeten jungen Spielern der Profireserven und zum anderen an den ehemaligen Spitzenteams der Bayernliga, die in der Regionalliga Bayern eine neue Herausforderung gefunden haben und an den Aufgaben wachsen.

Gab es signifikante Änderungen bei den Zuschauerzahlen? Wie kommt die neue Spitzenliga bei den Fußballfans an?

Janker: Wir sind mit dem bisherigen Verlauf der ersten Regionalliga Bayern-Saison sehr zufrieden. Die Regionalliga Bayern ist bei den Fußballfans angekommen und stößt auf großes Interesse. Die Zuschauerzahlen sind mit über 760 Besuchern im Schnitt pro Spiel fast doppelt so hoch wie in der letzten Bayernliga-Saison. Das ist absolut in Ordnung, insbesondere, wenn man bedenkt, dass in Bayern die großen Klubs ja alle in den ersten drei Ligen spielen und nicht wie in anderen Bereichen Deutschlands zum Teil in der Regionalliga. BFV.TV, unsere wöchentliche Internet-Sendung im Sportschau-Format mit allen Spielen und allen Toren der Regionalliga Bayern, ist inzwischen sogar deutschlandweit bekannt. Über 10.000 Fans schauen jede Woche die neue Sendung an. Auch das Bayerische Fernsehen hat mehrfach von der Regionalliga Bayern berichtet. Ebenso bewährt haben sich die neu installierten BFV-Spiel- und Medienbeauftragten, die die Vereine bei der  Organisation am Spieltag unterstützen und als wichtiges Bindeglied zum BFV fungieren.

Was waren neben vielen sportlichen Höhepunkten für Sie bisher die außergewöhnlichen Momente, die in Erinnerung bleiben werden?

Janker: Kurios war sicher die 13-Sekunden-Pressekonferenz von Mehmet Scholl  nach der ersten Saisonniederlage der Bayern gegen den VfL Frohnlach, die künftig wohl in einem Atemzug mit der legendären Pressekonferenz von Klaus Augenthaler oder den Wut-Reden von Giovanni Trapattoni oder Rudi Völler genannt werden wird. Besonders war auch die Aktion des TSV Buchbach zum Auswärtsspiel beim FC Augsburg II. 600 Fans, die in einem eigens organisierten Sonderzug anreisen, das kennt man sonst nur aus dem Profifußball. Und Buchbach hat ja nur rund 3000 Einwohner. Eine tolle Geschichte!

Welche Ziele haben Sie sich für die Zukunft der Regionalliga Bayern gesetzt?

Janker: Wir wollen den Sicherheitsstandard in der Regionalliga Bayern beibehalten und gerade in diesem Punkt weiter eng mit den Vereinen, der Polizei und den Behörden zusammenarbeiten. Die überragende Mehrheit der Spiele ist bisher friedlich und ohne Probleme verlaufen und das soll auch in der Rückrunde so bleiben. Gewalt, Pyrotechnik und Rassismus haben in unseren Stadien nichts zu suchen, da gibt es eine klare Null-Toleranz- Politik des BFV. Vielleicht können wir ja auch die schon jetzt ordentlichen Zuschauerzahlen und die gute Medienpräsenz der Regionalliga Bayern weiter ausbauen. 

bfv

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