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Ein mühevoller Heimsieg

SpVgg Greuther Fürth II – FSV Frankfurt II 2:1 (0:1) - 20.03.2011 19:02 Uhr

U23-Trainer Frank Kramer hatte es schon vorher geahnt: „Das Spiel gegen den FSV wird wesentlich schwerer als die Spitzenspiele gegen Kassel oder Eintracht Frankfurt“ prophezeite er unter der Woche und behielt mit seiner Einschätzung recht. Gegen passive und sich über die gesamte Spieldauer am eigenen Strafraum einigelnde Frankfurter bot seine Elf ihr schwächstes Saisonspiel und konnte am Ende von Glück reden, noch mit einem blauen Auge davongekommen zu sein.

Von Beginn an uninspiriert und ohne die nötige Einstellung quälte sich der Kleeblatt-Nachwuchs durch die Begegnung und vermochte die biederen Hessen kaum einmal unter Druck zu setzen. Ein unplatzierter Kopfball von Matthias Katerna, der nach einer Flanke von Nicolas Roth aus fünf Metern die fangbereiten Arme von Frankfurts Keeper Alvarez anvisierte, war die einzige Ausbeute einer erschreckend schwachen ersten Hälfte, in der die Frankfurter eine Minute vor der Pause nicht einmal unverdient in Führung gingen: Nach einer zu kurzen Abwehr von Michael Mayr bediente Schneider den durchstartenden Gallego, der die Kugel aus abseitsverdächtiger Position am herauseilenden Torhüter Matjaz Rozman vorbei ins lange Eck schob.

Durch den Rückstand wachgerüttelt, verstärkten die Fürther im zweiten Durchgang zumindest ihren kämpferischen Einsatz und setzten sich in der gegnerischen Hälfte fest, auch wenn ihnen spielerisch so gut wie nichts gelingen wollte. Nur einige Standardsituationen sorgten für Gefahr vor dem FSV-Gehäuse, doch fehlte Jim-Patrick Müller (54.), der nach einem Eckball freistehend zum Abschluss kam, ebenso die Präzision wie Florian Bauer, der einen Abpraller ans Außennetz setzte (65.). Als kaum noch mit einer Wende der unansehnlichen Partie zu rechnen war, schlugen zwei Einwechselspieler zu: Zunächst war es Martin Giermeier, der nach einem Rückpass von Christopher Schaab goldrichtig stand und aus kurzer Distanz zum Ausgleich erfolgreich war (83.). Eine Minute vor dem Ende schraubte sich der kurz vorher auf das Feld gekommene Mario Zitzmann in die Höhe und verlängerte eine Flanke von Nicolas Roth mit dem Kopf ins lange Eck.

Der anschließende Schlusspfiff kam für die überglücklichen Ronhofer einer Erlösung gleich. „Wir haben überhaupt keinen Bezug zu diesem Spiel gefunden“, ärgerte sich Frank Kramer anschließend über die Leistung seiner Schützlinge, und wollte auch die notwendig gewordenen Umstellungen – Stefan Kolb, Fabian Baumgärtel, Christian Rahn und Stefan Vogler waren kurzfristig für den Profikader nominiert worden – nicht als Ausrede gelten lassen. „Das kann man nicht auf die Ausfälle zurückführen. Keiner hat heute auf dem Platz seine Aufgabe erfüllt und das mich maßlos geärgert.“

SpVgg 2: Rozman; Philp (74. Giermeier), Kleineheismann, F. Bauer, Mayr (72. Böhnlein) – Strangl, Schaab, Roth, Welzmüller, J.-P. Müller (87. Zitzmann), Katerna

Tore: 0:1 Gallego (44.), 1:1 Giermeier (83.), 2:1 Zitzmann (89.) / Schiedsrichter: Schlutius (Germersheim) / Zuschauer: 180
  

thos

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