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Erneut die 100-Tore-Schallmauer durchbrochen

Schussfreudiger Meister TSV Cadolzburg - 22.06.2012 13:00 Uhr

Meister TSV Cadolzburg, stehend von links: Trainer Reinhold Fischer, Sebastian Scherb, Jens Dorner, Roman Egerer, Maximilian Merz, Florian Schülein, Florian Müller, Patrick Reichenauer, Felix Altenkirch, Thomas Wenzl, Michael Düll, Abteilungsleiter Klaus Sulzer, vorne von links: Matthias Haspel, Marcus Kirschner, Thomas Filbig, Ferdinand Gerblinger, Adam Pöll, Dominic Müller, Marc Oster, Daniel Kruschinski, Thomas Paulus.

Meister TSV Cadolzburg, stehend von links: Trainer Reinhold Fischer, Sebastian Scherb, Jens Dorner, Roman Egerer, Maximilian Merz, Florian Schülein, Florian Müller, Patrick Reichenauer, Felix Altenkirch, Thomas Wenzl, Michael Düll, Abteilungsleiter Klaus Sulzer, vorne von links: Matthias Haspel, Marcus Kirschner, Thomas Filbig, Ferdinand Gerblinger, Adam Pöll, Dominic Müller, Marc Oster, Daniel Kruschinski, Thomas Paulus. © oh


Selbst ernstzunehmende Rivalen degradierte die Elf von Reinhold Fischer reihenweise zu Statisten: „Beim 7:2 haben wir als Erster den Dritten Süd II fast an die Wand gespielt“, freut sich der Coach, dessen Team in der Hinrunde keinen einzigen Punkt abgeben musste. Saisonübergreifend landete der TSV sogar 21 Siege in Serie!

„Das war teilweise ein Selbstläufer“, erklärt Fischer: „Uns hatte niemand auf der Rechnung. Wir wollten uns etablieren. Aber wenn du in Weinzierlein gewinnst, in Raitersaich gewinnst und nach vier Spielen zwölf Punkte hast, wird dir schnell klar: Da brauchst du gar nichts machen, das Ding läuft.“

Als großer Vorteil dieser Spielzeit sollte sich erweisen, dass Fischer bis auf den Abgang von Christian Neubert auf denselben eingespielten Kader der erfolgreichen Vorsaison zurückgreifen konnte. Zudem verstärkten neben Mittelfeldakteur Marc Oster auch einige Spieler aus der eigenen Jugend den Kader des Kreisligateams. „Florian Müller hätte noch bei den A-Junioren spielen dürfen und hat sich nah an die Stammelf herangekämpft“, lobt Fischer seinen Nachwuchs-Stürmer, dem gleich sieben Tore gelangen.

Probleme mit der Offensivabteilung gab es ohnehin keine. Hatte der TSV in der Kreisklasse 117-mal ins Schwarze getroffen, durchbrachen die Cadolzburger erneut die 100-Tore-Schallmauer (101). Top-Torschütze der Cadolzburger – wie auch der gesamten Kreisliga – war Roman Egerer, der nach seinen 40 Toren der Vorsaison diesmal sogar 43-mal einnetzte. Zudem steuerte Maximilian Merz zehn Treffer bei.

Ernsthafte Sorgen musste sich der TSV lediglich in der Sommerpause machen, als Stammkeeper Dominik Müller wegen einer schweren Verletzung am Sprunggelenk lange ausfiel. Doch Fischer – früher zehn Jahre beim ASV Fürth tätig – ließ seine Kontakte spielen und lotste Schlussmann Adam Pöll nach Cadolzburg: „Er war zuletzt vereinslos und ich kannte ihn noch vom ASV Fürth. Er hat uns sehr geholfen“, lobt Fischer den starken Rückhalt.

„Es hat einfach Spaß gemacht, ins Training und zu den Spielen zu fahren“, erklärt Fischer im Rückblick. Selbst als im November Mittelfeldregisseur Michael Düll wegen eines Kreuzbandrisses ausfiel, wurde dem 52-Jährigen nicht bange: „Ich hatte überhaupt keine Bedenken, dass noch etwas passieren kann. Die Frage war vielmehr: Wie motiviert man jemanden, der nach 18 Spielen 15 Punkte Vorsprung hat?“

Umso beeindruckter zeigte sich der Coach vom hochkonzentrierten Auftritt seiner Schützlinge beim 2:1 über den Vizemeister FC Kalchreuth. Lediglich die Art und Weise, wie der TSV die Meisterschaft „perfekt“ machte – nach einer 0:5-Klatsche bei Türk Genc –, hatte sich Fischer sicher anders vorgestellt: „Wir hatten zuvor auswärts erst zwei Gegentore kassiert. Diese fünf schmecken mir gar nicht.“

Erst nach dem folgenden 8:0-Kantersieg über den späteren Absteiger TSV Zirndorf, der bereits für die erste Cadolzburger Saisonniederlage gegen Raitersaich mit einem 1:7 in der Folgewoche büßen musste, stellte sich auch beim Cadolzburger Erfolgscoach die richtige Feierstimmung ein.

Nach zwei Aufstiegen in Folge steht für Fischer mit Blick auf die in vier Wochen beginnende Spielzeit 2012/2013 fest: „Für uns zählt am Ende nur, über dem Strich zu stehen.“ 

Johannes Handl

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