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Fußball-Relegation: Eine Hassliebe

KOMMENTAR der Nordbayerischen Nachrichten Forchheim - 28.06.2012 10:28 Uhr

Typische Bilder in der Relegation: Während die DJK Eggolsheim feierte, hieß es auf Weißenoher Seite Wunden lecken.

Typische Bilder in der Relegation: Während die DJK Eggolsheim feierte, hieß es auf Weißenoher Seite Wunden lecken. © Günter Distler


Selbst die Verlierer haben hinterher eine spannende Stammtisch-Geschichte zu erzählen. Und wenn es die vom legendären Scheitern in der Schlussminute der Verlängerung durch eine Fehlentscheidung des Schiedsrichters ist. Durch die Zuschauereinnahmen fließt zudem immer benötigtes Geld in die Kasse des bayerischen Fußballverbandes, des gastgebenden und der direkt beteiligten Vereine.

Doch muss das alles nach 28 oder 30 Saisonspielen noch sein? Zweifel sind erlaubt, bleiben den an der Relegation teilnehmenden Teams doch bis zum Start zur Vorbereitung für die neue Saison kaum zwei Wochen Pause. Die benötigt nicht nur der Körper, sondern auch der Geist, um wieder jene Lust aufs Spiel zu entwickeln, die den Fußball ausmacht. Außerdem: Ist es fair, wenn eine Mannschaft in einer Saison gerade ein Spiel verliert, damit nur Vizemeister wird, um dann in der Relegation einen schlechten Tag zu erwischen und den Aufstieg verpasst? Und ist es fair, wenn eine Mannschaft eine verkorkste Saison mit einem Punkt vor dem direkten Abstiegsplatz abschließt und sich dann mit Hilfe der eigenen höherklassig aktiven Ersten über die Relegation doch noch rettet?

Eine Lösung könnte das von Kreisspielleiter Max Habermann angestrebte Pyramidenmodell mit zwei Kreisligen, vier Kreisklassen und acht A-Klassen sein. Die Meister und Vize-Meister könnten direkt aufsteigen, die letzten vier Klubs müssten absteigen. Doch dafür reicht die Anzahl an Vereinen in den A-Klassen derzeit nicht aus. Vier Absteiger bei gerade einmal 14 Teams in mancher Liga wären grenzwertig. Dann doch besser Relegation. 

KEVIN GUDD

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