15°C

Samstag, 02.08. - 08:35 Uhr

E-Mail:


Max Habermanns emotionaler Rückblick

Fußball: Spielgruppentagung der A- und B-Klassen - 30.07.2012 13:00 Uhr

Konkret nannte Habermann die Angelegenheit mit dem Relegationschaos in der A-Klasse 2 (wir berichteten). Für seine Entscheidungen sei er öffentlich denunziert worden, so Habermann. „Diese Internetforen werden zukünftig keine Informationen mehr erhalten“, so der Kreisspielleiter. „Ich mache den 150-Tage-Vollzeitjob ehrenamtlich“, schimpfte Habermann. Negativ ging er auch mit der Tatsache ins Gericht, dass viele Spiele in der B-Klasse entfallen.

Einmalig in Bayern sei es dagegen, dass es auf Kreisebene gelungen sei, sämtliche Spiele der ersten Mannschaften mit einem Vorspiel der Reserven zu bestücken. Insgesamt haben mit dem VfB Forchheim 1, dem SC Eschenbach 2, Plech 2, Engelthal 2, DJK Willersdorf 2 und VfB Forchheim 2 nur sechs Mannschaften in der Saison 2011/2012 zurückgezogen, so Habermann. Die vier Spielabbrüche im Kreis, von denen einer in der Kreisliga, einer in der Kreisklasse und zwei in der A-Klasse vorgefallen seien, hätten alle die Vorrunde betroffen.

Als „unmöglich“ bezeichnete der Kreisspielleiter die genau 100 X:0-Wertungen, die es im Spielkreis Erlangen Pegnitzgrund in der abgelaufenen Saison gegeben hat. Davon seien dreimal die Kreisklasse, vierzehnmal die A-Klasse und 83-mal die B-Klasse betroffen gewesen. An Bearbeitungsgebühren seien hier insgesamt 2000 Euro und an Geldstrafen 5715 Euro angefallen. „Das sind vermeidbare Sachen, die könnt ihr euch sparen“, so Habermann. „Das hat mit Fußball nichts mehr zu tun“, kritisierte der Kreisspielleiter.

Relegation brachte Geld

Insgesamt habe es in dieser Saison 24 Entscheidungs- und Relegationsspiele in diesen Klassen gegeben: die Gesamteinnahmen betrugen hier 21592,00 Euro. Mit 550 zahlenden Zuschauern war die Partie SpVgg Reuth gegen den SV Wolfsberg die Partie mit den meisten Besuchern. 483 zahlende Zuschauer sahen das Spiel des SC Adelsdorf gegen Türkischer SV Röthenbach.

Insgesamt gehören dem Spielkreis Erlangen-Pegnitzgrund 197 Vereine mit 350 Mannschaften an. Der Gruppenschiedsrichterobmann der Schiedsrichtergruppe Fränkische Schweiz, Hans Brendel, dankte den Vereinen aus Sicht der Schiedsrichter für die gute Zusammenarbeit in der abgelaufenen Saison und wies auf die Regeländerungen für die kommende Saison hin. Wichtigste Änderung sei, dass aus einem Schiedsrichterball nun kein Tor mehr erzielt werden könne, bevor der Ball nicht durch einen zweiten Spieler berührt worden sei. Brendel wies auch darauf hin, vor Beginn der neuen Runde die Spielerpässe zu kontrollieren.

Rassismus keimt auf

Kreisspielleiter Habermann bat den Schiedsrichterobmann noch, dafür zu sorgen, dass die Schiedsrichter verstärkt auch rassistische Äußerungen auf den Spielfeldern unterbinden sollten. „Die Meldungen über rassistische Äußerungen auf den Spielfeldern häufen sich“, sagte Habermann.

Sportrichter Kurt-Leonhard Vogl vom Sportgericht Nürnberg kritisierte die kurzfristige Einführung des neuen Programms DFB-Net auch für die Sportrichter. „Ohne große Schulung sollen wir jetzt mit dem neuen Programm arbeiten. Was dabei rauskommt wird sich zeigen“, kritisiert Kurt-Leonhard Vogl.

Gleichzeitig wies er darauf hin, dass die Berufungsfristen für Urteile nun auf sieben Tage gekürzt wurden. Pyrotechnik sei auf den Sportplätzen strengstens untersagt, so Vogl, der den Vereinsvertreter eine faire neue Saison wünschte. Erster Spieltag ist am Samstag, den 12. August. 

ALEXANDER HITSCHFEL

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Name:

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.