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Süder Meisterstück ohne jeden Wert

SV 73 Süd in der Liga souverän, in der Qualifikation aber gescheitert - 20.06.2012 08:00 Uhr

Die Meistermannschaft des SV 73 Süd.

Die Meistermannschaft des SV 73 Süd. © Sportfoto Zink


Schuld an der ganzen Süder Misere hat auch die Spielklassenreform in Bayern. Durch diese wurde den beiden Bezirksliga-Meistern bekanntlich das automatische Aufstiegsrecht kurzerhand entzogen, der jeweilige Titelträger musste – im Gegensatz zu den anderen Spielklassen – sich in Qualifikationsspielen mit einem Bezirksoberligisten beweisen. Während der ASV Pegnitz als Titelträger der Bezirksliga 1 wie berichtet mit dem Landesliga-Aufstieg das Tüpfelchen auf das „i“ setzte, scheiterte der SV 73 Süd am FSV Stadeln.

„Das ist traurig für die Mannschaft und den ganzen Verein. Wenn ich ehrlich bin, ist die Meisterschaft etwas untergegangen“, meint Süds Abteilungsleiter Dieter Rebel mit etwas Abstand. Und auch wenn der finanzkräftige Verein aus der Werderau nach den beiden Niederlagen teilweise mit Häme und Spott überzogen wurde, bei objektiver Betrachtungsweise ist diese Regelung nur schwer nachvollziehbar. Denn von den beiden Qualifikationspartien abgesehen haben die Nürnberger in der kompletten Saison nur eines von 30 Spielen verloren (in Aufkirchen) und sind mit 19 Zählern Vorsprung beeindruckend souverän (Rebel: „Du verlierst drei von 32 Spielen und steigst trotzdem nicht auf“) ins Ziel marschiert.

Die Vorentscheidung in der Meisterschaftsfrage fiel dabei am 10. März in der Oberpfalz. Mit 2:0 gewann der Bezirksoberliga-Absteiger damals beim TSV Berching, dem lange Zeit erstaunlich hartnäckigen Verfolger. Doch nach diesem Spiel war die Luft im Titelrennen quasi raus, Süd ließ sich den erwarteten und klar anvisierten ersten Platz nicht mehr nehmen. Die höherklassig erfahrenen Ferdinand Ehrl (ehemals unter anderem ASV Neumarkt, 20 Treffer) und Edisan Berisha (Jahn Regensburg II, 14) stachen als Torjäger neben Kapitän Sascha Amtmann (SV Seligenporten) aus dem individuell hochkarätig und mit relativ viel Geld zusammengestellten Kader von Trainer Harald Gerstner heraus.

Apropos Gerstner: Mit der Beurlaubung des Cheftrainers nach der 0:1-Hinspielniederlage in der Landesliga-Qualifikation gegen den FSV Stadeln sorgte der mitunter eigenwillig agierende Abteilungsleiter Dieter Rebel – gleichzeitig Hauptsponsor – wieder einmal für Schlagzeilen. Sein Schachzug, das Spielerduo Christian Vitzethum und Daniel Möller zu einem Interims-Trainergespann zu machen, verpuffte beim 0:3 im Rückspiel aber völlig wirkungslos. Nach dieser alles entscheidenden Niederlage keilte Rebel noch heftig Richtung Ex-Trainer Gerstner aus, einige Zeit später gab er sich diesbezüglich aber schon etwas moderater: „Vor den Qualifikationsspielen habe ich mir das Ganze schon etwas anders vorgestellt, aber ich will jetzt nicht mehr nachkarten.“ Vielmehr geht der Blick nach vorne, am 20. Juli bestreiten die Süder das Eröffnungsspiel im Bezirk Mittelfranken bei der SG 83.

„Wir haben aus unseren Erfahrungen gelernt und wollen in der Bezirksliga 1 neu angreifen“, verkündet Dieter Rebel. Anfang der Woche wurde bekannt, dass dies mit Giovanni Selce, bislang Sportdirektor, auf der Trainerbank geschehen soll. 

Mathias Hochreuther

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